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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 21. September 2019 

Polynesische Sprachen


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Die polynesischen Sprachen sind ein Zweig der austronesischen Sprachfamilie .

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Die grösste Inselgruppe des Stillen Ozeans die geographisch unter dem Begriff Polynesien zusammengefasst wird bildet eine sprachliche Einheit. Einheit des Polynesischen drückt sich nicht durch einheitliche Sprache sondern vielmehr durch einen einheitlichen aus. Dieser ist gekennzeichnet durch eine weitgehende des Lautbildes und der Syntax gegenüber den Zweigen des austronesischen.

Gliederung

  • die westliche Gruppe zu der folgende gehören:
    • Fakaafo (Tokelau-Inseln)
    • Vaitupu (Lagunen und Ellice Inseln)
    • Samoa (Samoa und Schifferinseln)
    • Futuna (nördlich der Fidjiinseln)
    • Tongaisch
    • Uvea (Walsis Inseln).
  • die östliche Gruppe zu der folgende gehören:

Charakteristika

Innerhalb dieses Sprachtypus finden sich mannigfache zwischen den Idiomen der einzelnen Inselgruppen die wiederholt zu dem Versuch einer Gruppierung der Sprachen geführt haben. Die Beziehungen des Polynesischen den übrigen austronesischen Sprachgruppen haben gezeigt dass einige Idiome der indonesischen Sprachen auch in polynesischen wiederfindet.

Die im Tonganischen sehr lebendige Abschwächung a > e vor i z.B. in Frau Fut. fafine hat eine Parallele im bebine "Frau". Auch im Muna wird a zu e unter dem Einfluss eines folgenden z.B. tehi "Meer" Bare'e tahi; wewi "Schwein" wawi. Der polynesische Lautwandel s > h in fast allen Sprachen Mittel-Celebes als Tendenz

Einzelne polynesische Wörter die ein t anstelle eines zu erwartenden s stellen Lehnwörter Dieses sind aus Sprachen die s regelmäßig t wandeln.

  • "Nabel": Buol putodu / Tagalog pusod
  • "Ellenbogen": Boul tiku / Malenesisch siku
  • "kahl": Tonganisch tula / Malenesisch sulah
  • "Mund" Tonganisch gutu / Tagalol und ngusu

Erläuterungen am Beispiel des Tonganischen

Unter den polynesischen Sprachen verdient das eine besondere Beachtung. Tonga liegt im melanesisch-polynesischen Grenzgebiet. Dieses führt dass das Tongaische sich in einigen Punkten und syntaktischer Art von den anderen polynesischen unterscheidet und sich der Sprache der Fidji Diese Annährung an Fidji geht über die Übereinstimmung zwischen dieser Sprache und dem Polynesischen und erklärt sich aus späteren Einwirkungen des auf Fidji. Eine derartige Beeinflussung liegt sicher genügt aber noch nicht zur Erklärung älterer die sich übereinstimmend in beiden Sprachen befinden.

Das Tongaische ist auch noch aus anderen Grunde heraus für die Entwicklungsgeschichte Polynesiens belang. Die Tonganer betrieben eine rege Kolonialpolitik dessen Zuge die umliegenden Inseln besiedelt wurden. erklärt sich auch die große Übereinstimmung der von Tonga und Uvea (wallis). Von Uvea wiederum die Insel gleichen Namens in Melanesien bevölkert. Ob noch andere polynesische Sprachen Melanesien Tonganischen Ursprungs sind ist noch nicht Sollte sich dieses herausstellen so würden sich Anhaltspunkte für die Entwicklungsgeschichte des Tonganischen ergeben. Tonganische gehört zu der ältesten feststellbaren Entwicklungsschicht Polynesischen. Eine besondere Eigentümlichkeit den Tonanischen ist Voranstellung eines h in mehreren Wörtern denen den übrigen polynesischen Sprachen die Entsprechung s h fehlt was auf eine frühere Nasalverbindung ist.

  • "hinauf": Tg. hake / Uvea ake Futuna ake sake
  • "hinunter": Tg. hifo / Uvea ifo Niue hifo
  • "neun": Tg. hiva / Uvea hiva Futuna iva
  • "wieviel?": Tg. fiha / Niue fiha Futuna fia
  • "Meer": Tg. tahi / Uvea tai Niue tahi
  • "schlafen": Tg. mohe / Uvea moe Niue mohe / Futuna moe / Tpmbulu

Niue hat wie das Tonganische den Artikel he. Dagegen fehlt dem Uvea das Wortschatz fast ganz mit dem Tonganischen übereinstimmt das erwähnte h als auch die Entsprechung ein ursprüngliches indonesisches h. Als Artikel besitzt te. In all diesen Punkten stimmt die von Niue mit Uvea überein.

Schlussbetrachtung

Mit der Besiedlung des Pazifiks von Indonesien ausgehend eroberten die Polynesier einen ganz Raum für sich. In dessen Schoß ihre entwickelte sich die Sprache der Siedler weiter bewahrte sie durch zahlreiche Kontakte der Polynesier trotz der Widrigkeiten der ungeheuren Entfernungen zueinander Einheit.
  

Literatur

  • Zeitschrift für Eingeborenensprache: Jahrgänge 1933 - Barmen Rheinische Mission
  • Kultur und Sprache Bd. 7: Die der Erde Dr. E. Kieckers Carl Winter Heidelberg 1931
  • Bild der Völker: Polynesien und Mikronesien Brockhaus Wiesbaden 1972
  • Web Seite von Britannica.com Bereich "Polynesia"

Siehe auch: Polynesien Geschichte Polynesiens



Bücher zum Thema Polynesische Sprachen

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