Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 21. August 2019 

Pikten


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Pikten ( lat. Pecti Pectia ; die Bemalten) ist der römische Name für Stämme mit keltischer Kultur in Schottland . Der Name wird auf die Sitte mit blauer Farbe zu tätowieren zurückgeführt. Es könnte aber auch sein sich das "Bemalen" auf die am weitesten Kommunikationsform der Pikten bezieht: die bemalten und Steinstelen.

Die Ursprünge der Pikten sind nach vor unklar es scheint sich jedoch um Ureinwohner Schottlands nördlich der Forth-Clyde-Linie zu handeln. scheinen bereits in der Bronzezeit in dieser Gegend anwesend gewesen zu Einige Historiker vermuten die Pikten seien die jener Megalithkulturen die Callanish und andere Steinformationen erbaut und die wegen der klimatischen Veränderungen verlassen haben.

Bei den von den Römern als bezeichneten Stämmen hat es sich ursprünglich nicht ein Volk ( Ethnie ) gehandelt sondern um verschiedene Stämme mit unterscheidenden kulturellen Traditionen die jedoch angesichts der Feinde ( Römer Skoten später auch die Wikinger ) politische und militärische Allianzen eingingen.

Von der Kultur der Pikten ist bekannt es sind fast nur Bildsteine und Stelen erhalten die jedoch mit Schriftzeichen und verzierten Ornamenten versehen sind. Ortsnamen sowie die Muster ihren kunsthandwerklichen Gegenstände und gravierten Steinen deuten darauf dass es sich bei den piktischen Stämmen gesehen um bretonische Kelten handelte. Ihre Feinde die Skoten hingegen waren gälische (irische) Kelten.

Inhaltsverzeichnis

Die Pikten in der Geschichte

Die einzigen zeitgenössischen schriftlichen Dokumente über Pikten stammen von den Römern weshalb darin allem die Beziehungen zwischen Römern und Pikten werden.

Begegnungen zwischen Römern und Pikten

Die ersten dokumentierten Zwischenfälle mit den ereigneten sich im 1. Jahrhundert als die Römer die britischen Inseln hoch zum Forth und Clyde eroberten. Gegen ständigen Überfälle durch "Caledonier und andere Pikten" ließ der römische Kaiser Hadrian im Jahr 112 eine Schutzmauer den so genannten Hadrianswall errichten. 142 baute sein Nachfolger Antonius den Antoniuswall (auf der Höhe von und Clyde). Die Römer konnten den Antoniuswall bis ins Jahr 161 halten und mussten sich dann Richtung zurückziehen. Fortan bildete der Hadrianswall die offizielle Grenze.

Im Jahr 180 überrannten die nördlichen Stämme den Antoniuswall fügten den im Norden zurückgebliebenen römischen Forts Schaden zu. Die ständigen Aufstände der nördlichen führten dazu das die Römer versuchten diese einer "großen Summe Silber" (Cassius Dio) zu kaufen. Im Jahr 208 rief der römische Gouverneur von Britannien Kaiser zu Hilfe. Dieser schickte Septimius Severus einer großen Armee. Severus schlug die aufständischen nieder diese revoltierten jedoch bereits 210 wiederum. Nach dem Tod von Severus sein Sohn Caracalla den britannischen Norden sich und kehrte nach Rom zurück.

Während des restlichen 3. Jahrhunderts bildete der Hadrianswall die Grenze Britanniens. im 4. Jahrhundert wurden wieder Vorfälle im Norden dokumentiert.

Die Piktischen Kriege

Von 305 an führte der Römische General Constantius eine erfolgreiche Kampagne gegen die "Caledonier und andere Pikten" und wurde 315 von Kaiser Konstantin mit dem Titel Britannicus Maximus dafür geehrt.

  
Sein Sohn Constans führte 343 erneut Krieg gegen die Pikten. Es eine Art Waffenstillstand oder Friedensabkommen daraus resultiert haben denn 360 wird davon geschrieben dass ein solches den Pikten (vereint mit den Skoten von gebrochen wurde.

Immer vermehrt traten Scharmützel und aggressive Auseinandersetzungen mit nördlichen Stämmen Britannien auf. Im Jahr 364 identifiziert der römische Historiker Ammianus Marcellinus Dicalydones Verturiones Skoten Attacotti und Sachsen als Stämme die dem Reich in Britannien Probleme bereiteten. Bis heute unklar welche Beziehungen diese erwähnten Stämme untereinander und woher sie kamen.

367 - 369 verbündeten sich die Pikten mit den und den Attacotti zu einer "Conspiratio Barbarica" (barbarische Verschwörung) gegen die Römer. Theodosius nach Britannien gesandt um diese niederzuschlagen. Der Frieden dauerte jedoch nur knappe 10 Jahre. 382 überfielen Pikten und Skoten erneut die Britannia und wurden von Magnus Maximus zurückgeschlagen.

Was kann die Pikten bewegt haben sie im 4. Jahrhundert immer wieder gegen militärisch überlegene römische Reich anrannten? Zu Beginn Beziehungen im 1. und 2. Jahrhundert scheinen Pikten Rom als Quelle für gewisse wünschenswerte betrachtet zu haben. Nachdem sie im 2. Silber dafür bekamen dass sie ihre Überfälle könnte es sein dass sie - nachdem Rom nichts mehr kam - nach Süden um sich römisches Silber und Güter auf Weise zu beschaffen. Gefundene Silberschätze und Kunsthandwerk Silber stützen die These dass die Pikten Münzen und Gegenstände eingeschmolzen haben.

Eine zweite - eben so spekulative These für die Überfälle besagt dass ein Populationsdruck die Pikten zwang sich nach Süden

Zwei weitere nicht-römische Quellen belegen die Kriege:

Ein erhaltener Brief von St. Patrick Coroticus (einem süd-west-schottischen König) aus dem 5. Jahrhundert in dem St. Patrick Coroticus für "schändliches niederträchtiges und unchristliches" Verhalten rügt.

Der Mönch Gildas schrieb im Jahr 540 über die Piktischen Kriege: der erste 382-90 (der von Magnus Maximus niedergeschlagen wurden) zweite von 396-98 (niedergeschlagen von Stilicho) und dritte im Jahr 450 bei dem die Pikten von einem Agitius Thrice Consul geschlagen wurden.

Piktland nach dem Abzug der Römer

Nach Abzug der Römer werden die sehr ungenau. Die vom Mönch Gildas erhaltene kann nicht vollständig mit anderen Quellen bestätigt und moderne Historiker vermuten dass die darin Greueltaten von Gildas stark übertrieben wenn nicht frei erfunden wurden.

Nachdem die Römer die Provinz Britannia hatten drangen die Pikten weiter nach Süden Im Jahr 550 wurde der Bridei mac Maelcon zum der Pikten" gekrönt der eine wichtige Rolle der Bekehrung der Pikten zum Christentum im Laufe des 6. Jahrhunderts spielte. Bridei war ein starker und Anführer der Pikten. Er vereinte nördliche und Piktenstämme und schaffte es auf diese Weise Skoten zu besiegen.

Nach Brideis Tod im Jahr 584 begannen die Angelsachsen unter Aethelfried König Northumbria Druck auf die Pikten auszuüben. Nachdem die Skoten geschlagen hatte waren Pikten und Nachbarn. Erst schienen die Beziehungen zwischen den Völkern positiv und friedlich abzulaufen. Es gab Heiraten unter den jeweiligen Königsfamilien. Im Jahr 668 jedoch scheint Oswiu König von Northumberland Territorium bis nach "Piktland" ausgeweitet zu haben.

Für über 30 Jahre wurde Südpiktland Northumbrien aus regiert. St. Wilfrid berichtet von piktischen Revolte aus dieser Zeit die von von Northumbrien grausam niedergeschlagen wurde: Es wird nachgesagt er hätte eine Brücke aus Piktischen über zwei Flüsse gebaut damit seine Armee trockenen Fußes überqueren könne um die verbleibende Armee niederzuschlagen. 685 jedoch schlug der Piktenkönig Bridei mac Bili Ecgfrith vernichtend und massakrierte seine Armee. in Piktland verbleibenden Northumbrier wurden versklavt.

706 wurde Nechton mac Derelei Anführer der Pikten. Er beendete den mit Northumbrien und begann friedliche diplomatische Beziehungen den Angelsachsen. Nechton musste sich jedoch während Regierungszeit immer wieder gegen Angriffe aus den Reihen behaupten. Sein Bruder Ciniod wurde vom von Atholl ermordet.

724 dankte Nechton ab und ging ins Seine Nachfolge war hart umkämpft schließlich übernahm Oengus mac Fergus die Macht im Jahr 729 . Oengus konnte sich bis zu seinem im zum Jahr 761 auf dem Thron halten. Er führte dieser Zeit Krieg gegen die Skoten die und gegen Northumbria.

Nach dem Tod von Oengus wird Geschichte der Pikten wieder unklar. Es scheint Scharmützel aber auch einige gemeinsame Könige von und Pikten gegeben haben. Mitte 9. Jahrhunderts verbündete sich Kenneth Mac Alpin der mit den Wikingern und schlug mit deren Hilfe die vernichtend. 843 ließ er sich um König der und Pikten ausrufen. Die Pikten wurden ins Reich eingegliedert und die beiden Kulturen scheinen aufgegangen zu sein.

Sprache

Inschriften auf gravierten Steinen deuten darauf dass die Pikten einen eigenen keltischen Dialekt vielen (irisch-)gälischen aber auch walisischen und bretonischen sprachen. Rätselhaft sind nach wie vor nicht-gälische (beispielsweise Flur- und Ortsnamen) die bei diesen hin und wieder auftauchen.

Es wird vermutet dass diese Elemente Piktischen auf eine vorkeltische Sprache hinweisen die prähistorischen Nordost-Schottland gesprochen worden sein könnte. Diese sind jedoch unbewiesen. Wenn sie zutreffen wären Pikten nicht die Ureinwohner Schottlands sondern bereits Eroberervolk.

Religion

Heidentum

Auch über die Religion der Pikten nicht viel mehr bekannt als was römische und christliche Mönche aufgeschrieben haben. Es gibt keinen Grund anzunehmen dass die Rituale der sich von denen anderer keltischer Stämme unterschieden

Ziemlich sicher gab es bei den eine große Anzahl Gottheiten auch lokale Gottheiten Flüsse Lochs Wälder Berge oder sogar Bäume Tiere. Die große Anzahl von Steinen mit Bullen die in der Umgebung von Burghead wurde könnte beispielsweise auf eine Art Bullenkult dieser Gegend schließen lassen.

Es könnte sein dass die Pikten Menschenopfer kannten. Piktische Steine aus der späteren Periode stellen mit Menschenköpfen verzierte Bäume dar. Gravuren zeigen Menschen in Kochkesseln bei denen sich um Opfer handeln könnte - oder um Wiedergeburt (einige prominente keltische Legenden drehen um den Kessel der Wiedergeburt).

Als Zentren für religiöse Kulte mögen (Covesea East Wmyss Fife) oder prähistorische Steinkreise -formationen gedient haben.

Die Piktische Kirche

Die Pikten wurden im Laufe des 5. und 6. Jahrhunderts von St. Ninian und St. Columba Moderne Historiker vermuten jedoch dass sich das in Piktland erst im Laufe des 8. Jahrhunderts endgültig durchsetzen konnte.

Bei den meisten Beweisen für eine piktische Kirche handelt es sich um Steinskulpturen -gravuren (z.B. piktische Kreuze ).

Gesellschaftsstruktur

Wie andere keltische Stämme waren auch Pikten tribal (d.h. in Stämmen organisiert) rural hierarchisch und familienzentriert.

Piktland war vermutlich in sieben unabhängige (Königreiche) aufgeteilt: Fortriu (heute Strathearn und Menthieth) Fothriff (heute Fife und Kinross) Circhenn (Angus und Mearns) Fotla (heute Atholl) Catt Ce und Fidach . Diese Regionen waren von tuaths oder derbfhines (Familienverbänden) bewohnt. Ein derbfhine bestand aus den Nachkommen eines gemeinsamen (d.h. alle Verwandten 2. Grades in der Das Land gehörte dem Familienverband und wurde bewirtschaftet.

Die Frauen hatten in allen keltischen einen hohen Status - höher beispielsweise als den Römern und andere zeitgenössischen Kulturen. Es Hinweise von römischen Autoren dass es bei Pikten auch weibliche Krieger gab.

Die Gesellschaft war streng hierarchisch aufgebaut An der Spitze standen erbliche oder gewählte zuunterst Sklaven und Leibeigene.

Könige

Die Königswürde war erblich. Verschiedene Quellen sich jedoch ob sie über die Vater- die Mutterlinie vererbt wurde. Die Namen der ( maqq oder mac "Sohn des...") und andere Belege deuten auf die Vaterlinie wobei nicht auszuschließen ist bei Erbstreitigkeiten in Ausnahmefällen die Mutterlinie zum kam.

Adel

Unterhalb der Könige standen verschiedene Grade Adligen. Adlige waren einerseits Krieger aber auch wie Poeten Künstler Handwerker Rechtsgelehrte Historiker und Ihre Fähigkeiten erlaubten ihnen einen höheren Stand als ihnen von Geburts wegen zustand.

Freie

Der Großteil der Bevölkerung gehörte wohl den Freien Menschen. Freie waren Bauern und Abgaben aus der Ernte an den König ihnen im Gegenzug militärischen Schutz leistete.

Leibeigene

Zuunterst in der Hierarchie waren Sklaven Leibeigene. Sie werden im 5. Jahrhundert in dem Brief von St. Patrick den König Coroticus erwähnt: Patrick schalt Coroticus christliche Sklaven gekauft zu haben.

Kriegskunst

Die Kriegführung und -kunst war eine Hauptbeschäftigungen der keltischen Stämme im 1. Jahrtausend n. Chr. so auch der Pikten.

Auf vielen piktischen Steinstelen und Skulpturen Krieger dargestellt so dass sich Historiker ein präzises Bild über eine piktische Armee machen

Waffen

Die wichtigsten Waffen der Pikten scheinen Speer und das Schwert gewesen zu sein.

Speere werden mit blattförmigen Spitzen ohne dargestellt. Die Schwerter waren aus Eisen mit ohne Hörner. Griffe und Hörner waren reich Zum Schwert gehörte eine ebenfalls verzierte Lederscheide. Halterungen für die Schwertscheiden waren aus Metall Silber oder Bronze - und ebenso reich

Neben Speer und Schwert scheint sich frühe Form der gälischen Kriegsaxt bei piktischen größter Beliebtheit erfreut zu haben. Darstellungen zeigen sie wie ein Hammer geschwungen und anschließend Gegner über den Kopf gezogen worden ist.

Daneben gibt es Darstellungen mit Pfeilbogen. ist jedoch nicht klar ob diese von Römern übernommenen Bogen nur zur Jagd dienten auch für den Krieg.

Rüstung

Bisher wurde von Archäologen keine typisch Schutzbekleidung gefunden. Gefundene Silberhaken stammen sehr wahrscheinlich römischen Lorica squamanta .

Römische Aufzeichnen beschreiben jedoch die piktischen mit "Silberrüstung Helm mit Nasenschutz und Schild".

Auf gravierten Steinen finden sich ebenfalls auf diese Rüstungen. Auf dem Aberlemno Church tragen die Pikten kleine runde mit Spitzen Schilde und tragen offenbar steife Ledertuniken. Anführer tragen auf diesen Darstellungen Kettenhemden.

Es gab offenbar zwei verschiedene Schildarten. rechteckige oder länglich-ovale Schilde die aussehen wie Scutum jedoch kleiner und handlicher. Andererseits die beschriebenen gälischen Rundschilde die sich größter Beliebtheit Sie wurden auf vielen Steinen aber auch Book of Kells dargestellt und sind eventuell Irischer Herkunft.

Transport

Laut den Aufzeichnungen von Tacitus benutzten die Caledonier in der Schlacht Mons Graupius Kriegswagen. Obwohl Kriegswagen auf irischen vorkommen wurden in Nordschottland keine solchen Darstellungen

Das Pferd war hingegen ein wichtiges für die piktischen Krieger. Es wurde mit ohne Sattel geritten. Wenn ein Sattel benutzt war dieser - wie andere Gegenstände - mit Ornamenten und keltischen Mustern verziert. Daneben Boote für den Truppentransport und den Krieg

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Pikten beruhte hauptsächlich der Agrikultur. Sie führten jedoch auch regen mit anderen Ländern und Kulturen der damaligen Edelmetalle und Devisen "beschafften" sie sich auch militärische Weise (durch Überfälle auf die Römer ihre Nachbarn die Skoten).

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft der Pikten basierte auf Viehhaltung. 61% der von Forschern gefundenen Knochen der damaligen Zeit stammen von Rindern 31% Schweinen und nur 8% von Schafen und

Die Rinderherden waren klein und es jeweils nur so viele Tiere geschlachtet wie Schafe und Ziegen wurden für ihr Fleisch nicht für die Wolle.

Erst unter dem Einfluss von Northumbrien es Hinweise auf Getreideanbau. Ansonsten sammelten die Wildkirschen Himbeeren Brombeeren und Haselnüsse als Ergänzung Fleisch. Gefischt wurde eher selten.

Handwerk

Viele handwerkliche Gegenstände waren aus organischen hergestellt und haben die Zeit nicht überlebt. gravierten Steinen werden zahlreiche Alltagsgegenstände dargestellt: geschnitzte und Stühle Ruhebetten schön verzierte Dreibeine für eben so schön verzierten und mit Griffen Kochkessel.

Die Pikten kannten auch mannigfaltige Werkzeuge: Ambosse Hämmer und Äxte für verschiedene Zwecke auf diversen Steinen dargestellt.

Das Weben scheint in Piktland nicht verbreitet gewesen zu sein. Es gibt keine von Webstühlen oder dafür benötigten Werkzeugen nach Jahr 200.

Die Holzbearbeitung hingegen war weitverbreitet. Es einige sehr schöne mit geschnitzten Ornamenten versehene aus der Gegend des Loch Glashan (Argyll) in denen Werkzeug aufbewahrt wurde. Spachteln Klammern Handgriffe Spindeln Kämme... wurden aus Holz aber aus Knochen hergestellt und reich verziert.

Nur wenige Lederarbeiten haben überlebt. In wurde ein Schuh gefunden der aus einem gearbeitet und über und über verziert war. weist auf eine hochstehende Lederindustrie hin.

Aus Knochen sind recht viele Arbeiten geblieben. Es handelt sich um Nähwerkzeug Nadeln Kämme Gurtschnallen... viele dieser Gegenstände sind nicht mit Schnitzereien sondern auch mit Nieten aus verziert.

Stein wurde benutzt um daraus Schleifsteine für Metallbarren und Topfdeckel herzustellen.

Die Pikten selbst haben kein Glas es scheint jedoch als hätten sie importiertes geschmolzen um daraus Glasperlen und Armbänder herzustellen.

Das am weitesten verbreitete Handwerk hingegen die Schmiedekunst. Eisen wurde zu einer Vielfalt Gegenständen verarbeitet: Verschlüsse Schnallen Pfeil- und Speerspitzen Meißel Ahlen Hammerköpfe Messer Nägel Metallstreifen für Handgriffe Schwerter.

Nicht nur Eisen sondern auch Bronze Silber wurden von piktischen Handwerkern geschmolzen und Es wurden Gießformen gefunden die zeigen dass Metalle nicht geschmiedet sondern gegossen wurden. Die bestanden aus zwei Teilen und die komplexen Verzierungen wurden bereits in die Gießform geschnitzt. Dunadd wurden auf diese Weise auch Zinngegenstände und Gold in Dunadd und Dunollie.

Handel

Gefundene Töpferwaren und Behälter weisen darauf dass die Pikten regen Handel mit anderen getrieben haben. Offenbar kamen die Handelsschiffe aus Mittelmeer entlang der Atlantikküste über die irische nach Schottland.

Auch mit den Nachbarn in Northumbrien Irland wurde fleißig gehandelt. Sogar bei den wurden piktische Metallarbeiten gefunden.

Bekleidung

Außer einigen Ledergegenständen haben keine Kleider Zeit überdauert. Aus den Aufzeichnungen der Römer anhand der Steinskulpturen lassen sich dennoch einige ziehen.

Frauen trugen ein langes Hemd und Überwurf der mit einer Brosche zusammengehalten wurde. auf Skulpturen abgebildeten Frauen trugen ihr Haar kurz - nicht länger als schulterlang und

Männer tragen auf den Abbildungen - sie nicht die weiter oben beschriebene Kriegsausrüstung - eine Art Tunika und denselben mit Brosche zusammengehaltenen Überwurf wie die Frauen. Piktische trugen ihr Haar lang (manchmal rückenlang) und sich einen Bart stehen.

Als Schmuck trugen sowohl Männer als Frauen Broschen Kleidernadeln Haarnadeln Fingerringe Arm- und Halsreifen.

Zeitvertrieb

Die Pikten kannten diverse Brettspiele wovon einige ursprünglich von den Iren von den Römern stammten.

Es gibt auch Hinweise dass Musik und Singen ein beliebter Zeitvertrieb war. Zwei Typen von Harfen wurden gefunden: große Instrumente die auf Boden standen und sitzend gespielt wurden (ähnlich heutigen Konzertharfen). Daneben gab es eine kleinere die der Musikant oder die Musikantin zum in der Hand hielt.

Auch das Horn wurde gespielt (Sachsenhorn?). der Stele von Nigg sind Figuren mit abgebildet solche wurden jedoch im piktischen Raum gefunden.

Die Lieblingsbeschäftigung der Pikten schien jedoch Trinken gewesen zu sein. Der Legende nach sie das Schottische Heather Ale erfunden. Getrunken wurde aus reichlich verzierten mit Metall beschlagenen Trinkhörnern.

Literatur

  • Lloyd & Jenny Laing: The Picts and the Scots . Alan Sutton Publishing Ltd. 1993. ISBN 0-86299-885-9



Bücher zum Thema Pikten

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Pikten.html">Pikten </a>