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Protisten



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Protisten

Sonnentierchen ( Actinophrys sol )
Systematik
Klassifikation : Lebewesen
Domäne : Eukaryonten (Eucaryota)
Reich : Protisten (Protista)
Unterreiche
  • Rotalgen (Rhodophyta)
  • Alveolaten (Alveolates)
  • Stramenopile
  • diverse weitere

Protisten (auch Protoktisten genannt) sind eukaryotische Lebewesen die heute einem eigenen Reich der Lebewesen zugerechnet werden und nicht den Pflanzen Tieren oder Pilzen gehören. Sie sind meist Einzeller obwohl auch einige der größten vielzelligen zu den Protisten gezählt werden.

Zu den Protista zählen Algen Schleimpilze und einzellige Protozoen .

Die Protisten sind wie alle Lebewesen Inneren mit Cytoplasma als lebender Substanz gefüllt und außen einer Zellmembran umgeben . Im Cytoplasma liegt meist Zellkern zur Steuerung der Lebensvorgänge; gelegentlich befinden dort auch mehrere Zellkerne. Bei einigen Protisten außen noch Schalenbildungen hinzu; viele können Cystenhüllen um ungünstige Umweltbedingungen zu überstehen. Die Zellen meist von sehr geringer Größe und nur erreichen einen Durchmesser von mehreren Millimetern oder Zentimetern.

Die Fortbewegung erfolgt oft schwimmend mit von Geißeln oder Wimpern oder mehr kriechend durch Ausbildung von Etliche Arten schweben auch einfach nur mit Zellfortsätzen im Wasser.

Die meisten Protisten leben im Meer teils nahe der Oberfläche teils schwebend Wasser teils auf dem Grund kriechend teils Steinen Pflanzen etc. festsitzend; andere findet man Süßwasser wenige auf dem Land. So bildet Stamm der Grünalgen den Großteil des im Süßwasser lebenden Phytoplanktons . Der Stamm der Panzeralgen hingegen die des marinen Phytoplanktons . Es gibt heterotrophe autotrophe aerobe und anaerobe Formen. Etliche Protisten leben parasitisch in höheren Tieren . Viele aber treten in erstaunlicher Individuenzahl und die unverweslichen Überreste abgestorbener Vertreter - die Kieselschalen der Radiolarien oder die Kalkschalen Kammerlinge (Foraminifera) - setzen oft ganze Gebirgsschichten

Die Protisten pflanzen sich gewöhnlich durch ungeschlechtlich fort ( siehe Mitose ). Bei einigen Arten gibt es aber Vielfachteilungen bei anderen kommen geschlechtliche Vorgänge vor siehe Isogamie Konjugation ).

Aus urtümlichen Protisten sind im Laufe Evolution alle höheren vielzelligen Organismen hervorgegangen wahrscheinlich überwiegend über den Weg Zellkoloniebildung wie sie heute noch bei etlichen zu beobachten ist.

Weil sich an ihnen die Zellbestandteile die wichtigsten Lebensäußerungen wie Bewegung Reizbarkeit Fortpflanzung gut studieren lassen sind Protisten ein beliebtes biologischer Forschung. Einige Arten sind als Krankheitserreger von medizinischem Interesse.

Siehe auch: Systematik des Tierreiches Portal Lebewesen



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