Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 23. September 2019 

Römische Tetrarchie


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Die Römische Tetrarchie (von griechisch τετρα tetra vier und αρχη archä Herrschaft Regierung) war ein Regierungssystem das Kaiser Diokletian 293 im römischen Reich einführte.

Es gab dabei vier Herrscher im jeweils einen Augustus im Westen in Rom und im Osten in Nikomedia der je einen Cäsar adoptierte der dann sein Nachfolger sein Gesetze die ein Augustus oder Caesar erließ für das ganze Imperium.

Dieses System bot einige Vorteile:

  • Auch bei mehreren gleichzeitigen Problemen an entfernten konnte überall jemand im Kaiserrang nach dem sehen.
  • Dadurch dass sich ein Cäsar als Juniorkaiser einarbeiten konnte gab es mehr Stabilität.
  • Wenn ein Augustus im Cäsar einen designierten hatte der bereits an der Macht war es für potentielle Usurpatoren keinen Vorteil den Augustus zu ermorden.

Das System funktionierte in den ersten recht gut. Diokletian als Augustus des Ostens Galerius zum Caesar Maximian der Augustus des Westens adoptierte Konstantius I. Chlorus. Die Arbeitsteilung bewährte sich: Diokletian sich um die Aufstände in Ägypten während Galerius die persische Grenze befriedete Maximian die afrikanische Provinz und Constantius in Britannien für Ordnung sorgte.

304 jedoch wollte Diokletian aus gesundheitlichen Gründen und brachte auch Maximian dazu gleichzeitig abzudanken. beiden neuen Augusti Galerius und Constantius Chlorus dann ihrerseits einen Caesar adoptieren. Am 1. Mai 305 traten Diokletian und Maximinian zurück. Galerius plangemäß Flavius Valerius Severus als Caesar.

Jetzt zeigte sich jedoch eine Schwachstelle System: es hatte außer Acht gelassen dass die Macht vom Vater auf den Sohn war - und sowohl Maximinian als auch Chlorus hatten ehrgeizige Söhne denen das neue nicht zusagte.

Als der Augustus Constantius Chlorus 306 starb kam es zu einigen Wirren: Sohn Konstantin wurde von den Truppen zum Augustus gleichzeitig machte sich Maxentius der Sohn von Maximian in Rom (nicht anerkannten) Augustus.

Erst 308 wurde die Sache wieder geregelt: Galerius Licinius wurden Augusti Konstantin und Maximinus Daia mit neuem Titel filii Augustorum) - immer noch in Rom.

Nach dem Tod von Galerius 311 waren es noch drei: Licinius Konstantin Daia und immer noch Maxentius in Rom.

Licinius und Konstantin verbündeten sich. Licinius 313 Maximinus Daia Konstantin 314 Maxentius (in der Schlacht an der Brücke).

324 kam es zum Kampf zwischen Konstantin Licinius und ab 325 war Konstantin Alleinherrscher.

Kaiser der Tetrarchie

Name Caesar Augustus Bemerkung
Diokletian - 284-305
Osten
Abgedankt
† 317
Maximian - 286-305
305-308
310
Westen
Abgedankt mit zwei Comebacks
Galerius 294-305
Osten
305-311
Osten
† 311
Severus II. 305
Osten
306
Westen
Hingerichtet 307
Constantius I. Chlorus 293-305
Westen
305-306
Westen
† 306
Konstantin I. 306-311
Westen
313-325
Westen
Ab 325 Alleinherrscher
Maximinus II Daia 305-309
Osten
309-313
Westen
† 313
Maxentius - 306-312
Westen
† 314
Domitius Alexander 308-309
Afrika
† 309
Licinius 308
Osten
311-324
Osten
† 325 hingerichtet durch Konstantin
Valens 314
Osten
- † 314 hingerichtet durch Licinius
Martinian 324
Osten
- † 314 hingerichtet durch Konstantin

Siehe auch: Tetrachie



Bücher zum Thema Römische Tetrarchie

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/R%F6mische_Tetrarchie.html">Römische Tetrarchie </a>