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Petite Messe Solennelle


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Das ist keine Kirchenmusik für euch Deutsche heiligste Musik ist doch nur immer "semi (teils heitere teils ernste Opernmusik). Gioacchino Rossini über seine Messe.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Die Petite Messe Solennelle neben dem Stabat Mater die zweite große kirchenmusikalische Schöpfung Gioacchino Rossinis entstand im Jahre 1863 in Passy einem damaligen Vorort von Paris . Rossini hatte dort eine Villa erworben rasch zu einem begehrten gesellschaftlichen und künstlerischen wurde. Hier empfing er Persönlichkeiten des internationalen darunter Richard Wagner Max Maria von Weber Ignaz Moscheles Eduard Hanslick. In Passy begann Rossini nach Krankheitsjahren wieder verstärkt zu komponieren. Er schrieb Vielzahl kleiner von ihm ironisch als "Sünden Alters" ( Péchés de vieillesse ) benannte Stücke; er komponierte als Auftragswerk Hymne Napoléon und schuf als die "letzte Todsünde Alters" die Petite Messe Solennelle .

Uraufführung und Besetzung

Sie war nach außen hin in Weise ein Gelegenheitswerk geschrieben für die Einweihung Privatkapelle des mit Rossini befreundeten Pariser Adeligen Graf Michel-Frédéric Pillet-Will. Dessen Frau der Comtesse Pillet-Will wurde die Petite Messe Solennelle dann auch gewidmet. In dessen Pariser in der Rue Moncey fand am 14. März 1864 in privatem Rahmen und nur vor Gästen die erfolgreiche Uraufführung der Messe statt.
Vielleicht waren es diese räumlichen Verhältnisse Rossini zu der auf den ersten Blick ungewöhnlichen in der französischen Messtradition aber durchaus beliebten Begleitung mit Klavier und Harmonium bewegten. Der Eintrag auf dem ersten des autographen Manuskriptes Petite Messe Solennelle à quatre Parties avec de Piano et Harmonium legt es dabei nahe daß die instrumentale Begleitung der Messe zunächst nur für Piano und Harmonium gedacht war. Erst auf nachfolgenden zweiten Titelblatt fordert der Komponist ausdrücklich begleitendes Instrumentarium 2 Pianos et Harmonium . Diesen Umstand machen sich heutige Aufführungen zu Nutzen indem sie auf das zweite das ohnehin an vielen Stellen pausiert und den Part des ersten verdoppelt verzichten).
Gleichzeitig verweist Rossini hier in der ihn bezeichnenden ironisch-spöttischen Art auf den Symbolgehalt für die Aufführung der Messe benötigten Sängeranzahl:
"12 Sänger von drei Geschlechtern - Männer und Kastraten werden genug sein für ihre d.h. acht für den Chor vier für Soli insgesamt aIso 12 Cherubine. Lieber Gott mir die folgende Gedankenverbindung: 12 an der sind auch die Apostel in der berühmten gemalt im Fresko von Leonardo welches man Das letzte Abendmahl nennt; würde es glauben! Es gibt unter Deinen solche die falsche Töne anschlagen!! Lieber Gott Dich ich behaupte daß kein Judas bei Mahle sein wird und daß die Meinen und mit Liebe Dein Lob singen werden..."

Trotz des "Gelegenheitscharakters" aber war die Petite Messe Solennelle ein höchst persönliches von Rossini in Linie für sich selbst komponiertes Werk. Neben Schlußtakte des Agnus Dei schrieb Rossini in sein Manuskript die Worte:
"Lieber Gott - voilà nun ist diese kleine Messe beendet. Ist es wirklich "heilige ( musique sacrée ) die ich gemacht habe oder ist "vermaledeite Musik" (sacrée musique)? Ich wurde für Opera buffa geboren das weißt Du wohl! Wenig ein bißchen Herz das ist alles. Sei gepriesen und gewähre mir das Paradies ."

Veröffentlichung und Orchesterversion

Seine Messe hat Rossini wie alle seinen letzten Jahren entstandenen Kompositionen gehütet und Veröffentlichung bewußt entzogen. Erst nach seinem Tode das Werk durch den Pariser Verlag Brandus & Dufour der Öffentlichkeit übergeben werden neben der auch in einer Fassung für Soli Chor und Orchester in der das berühmte Prélude religieux des Originals allerdings nicht mehr enthalten Rossini hatte diese Orchesterversion im Jahre 1867 ausgearbeitet gedrängt von Freunden die verlangten er sie orchestriere damit sie später in großen Basilika aufgeführt werden kann; gedrängt auch von Pariser Musikkritik die nach der öffentlichen Aufführung 15. März 1864 das originale Instrumentarium eher für provisorisch und meinte daß wenn die Messe erst sein würde sie genug Feuer spenden werde Kathedralen aus Marmor zum Schmelzen zu bringen; und gedrängt auch von der Sorge daß nach seinem ein Anderer diese Aufgabe übernehmen und dabei Werk entstellen könnte.
Doch scheint Rossini selbst die Originalfassung und höher eingeschätzt zu haben als die Auch heute ist eine Auführung der Orchesterversion selten.

August Wilhelm Ambros schrieb über die folgendes:
"Die "Petite Messe Solennelle" war das Werk Komponisten der sich nach außen hin in ironischen Späßen gefallen haben mag der in Musik hier aber die Hoffnungen Freuden und eines Menschen ausdrückt für den aufrichtiger Zweifel mit diesem eine gewisse düster brütende Melancholie eines Glaubens ist an dem er unabdingbar

Text

Den Text der Messe hat Rossini um das O salutaris hostia erweitert einen Textausschnitt der heute in Liturgie nicht mehr verwendeten Hymne Verbum supernum aus dem älteren römischen Antiphonale. Ein Einschub das Prélude religieux mag mit einem Seitenblick auf Beethovens Missa solemnis entstanden sein in der vor dem Benedictus ein Präludium des Orchesters eingefügt ist.




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