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Preußische Reformen


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Die Preußischen Reformen oder auch sogenannten Stein- und Hardenbergische Reformen waren eine Reaktion auf die Niederlage Preußen in der Schlacht bei Jena und Auerstedt . Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum und nach ihm Karl August Fürst von Hardenberg setzten diese Reformen um.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

In Preußen herrschte eine tiefe Kluft Staat und Gesellschaft zwischen altem Gesetz und zeitgenössischem Gedankengut (beispielsweise galt noch Preußische Landrecht von 1794 welches sich am Vorbild der mittelalterliche Gesellschaftsordnung orientierte). Die preußische Regierung wollte Revolution oder eines Aufstandes Vorbeugen und das auf die Seite der Preußen beziehungsweise Deutschen um Napoleon besiegen zu können.

Anlass

Anlass war der völlige Zusammenbruch Preußens Krieg gegen Napoleon 1806 bei Tilsit sowie die Besetzung Preußens durch Napoleon der Verlust vieler Gebiete. Angestrebte Einigung Deutschlands

Ziele

Die Ziele der Reformen waren:
  • Die Überwindung der feudalen Gesellschafts- und Herrschaftsformen in Preußen um Interesse der Bevölkerung bisher entmündigte Untertanen am Staat und an der deutschen Nation zu Die Menschen sollten sich vom Untertan zum entwickeln.
  • Die Neuformung des preußischen Staates: Das soll eine auf Freiheit und Gleichheit gegründete Gesellschaft sein. (vom Stein)
  • Die Gesellschaft sollte sich vom Absolutismus zum Liberalismus entwickeln.
  • Die Nationale Einigung Deutschlands.
Vorrangig wurden die Reformen als Instrument Befreiung Preußens aus napoleonischer Fremdherrschaft gesehen.

Sie beinhalten folgende Schwerpunkte:

  • Befreiung der Bauern von der Lehnsherrschaft
  • Heeresreform (Volksheer statt Söldnerheer)
  • Gleichberechtigung der Juden mit allen anderen Bürgern

Einzelne Maßnahmen

Agrarreform (Bauernbefreiung)

Alle spannfähigen (mit eigenem Vieh ausgestatteten) bekamen das von ihnen bewirtschaftete Land als wenn sie dem Gutsherrn etwa die Hälfte Grundes abtraten. Allerdings nur die größeren Bauern mit dieser Regelung begünstigt. Das Problem war durch solch hohe Abtretung sogar die großen ihre sichere Existenzgrundlage verloren und sich als durchschlagen mussten. Somit trat die umgekehrte Folge Die Gutsherrn wurden reicher und die freien deren Zahl man eigentlich erhöhen wollte wurden Allerdings steigerte sich teilweise die Qualität der da die Bauern mehr motiviert waren.

Regierungsreform

Vor der Reform entschied der König Kreise seiner Kabinettsräte und die Minister waren diese Entscheidungen gebunden (also nur Ausführende). Ab 1807 standen die Minister an der Spitze Ressorts (Inneres Äußeres Finanzen Justiz Krieg) und für königliche Erlasse Verantwortung. 1810 wurde das Amt des Staats kanzlers geschaffen der über Ministern stand. Preußen in Regierungsbezirke unterteilt deren Regierungen ebenfalls in Ressorts waren.

Städtereform

1808 wurde die städtische Selbstverwaltung durch Wahl Stadtämter (Stadtverordnete) eingeführt. Diese konnten von allen mit Besitz von Grund und Boden oder von mindestens 150 Talern gewählt werden. Diese Stadtverordnete wählten dann den Magistrat. Ziel waren die Weckung von und Verantwortung für das Gesamtwohl. Die Städtereform die Basis für die künftige Mitbestimmung im

Steuerreform

Zunächst hatte die Steuerreform nur das die Einnahmen zu erhöhen um Kontributionen an bezahlen zu können. Doch dann wurden wichtige für Gesellschaft und Wirtschaft eingeführt. Es kam einem Ausgleich zwischen Stadt und Land und den einzelnen Provinzen. Es wurde eine einheitliche Verbrauchs- und Luxussteuern in ganz Preußen verbindlich Zölle für Import und Export wurden aufgehoben; den Binnentransit von Gütern jedoch gab es sehr hohe Zölle.

Gewerbereform

Von liberalem Gedankengut geleitet wurde 1810 die Gewerbefreiheit eingeführt. Dies war das der Aufsicht des Staates über die Wirtschaft Beseitigung des Zunftmonopols . An seine Stelle traten die freie und der freie Wettbewerb. Das Motto war: Bahn dem Tüchtigen!"

Bildungsreform

Volksschul - Gymnasial - und Universitätswesen wurden als einheitliches staatliches Bildungssystem etabliert. anerkannter Leistungskriterien wurden geschaffen als Voraussetzung für Eintritt in den Staatsdienst: Bildung und Leistung höher bewertet werden als Herkunft und Stand. Bildung sollte universal sein nicht in erster Fachkenntnisse vermitteln. Es gab eine bessere Volksschullehrerausbildung. allgemeine Schulpflicht wurde flächendeckend durchgesetzt die Universitäten Stätten der neuen bürgerlichen Elite werden.

Heeresreform

Das Söldnerheeres wurde in ein Volksheer die höheren Armeeränge wurden auch für Bürgerliche es galt das Leistungsprinzip statt Privilegien. Die Wehrpflicht 1813 eingeführt sollte zu einer stärkeren Solidarisierung Volk und Staat führen. Es wurde neben stehenden Heer eine Reservearmee geschaffen die Landwehr. Strafen innerhalb der Armee wurden gemildert.

Emanzipation der Juden

Prinzipiell erhielten die Juden die gleichen Rechte und Pflichten wie alle anderen Staatsbürger; wurde Erwerb von Grundbesitz gestattet und das städtischer und Universitätsämter wurde ihnen möglich. Sie aber vorerst kein Zugang zu Offiziersrängen Justiz- Verwaltungsämtern.

Aufgrund dieser Reformen zogen viele Juden ganz Europa nach Preußen.

Erfolg der Reformen

Die Reformen waren zunächst durchaus erfolgreich aus Sicht des preußischen Staates. Sie begünstigten Befreiungskrieg Preußens da das nationale Interesse tatsächlich werden konnte (1813 beteiligte sich Deutschland am gegen Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig verlor Napoleon schließlich). Sie bildeten die für die politischen Erfolge Preußens im 19. Jahrhundert .

Für die Bevölkerung erwiesen sich die als letztendlich als weniger nützlich denn nach Niederlage Napoleons wurden die Reformen teilweise zurückgenommen es herrschte weiter der Absolutismus. Bei der waren die kleinen Landbesitzer wirtschaftlich zu schwach die Ablösesummen aufzubringen. Es entstand ein ländliches Proletariat Verarmung Landflucht und Auswanderung waren die Weite Teile der besitzlosen Bevölkerung spürten von Freiheiten nichts.

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