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Psychische Störung


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Als Psychische Störungen werden erhebliche Abweichungen vom Erleben oder Verhalten psychisch gesunder Menschen bezeichnet. Das Denken das Fühlen und das Verhalten können beeinträchtigt sein. weiteres Kriterium für eine Diagnose psychischer Störungen heute neben der Abweichung von der Norm häufig auch psychisches Leid auf Seiten Betroffenen gefordert.

Die Antipsychiatrie vertritt eine radikale Position indem sie Existenz psychischer Krankheiten verneint.

Inhaltsverzeichnis

Begriffsabgrenzung

Zu den psychischen Störungen zählen alle nicht begründbaren psychischen Erkrankungen; jedoch auch solche als Folge von körperlichen Erkrankungen (z. B. Hirnhautentzündungen oder Hirnverletzungen) vorliegen und eine Bedeutung Eigenwert erlangt haben.

Heute wird dieser Begriff jenem der Krankheit" vorgezogen um eine Stigmatisierung der Betroffenen erschweren: Störung ist neutraler und entzieht sich - in diesen Fällen regelhaft negativen - mehr als dies mit dem Begriff Krankheit ist. Durch Kostenträger (Krankenkassen Rentenversicherungen) die in Leistungskatalog den Krankheitsbegriff als elementare Voraussetzung eines haben wird die Bezeichnung "Krankheit" durch die allerdings wieder eingeführt indem von Störung von gesprochen wird. Gerade bei psychischen Störung als vorübergehender Art mag diese Unterscheidung sinnvoll sein und ungerechtfertigte Leistungsforderungen abzuwehren. Letztlich dient die des Begriffs "Störung" somit dem Zweck den Paradigmenwechsel in der Beurteilung psychischer Probleme aus Sicht auch im Sprachgebrauch zu dokumentieren.

Klassifikation

Die Klassifikation psychischer Störungen ist länderspezifisch unterschiedlich und auch von der psychologischen oder medizinischen Schule abhängig.Es gibt 2 gängige Diagnose- und Zum einen das weit verbreitete ICD-10 . Zum anderen das besonders in der Forschung gebräuchliche DSM 4 . Diese Störungen sind zusammengefasst in der Liste der psychischen und Verhaltensstörungen .

Verbreitung

Psychische Störungen sind weit verbreitet. Nach Studie der WHO leidet weltweit jeder vierte Arztbesucher an solchen Störung. Deutsche Studien sprechen von ca. Millionen Deutschen mit behandlungsbedürftigen psychischen Störungen. Die Störungen würden jedoch nach einiger Zeit abklingen.

Behandlung

Der Begriff psychische Erkrankung ist oft angstbesetzt u. a. aufgrund der Erfahrungen im Nationalsozialismus wo diese Einordnung zu staatlich angeordnetem führen konnte. Deshalb ist ein vorsichtiger Umgang diesem Begriff notwendig im Bewusstsein dass nach wie vor gilt: "Irren menschlich."

Andererseits ist ohne das Erkennen von Erkrankungen - ohne dass damit eine Stigmatisierung Erkrankter verbunden ist - auch eine nur schwer möglich. Bei der Beurteilung psychischer ist zu beachten dass sie teilweise eine Schutz- und Signalfunktion haben d.h. nicht verschwinden ohne dass "sich etwas ändert". Außerdem ergeben einige psychische Erkrankungen aus einem Wechselspiel zwischen Kranken und seiner Umwelt so dass bei Behandlung die Umwelt des Kranken mit einbezogen sollte.

Viele psychische Erkrankungen sind heutzutage gut Dabei können sich Psychotherapie und Psychopharmaka ergänzen. Allerdings ist es immer noch sehr schwer eine gute ambulante oder stationäre zu finden.

Mit der Ätiologie und den spezifischen Krankheitsbildern beschäftigen sich allem die Psychiatrie die Psychoanalyse und die Tiefenpsychologie aber auch ganzheitlich und systemisch orientierte wie etwa die Gestalttheorie . Körperliche Ursachen werden auch in der Neurologie erforscht.

Zwangsbehandlung

Nur in seltenen Fällen ist es Menschen mit psychischen Störungen gegen ihren Willen gegen die eigene Einsicht als "psychisch krank" zu behandeln oder in geschlossenen Anstalten unterzubringen. dafür ist in der Regel eine bestehende oder Fremdgefährdung und eine (krankheitsbedingte) fehlende Einsicht Patienten in die Behandlungnotwendigkeit.

Eine zwangsweise Unterbringung in einer geschlossenen erfolgt entweder als so genannte Maßregel der Besserung und Sicherung nach einer Straftat ( Maßregelvollzug ) als Unterbringung nach dem jeweiligen Unterbringungsgesetz ist je nach Bundesland unterschiedlich gestaltet) oder Beschluss eines Vormundschaftsgerichts (in der Regel in mit der Errichtung einer Betreuung ).

Siehe auch: Liste bekannter Psychologen und Psychotherapeuten - Psychoanalyse - Psychiatrie - Psychologie - Psychologischer Psychotherapeut - Psychosomatik Portal Psychotherapie

Literatur

  • Gregory Bateson et.al. (Hg.): Schizophrenie und Familie. Suhrkamp: Frankfurt am Main. 1984.
  • Gaetano Benedetti: Todeslandschaften der Seele. Psychopathologie Psychodynamik und Psychotherapie Schizophrenie . Vandenhoeck und Ruprecht: Göttingen. 1991. (Anm.: Einstieg empfehlenswert)
  • Klaus Dörner Ursula Plog Christine Teller und Wendt: Irren ist menschlich Lehrbuch der Psychatrie und Psychotherapie Psychiatrie-Verlag ISBN 3884143336 ).
  • Umfassend zum psychoanalytischen Standpunkt: die Werke von Sigmund Freud und Jacques Lacan
  • Gerhard Stemberger (Hg.): Psychische Störungen im Ich-Welt-Verhältnis. Gestalttheorie und psychotherapeutische . Krammer: Wien. 2002. (Anm.: Psychopathologie aus der Gestalttheorie )
  • Arno Gruen: Der Verrat am Selbst. Die Angst vor bei Mann und Frau .dtv. München. 1986

Weblinks


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