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Publius Quinctilius Varus


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Im Jahre 47/46 v. Chr. wurde Publius Quinctilius Varus als Sohn des Quaestoriers Sex. Quinctilius (+ 42 v. Chr.) geboren um 22 Chr. war er Quaestor Augusti in Achaia anschließend wahrscheinlich Augustus auf seiner Orientreise (22/19 Chr.) 13 v. Chr. Consul ordinarius gemeinsam dem späteren Princeps Tiberius ca. 7/6 v. proconsul provinciae Africae 7/6-5/4 v. Chr. legatus pro praetore provinciae Syriae bevor er 7 n. Chr. legatus Augusti pro praetore in wurde. Varus´ dritte Frau Claudia Pulchra war Tochter einer Nichte des Augustus .

Varus diente von 7/6 - 5/4 Chr. als legatus Augusti pro praetore in einer außerordentlich wichtigen „kaiserlichen“ Provinz an der des Imperiums zum Partherreich. Reichhaltige literarische Zeugnisse daß hier Varus mit den besonderen Problemen vorderorientalischen Welt konfrontiert war um deren Lösung sich tatkräftig bemühte. Iosephus schildert ihn während Syrien-Zeit als friedfertigen ruhigen und zurückhaltenden ja behäbigen und bequemen Menschen. Varus´ vielfältige Vermittlungsbemühen der Provinz in Judäa und Rom sprechen ein diplomatisches Geschick. Varus darf als erfahrener und Verwaltungsfachmann gelten der seine menschlichen Schwächen

Im Jahre 9 n. Chr. war ein Mann in vorgerücktem Alter und neigte hier stimmt Velleius mit Iosephus überein - Bequemlichkeit. Dies ist aber nach seinem tragischen gesagt als man im Nachhinein die Schwächen Varus deutlich herausarbeitete die vorher so nicht wurden. Varus war nun ein Mann Mitte fast 15 Jahre älter als während seiner Statthalterschaft.

Varus war ab 7 Statthalter in Germanien .

Varus Porträt und eines seiner authentischen sind unter Hildesheimer Silberfund abgebildet.

Varus´ politischer Auftrag in Germanien lautete

- innerer Ausbau und Neuorganisation des mehrjährigem Krieg wieder unter-worfenen Landes soweit es möglich war und die prekäre Grenzsituation das

- wachsame Defensive nach außen bis Sieg über die aufständischen Pannonier und Dalmater Handlungsfähigkeit gegenüber den Elbgermanen zurückgeben und die die Okkupation Germaniens zu vollenden bieten würde.

Daß gerade eine organisierte zivilisatorische Erschließung dem Ziel der Errichtung einer neuen Provinz einer administrativen Anbindung des Großraumes zwischen Rhein Elbe an die linksrheinische Verwaltung gerade während Pannonischen Aufstandes – d.h. in einer der militärischen Krisen Roms- intendiert war ist nur vorstellbar zumal das genannte Gebiet ja keineswegs vollständig in römischer Hand war .

Aus Gründen der außenpolitischen Sicherheit war wahrscheinlich gezwungen jede innere Unruhe in seinem zu unterbinden und daher im Interesse Roms die Beendigung der internae discordiae bestrebt zu Es sollte nicht erneut geschehen daß – früher bei den Cheruskern (Cass. Dio LV 3) - die Vertreibung der prorömischen Stammespartei nach sich zieht. Dies wird Varus mit bewogen haben die Anzeige des Segestes nicht Anlaß zu nehmen gegen Arminius vorzugehen. Die des Varus wird mit Sicherheit der Beilegung Streitigkeiten zwischen den einzelnen Stämmen gedient haben der Schlichtung von privaten Konflikten einzelner Germanen.

Dem Ziel der Befriedung der einzelnen durch Eindämmung der Fraktions- und Stammeskämpfe Gefolgschaftskriege Abwanderungen dienten feste Regelungen der Stammesverhältnisse die Einsetzung von Stammesautoritäten Truppenstellung Abgaben und Versorgungsleistungen auch Entwaffnungsvorschriften und Kontrolle der öffentlichen Versammlungen des Marktverkehrs umfaßten. Grundsätzlich ging es Varus römische Herrschaft und inneren Frieden durch feste mit den Stämmen bis zur Elbe Aufbau römisch kontrollierten aber von einheimischen Germanen mitgetragenen Infrastruktur Eröffnung eines gewissen Warenverkehrs vor allem um die Bindung der duces und ihrer Interessen an das römische Rang- und Wertesystem.

So sprach Varus tief im Landesinneren regelte die Beitreibung von Abgaben und griff in stammesinterne wie stammesübergreifende Konflikte ein. Das begleitende Heer dürfte nicht nur den für erfolgreiches Verhandeln hilfreichen Druck ausgeübt haben sondern trug darüber hinaus zur Verbesserung der Infrastruktur damit auch der römischen Erschließung des Landes .

Als indirektes Zeugnis der Amtszeit des als legatus Augusti pro praetore der gallischen sind 18 Münzen aus Haltern mit der VAR zu werten: eine Münze der Nemausus I und 17 Asse der ersten Lyoner Bis vor wenigen Jahren waren zwischen Rhein Elbe nur 2 weitere Münzen mit dem VAR als Einzelfunde bekannt.

Neu hinzugekommen auf rechtsgermanischem Gebiet ist Fundplatz Kalkriese . Dort wurden seit 1987 360 Kupfermünzen ausgegraben dabei zu 90% der „Altar I“ (RIC 230) geprägt zwischen 8 3 v. Chr. in Lugdunum. Es tragen 90% der Asse einen Gegenstempel mit den AVC IMP mit Lituus VAR (= P. Varus) und C.VAL (= C. Numonius Vala) In den gleichzeitigen Lagern am Rhein sind dem Stempel VAR kontermarkierte Münzen häufiger vertreten an der Lippe. Die mit einem Gegenstempel Münzen werden in der Regel als Geldgeschenke Varus an die Legionäre gedeutet .

Varus durfte damit rechnen in einem zu operieren in dem es zwar vor Jahren noch Rebellionen niederzuschlagen galt doch in Rom insgesamt seit beinahe zwei Jahrzehnten die Vorgänge weitgehend kontrollierte. Das immensum bellum ("gewaltiger (1-4 n. Chr.) kann kaum als einschneidendes gewertet werden denn in fast allen neueroberten hatte Rom mit vergleichbaren Vorgängen zu tun. Einschränkungen machten sich die Römer sofort daran Gehorsamspflicht und damit römisches Prestige und Autorität Die weitgehende Etablierung der römischen Ordnung zeigt auch daran daß Arminius der zum Anführer Aufstandes gegen Varus wurde Offizier alliierter cheruskischer war und daß andererseits Varus aus germanischen durchaus Andeutungen über bevorstehende Unruhen erhielt . waren die Verhältnisse in Germanien auch weiterhin als Varus das Kommando übernommen hatte. Es auch zum damaligen Zeitpunkt keine flächendeckende römische zwischen Rhein und Weser oder gar bis Elbe .

Varus´ Schaukelpolitik zwischen rivalisierenden Gruppen die vor ihm kräftig in die Haare gerieten sind die Prozesse von denen Velleius Paterculus wurden dem römischen General zum Verhängnis.

Unbestrittenen ist daß Varus für den der drei Legionen als höchster Militär vor die Verantwortung trägt. Unklar ist inwieweit seine Politik auf ihn persönlich oder auf Anweisungen Rom zurückzuführen ist. Fest steht allerdings daß der konkreten Warnung des Segestes - so zumindest Tacitus - Varus keinerlei erkennbaren Vorsichtsmaßnahmen hatte auch nicht diejenigen die im Normalfall wären (Aufklärung und Sicherung der Marschkolonne). Die schätzte Varus sowohl in strategischer wie taktischer falsch ein.

Literatur

  • JAHN Ralf G.: Der Römisch - Krieg (9-16 n. Chr.). Inaugural-Dissertation zur Erlangung Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Bonn 2001.

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