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Philipp Heinrich Hoen


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Philipp Heinrich von Hoen (Hoenonius Reichsadel 1629; * 23. Juli Diez /Lahn † am 28. April 1649 auf Dienstreise in Frankfurt/Main bestattet in Dillenburg ) war Jurist (Dr. iur. utr.) Professor Staatsmann.

  • Vater: Anton († 1587) nassau-diezischer Landschreiber 1566 Rentmeister Amtmann und Befehlshaber der Grafschaft Diez Sohn Jost Hoen aus Gelnhausen Magister Schulmeister Lehrer der Kinder (u.a. von Prinz Wilhelm I. von Oranien ) zuletzt 1. Verwalter der Kanzlei und Margarete Welcker Kammerfrau der Gräfin Juliane von
  • Mutter: Anna Tochter des nassauischen Rats Andreas
  • Stief-Vater (seit 1592): Dr. jur. Alexander Sohn Rat;
  • Onkel: Wilhelm († 1607) Stadtschreiber und Notar in
  • Verheiratet: 1) Anna (1584-1635) Tochter des nassauischen Erasmus Stöver in Dillenburg 2) Elisabeth von († vor 1649); 3 Söhne 9 Töchter Anna Kunigunde Jacobe (verheiratet mit Phil. Henr. gest. 1654 kaiserlicher Notar Stadtschreiber in Dillenburg).

Leben

Hoen besuchte die Lateinschule zu Diez das Herborner Pädagogium (1588-1591) anschließend die dortige Schule (1594) und studierte Rechtswissenschaft zu Jena und Marburg (1604 Dr. Jur.). In Herborn war Schüler von Johannes Gottsleben dem er in Verbundenheit seine im 1598 zu Jena erschienene »Dissertatio de variis divisionibus« widmete. Nach Abschluss seines Studiums erhielt als Professor der Jurisprudenz die 2. Lehrstelle Herborn rückte 1606 in die 1. Stelle und übernahm das Rektorat sowie 1608 das wurde im gleichen Jahr zum nassauischen Rat und verlegte seinen Wohnsitz nach Dillenburg. Noch seiner Studienzeit hatte er sich als Hofmeister Adolfs von Nassau-Siegen auf dessen Kavaliersreisen durch Schweiz Frankreich und England wertvolle Einblicke in Staatswesen verschaffen können so dass er bald Kanzleidirektor und 1627 zum Geheimen Rat aufstieg. diente allen Gliedern der nassauischen Grafenfamilie: so Johann Ludwig von Nassau-Hadamar und Graf Johann von Nassau-Siegen (dem Brasilianer) Graf Georg von der 1620 die Regentschaft in der Grafschaft angetreten hatte und der Landgräfin Juliana von - Hoens diplomatischem Geschick dürfte es in mit dem 1629 zu Wien erfolgten Übertritt Ludwigs von Nassau-Hadamar zur katholischen Kirche gelungen einen gegen das nassauische Grafenhaus angestrengten fiskalischen wegen Teilnahme am Böhmisch-Pfälzischen Krieg auf Seiten Friedrichs durch Niederschlagung seitens des Wiener Hofgerichts beenden. Ebenso dürfte er wesentlich dazu beigetragen daß Graf Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg der Gustav Adolf ein Regiment zu Fuß und Pferd kommandierte nach dem Prager Frieden zur Partei übertrat. Als kluger Ratgeber hat Hoen bei Einigungsbestrebungen zwischen den lutherischen und reformierten Reichsständen gewirkt (Leipziger Konvent 1631). Als Syndikus Wetterauer Grafenvereinigung deren Interessen er damals vertrat er an 25 Grafentagen und verschiedenen Reichstagen Er war Verfasser zahlreicher juristischer Abhandlungen die in Form von Disputationen erschienen sind. Von stammen auch mehrere juristisch gut fundierte Rechtsgutachten Streitschriften die teils den Erbauseinandersetzungen innerhalb des Nassau-Siegen (evangelische kontra katholische Linie) teils aber der Wahrung der Interessen der Häuser Nassau-Dillenburg Nassau-Diez in deren Streit um die in Grafschaft Diez gelegenen Kirchgüter galten die - Fundus der Hohen Schule zu Herborn - das Restitutionsedikt von 1629 gefährdet waren.


Literatur

  • Heck Hermann: Philipp Heinrich von Hoen. In: deutsche Biographie 9 (1972) S. 341 f.
  • Renkhoff Otto: Nassauische Biographie. Wiesbaden 1992 S.



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