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Pseudoskorpione


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Pseudoskorpione
Systematik
Stammgruppe : Urmünder (Protostomia)
Überstamm : Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm : Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm : Fühlerlose (Chelicerata)
Klasse : Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung : Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones)
Überfamilien
  • Chthonioidea
  • Neobisioidea
  • Garypoidea
  • Cheiridioidea
  • Feaelloidea
  • Cheliferoidea

Die Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones) sind eine Ordnung der Kieferklauenträger und zugleich der Spinnentiere (Arachnida). Weltweit sind etwa 3.000 Arten die Körperlängen von nur zwei bis sieben erreichen etwa 30 Arten sind auch aus bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Lebensweise der Pseudoskorpione

Pseudoskorpione finden sich vor allem am in der Laubauflage sowie in Moospolstern und Sie kommen in beinah allen Landlebensräumen vor der Meeresküste (Steinküsten beispielsweise die größte Art Garypus beauvoisie ) sowie in menschlichen Behausungen ( Bücherskorpion ( Chelifer cancroides )). Einige Arten lassen sich von Fliegen Käfern oder anderen großen Insekten transportieren (Phoresie) um neue Habitate zu finden. Dabei sind besonders in Tropen einige Arten direkt mit spezifischen Käferarten unter deren Flügeldecken sie leben und sich paaren.

Wie fast alle Spinnentiere leben auch Pseudoskorpione von anderen kleineren Gliederfüßern wie Springschwänzen die sie mit den Pedipalpenscheren ergreifen. der Scherenspitze münden bei den Pseudoskorpionen Giftdrüsen deren Hilfe sie die Opfer töten. Arten großen Scheren zerreißen ihre Beute kleinere Arten ein Loch in die Körperhülle und saugen Opfer aus.

Bau der Pseudoskorpione

Der Körperbau der Pseudoskorpione erinnert an der Skorpione vor allem aufgrund der mit einer Schere bestückten Pedipalpen die hier mit auffälligen Sinneshaaren (Trichobotrien) sind. In diese Scheren münden bei den Arten auch Giftdüsen. Anders als bei den gibt es allerdings keinen geteilten Hinterleib ( Opisthosoma ). Dieser setzt direkt an den Vorderkörper Prosoma ) an ohne einen Hinterleibsstiel wie er den Webspinnen vorkommt. Die Kieferklaue (Celicere) der Pseudoskorpione zweigliedrig und bildet eine kleine Schere ein welches diese Tiere mit den Walzenspinnen teilen. In diese münden häufig Spinndrüsen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Spermienübertragung erfolgt durch gestielte Spermienpakete Spermatophoren ) die von den Männchen auf dem abgesetzt werden. Bei einigen Arten setzen die diese Pakete einfach auf dem Boden ab Anwesenheit eines Weibchen die Aufnahme durch ein erfolgt zufällig. Andere Arten führen eine "Paarungstanz" dem der Skorpione durch und locken die über Duftstoffe ( Pheromone ) an.

Die Eiablage erfolgt in speziell gesponnenen Die Eier selbst trägt das Weibchen in ausgeschiedenen Brutsack an der Genitalöffnung mit sich und ernährt sie über ein Sekret der Nach dem Schlüpfen sind die Nymphen freilebend nach drei Häutungen sind die geschlechtsreif. Für die Häutung spinnen sich die eigene Häutungskammern.

Systematik der Pseudoskorpione

Obwohl Pseudoskorpione den Skorpionen äußerlich recht sind sind sie nicht näher mit diesen Ihre nächsten Verwandten sind offensichtlich die Walzenspinnen mit denen sie die gleichartige Chelicere den Aufbau ihres Tracheensystems teilen.

Die Mitteleuropäischen Arten der Pseudoskorpione gehören folgenden Familien an (mit Beispielen):

  • Chthoniidae
    • Chthonius ischnocheles
    • Chthonius tetrachelatus
  • Neobisiidae
    • Moosskorpion - Neobisium muscorum
    • Microbisium brevifemoratum
  • Cheiridiidae
    • Cheiridium museorum
    • Apocheirdium ferum
  • Chernitidae
    • Pselaphochernes scorpioides
    • Lasiochernes pilosus
    • Dendrochernes cyrneus
    • Chernes cimicoides
    • Dinocheires panzeri
    • Allochernes wideri
  • Cheliferidae
    • Dactylochelifer latreillei
    • Withius piger
    • Bücherskorpion - Chelifer cancroides




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