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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 18. August 2019 

Rassenhygiene


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Rassenhygiene ist ursprünglich der deutsche Begriff für Eugenik und bezeichnet eine sozialdarwinistisch geprägte Humangenetik die bereits in der Weimarer Republik vertreten wurde.

Der Begriff "Rassenhygiene" wird heute vor mit dem Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten gleichgesetzt und daher nicht mehr verwandt. Rassenhygiene wurde zu einem wichtigen Instrument der Bevölkerungspolitik sie diente den Machthabern als Grundlage Nürnberger Gesetze und schließlich des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms dem ca. 100 000 Kranke und zum Opfer fielen. Auch die Shoah die Vernichtung der europäischen Juden wird im Zusammenhang mit dem rassenhygienischen Programm der gesehen. Die Grenzen zwischen biologischer Eugenik oder ideologischer Rassenhygiene und Antisemitismus lassen sich dabei eindeutig ziehen.

Inhaltsverzeichnis

Ideologische Grundlagen

Der Begriff Rassenhygiene

Der Begriff "Rassenhygiene" stammt von dem Alfred Ploetz der ihn in seinem Buch Die Tüchtigkeit unserer Rasse und der Schutz Schwachen von 1895 erstmals als deutsches Synonym für "Eugenik"

Die deutsche Bezeichnung deutet schon auf stärkere Gewichtung des Rassenbegriffes hin. Während sich Eugenik ursprünglich die "Aufartung" das heißt die gesunder und "hochwertiger" Erbanlagen zum Ziel setzte und es dabei um die " Züchtung " einer besonderen etwa " arischen Rasse " sondern vielmehr um die Entwicklung einer also einer erbgesunden Menschheit ging fiel der einer nordischen " Herrenrasse " besonders in Deutschland auf fruchtbaren Boden. die sich wie der Arzt Wilhelm Schallmayer für einen neutraleren Begriff als den "Rassenhygiene" aussprachen konnten sich nicht durchsetzen.

Man unterscheidet zwischen positiver Eugenik oder also der Verbesserung des Erbgutes durch züchterische Maßnahmen und negativer Rassenhygiene der Beseitigung schlechten Erbgutes aus dem Genpool einer Bevölkerung zugunsten zukünftiger Generationen.

Die Idee der Eugenik bzw. Rassenhygiene weit zurück und ist ein nicht auf beschränktes Phänomen. Ihre Anfänge liegen vor allem England.

Grundlagen

Sozialdarwinismus

Aus Charles Robert Darwins Theorie des "Survival of the Fittest" dem Manchesterliberalismus entstand der Sozialdarwinismus – eine Richtung die Darwins Evolutions - und Selektionstheorie die er 1859 in seinem Hauptwerk On the Origin of Species by Means Natural Selection entwickelt hatte auf die menschliche Gesellschaft

Die rassenhygienische Konsequenz des Sozialdarwinismus war Gedanke dass die natürliche Auslese durch moderne und Sozialfürsorge behindert würde und es zu "Gegenauslese" komme. So äußerte sich Wilhelm Schallmayer "Die Therapeutische Medizin leistet für die Hebung Volksgesundheit ungefähr das was die Armenpflege zur des Volkswohlstandes leistet. Beide tragen zur Vermehrung Hilfsbedürftigen bei. Aus dem Fortschritt der Medizin ist für die Zukunft der Menschen kein zu erhoffen."

Hingegen betont Gisela Bock daß die als eine neuartige Entwicklung verstanden werden muß sich nicht unmittelbar aus dem Sozialdarwinismus und ableiten läßt.

Degenerationstheorien und Züchtungsutopie

Während die klassische Degenerationstheorie die auf Benedict Augustin Morel zurückgeht die Meinung vertritt dass eine "Entartung" sich im Erbgang verschlimmert schließlich zur und damit zum Aussterben der "entarteten Sippe" gingen etliche Eugeniker und Rassenhygieniker davon aus sogenannte "Entartete" sich überdurchschnittlich fortpflanzen. Daraus ergab für sie der Gedanke des künstlichen Eingreifens damit die Möglichkeit eine "hochbegabte Menschenrasse zu wie es bereits 1869 vom britischen Eugeniker Francis Galton formuliert wurde.

Vertreter der Vorstellung einer besonders edlen Rasse" forderten dieses Gedankengut in den Dienst Verbreitung der "nordischen" oder " arischen Rasse " zu stellen. Vorangetrieben wurde die Idee nordischen Übermenschen von Graf Arthur Gobineau und Houston Stewart Chamberlain . Während Gobineau von einer vollkommenen "Urrasse" der "nordischen" "arischen" oder germanischen ausging sah in diesem "Rassentypus" das "Zuchtziel" einer zu "Idealrasse". Auch Alfred Ploetz und ein Großteil der deutschen Rassenhygieniker der "nordischen Rasse" einen besonderen Stellenwert zu standen den Rassentheorien politisch nahe.

Inzwischen weiß man dass solche Züchtungsutopien Grundlage entbehren. Reinrassige Tiere etwa sind oft für Krankheiten. Inzucht führt zu Degeneration und nicht zur und auch gegen Krankheiten wie zum Beispiel Krebs helfen nach heutigem Stand keine Züchtungsversuche.

Entwertung des Menschen bzw. des Individuums

Durch Darwins Theorien war die Vorrangstellung des Menschen der Welt in Frage gestellt worden zusätzlich die Erfahrung des Ersten Weltkrieges in der deutschen Bevölkerung zu einer geführt. Nach 1918 vor allem als Folge der deutschen und der deutschen Verluste aber auch wegen starken Altersverschiebung – Abnahme der jungen Zunahme älteren Menschen – wuchs das Bestreben sich den sogenannten "Leistungsschwachen" zu befreien. Gedanken der zwischen den vielen Toten an der Front den vielen Kranken und Behinderten die zu "hochgepäppelt" wurden kamen auf. Menschen waren im zu Material zur Verteidigung des Vaterlandes geworden nun sollten die Ansprüche des Individuums vor denen des "Rassewohls" zurückstehen.

Der Begriff der "Menschenökonomie" war bereits des Jahrhunderts aufgekommen. Es wurde die Frage dem Nutzen und den Kosten des Einzelnen die Gesellschaft gestellt. "Was kosten die schlechten den Staat und die Gesellschaft?" fragte 1911 ein Preisausschreiben. Durch die Finanzkrise des Gesundheitswesens 1928 / 29 wurden die Diskussion um den Wert Menschen und auch die Euthanasiedebatte weiter angeheizt.

Euthanasiedebatte

Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes " Euthanasie " im Griechischen "schöner Tod" erfuhr über Jahrhunderte hinweg einen Bedeutungswandel (siehe: Geschichte der Euthanasie ) Schon vor 1933 wurde der Begriff mit der "Vernichtung Lebens" in Zusammenhang gebracht. Im Konversationslexikon von 1920 findet sich z.B. unter dem Lemma die Bedeutung "schmerzloses Töten".

Ebenfalls im Jahr 1920 erschien die Schrift Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens von Karl Binding und Alfred Hoche die über die medizinischen Fachkreise hinaus starke Wirkung auch auf Juristen und eine Öffentlichkeit ausübte. Und bereits 1929 erklärte Hitler auf dem Reichsparteitag in Nürnberg : "[...] würde Deutschland jährlich eine Million bekommen und 700 000 bis 800 000 Schwächsten beseitigt dann würde am Ende das vielleicht sogar eine Kräftesteigerung sein."

Ausrichtungen der Rassenhygiene

Die Summe dieser Ideen wurde zur Die Rassenhygieniker bilden dabei keine homogene Gruppe neben Vertretern der negativen Eugenik ("Ausmerze") gab es auch solche der ("Auslese") wobei jedoch im Verlauf der Debatte negative Element also Rassenhygiene durch Sterilisation Abtreibung und Abtötung von Menschen sich immer durchsetzte. Gemein war den Rassenhygienikern der darwinistische Gedanke einer natürlichen Auslese wobei einige der waren in diesen Prozess dürfe im Sinne " laissez-faire "-Prinzips nicht eingegriffen werden andere wiederum glaubten Eingreifen im sozialen und medizinischen Sinne sei und Sinn der Zivilisation und die ausschlaggebende Meinung endlich besagte müsse z.B. durch Asylierung Sterilisierung und Euthanasie den natürlichen Prozess unterstützen. "Erbuntüchtige" Menschen dabei Behinderte und Kranke Alkoholiker "moralisch nicht einwandfreie" Menschen wie etwa unehelicher Kinder Minderbegabte oder einfach Sozialschwache sein. verbreitet in der rassenhygienischen Diskussion war auch Gedanke einer besonders wertvollen "nordischen Rasse" hier sich rassistisches Gedankengut und Rassenhygiene: "Fremdrassige" wurden als Bedrohung die Reinheit der eigenen "Rasse" gesehen.

Die Rassenhygiene selbst verstand sich als Gesellschaftswissenschaft auf naturwissenschaftlicher Basis und wurde als solche auch den Zeitgenossen aufgenommen. Während anfangs die rassenhygienischen in kleinen elitären Zirkeln kursierten erreichten sie dem Ersten Weltkrieg ein breites Publikum und breite Akzeptanz.

Politisch lässt sich die Rassenhygiene zumindest ihren Anfängen keinem Lager zuordnen. Auch Sozialdemokraten waren durchaus offen für das progressive der Eugenik ebenso wurden Maßnahmen im Sinne Rassenhygiene von Kirchen unterstützt. Zunehmend rückte die jedoch Richtung konservative Rechte auch weil die der Gesellschaft" unter anderem sozialen Einrichtungen wie staatlichen Wohlfahrt oder der Sozialversicherungsgesetzgebung zugesprochen wurde. Bekämpfung der Tuberkulose als einer typischen "Proletarierkrankheit" wurde von Rassenhygiene als "staatssozialistischer Irrweg" bezeichnet.

Die Forderungen der Rassenhygieniker an die reichten von der Asylierung erbuntüchtiger Menschen über und Sterilisation bis hin zur Euthanasie wobei dem Ersten Weltkrieg das Konzept der Asylierung Vorstellung einer "ausmerzenden Erbpflege" prägte während in Jahren zwischen den Kriegen das Sterilisierungskonzept in Mittelpunkt rückte. Die Befürworter der Kindstötung als erbpflegerische Maßnahme bildeten eine Minderheit. Forderung nach einer Freigabe der "Vernichtung lebensunwerten also der Euthanasie an unheilbar Kranken wurde seit 1920 von vielen Rassenhygienikern gestellt und zum Paradigma.

Politische Implementierung der Rassenhygiene vor 1933

Den Anstoß der rassenhygienischen Diskussion in gab vermutlich ein Preisausschreiben von 1900 das vom Industriellen Friedrich Alfred Krupp ausging. Darin wurden Aufsätze zur Beantwortung Frage "Was lernen wir aus den Prinzipien Deszendenztheorie in Beziehung auf die innenpolitische Entwicklung Gesetzgebung des Staates?" angefordert. Wilhelm Schallmayer reichte seine bislang erfolglose Schrift Über die drohende körperliche Entartung der Kulturmenschheit die Verstaatlichung des ärztlichen Standes ein und gewann. Durch das Preisausschreiben verschiedene Eugeniker miteinander in Kontakt die wissenschaftliche nahm Notiz es kam zu einem Publikationsschub.

1905 wurde die europaweit erste Gesellschaft für unter anderem von Alfred Ploetz gegründet: die "Berliner Gesellschaft für Rassenhygiene". 1910 entstand die "Deutsche Gesellschaft für Rassenhygiene". waren zum Beispiel Eugen Fischer und Fritz Lenz deren Buch Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene später in Hitlers Mein Kampf seinen Niederschlag finden sollte.

Inzwischen waren auch in Schweden England und den USA Gesellschaften entstanden und 1908 hatte Francis Galton die internationale Gesellschaft "Eugenics Education Society" Leben gerufen deren deutscher Vertreter Ploetz war.

Durch weitere Preisausschreiben öffentliche Vorträge und Auftreten auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden 1911 gewann die Idee der Rassenhygiene das der Öffentlichkeit und Einfluss auf andere wissenschaftliche wie etwa die Medizin und Kriminologie . 1913 wurde die "Deutsche Gesellschaft für Rassenhygiene" die medizinische Hauptgruppe der "Gesellschaft deutscher Naturforscher Ärzte" aufgenommen. Durch das im Ersten Weltkrieg geweckte Interesse für Bevölkerungspolitik hielt die nun auch Einzug in staatliche Institutionen. 1923 wurde mit Fritz Lenz ‘ Berufung an die Universität München erstmals ein Lehrstuhl für Rassehygiene besetzt. mehr mischten Rassenhygieniker nun auch beratend in Politik mit so wurde z.B. 1929 ein Reichsausschuss für Bevölkerungsfragen gegründet.

1925 hatte die "Deutsche Gesellschaft für Rassenhygiene" bekommen der "Deutsche Bund für Volksaufartung und trat aufs Parkett. Seine Zielsetzung war die "in ganz populärer für jedermann verständlicher Form Pflegen und verbreiten". Zunehmend kamen in den auch Ideen eines "Nordischen Übermenschen" zum tragen der "Berliner Gesellschaft" wurde vorgeworfen sie sei Juden unterwandert. Zwar konnte sich 1929 bei Wahlen zum Vorstand der "Gesellschaft für Rassenhygiene" gemäßigte Linie durchsetzen man vereinigte sich mit "Bund für Volksaufartung" und wollte mit der in "Deutsche Gesellschaft für Rassenhygiene (Eugenik)" auch rassistische Komponente eliminieren doch nach der sogenannten der Nationalsozialisten wurde die Führung ausgetauscht und wurden Prioritäten neu definiert.

Ausgewählte Vordenker und Vertreter der Rassenhygiene in

Ernst Haeckel (1834-1919)

Ein wichtiger Vordenker der Rassenhygiene ist Zoologe Ernst Haeckel . Er vertrat die Meinung dass "die [...] größtenteils durch natürliche Züchtung erklärbar [sei] es daneben aber auch künstliche Züchtung" gebe. Als Beispiel nennt er Spartaner die schwächliche kranke oder missgebildete Neugeborene "Gewiss verdankt das Volk von Sparta dieser künstlichen Auslese oder Züchtung zum Teil seinen seltenen Grad an männlicher Kraft rauer Heldentugend." Dieser Vergleich sollte später von Rassenhygienikern und auch von Hitler aufgegriffen werden. war Mitinitiator des Kruppschen Preisausschreibens.

Alfred Ploetz (1860-1940)

Der Arzt Alfred Ploetz ist der Schöpfer des Begriffes "Rassenhygiene". entwarf in seinem Buch Die Tüchtigkeit unserer Rasse und der Schutz Schwachen ( 1895 ) das Bild einer Gesellschaft in der rassenhygienischen Ideen zur Anwendung kommen – Prüfungen moralischen und intellektuellen Fähigkeiten entscheiden über Heiratsmöglichkeiten die erlaubte Kinderzahl und können auch ein der Fortpflanzung nach sich ziehen. Unerlaubt gezeugte werden abgetrieben Kranke und Schwache Zwillinge und deren Eltern nach Ploetz Ansicht zu alt jung sind werden "ausgemerzt". Ob Ploetz dies Warnung beschreibt oder als gewünschten Zustand ist eindeutig. Bereits bei Ploetz wird der "nordischen ein besonderer Stellenwert eingeräumt.

Alfred Erich Hoche (1865-1934) und Karl Binding

Der Freiburger Psychiater Alfred Hoche veröffentlichte gemeinsam mit dem Strafrechtler Karl Binding im Jahr 1920 die Schrift Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens in der sich bereits viele spätere NS -Begriffe wie "Ballastexistenzen" "geistig Tote" usw. fanden. für die Argumentation der beiden Autoren waren erster Linie wirtschaftliche Gründe: Das Deutsche Reich könne es sich nicht mehr leisten durchzufüttern. Besonders Hoche wurde von den Nationalsozialisten als "verdienter Vorkämpfer" der Euthanasie geschätzt. Zwar lehnte er die Tötung Kranken bei denen noch Hoffnung auf Heilung ab "aber wir werden vielleicht eines Tages der Auffassung heranreifen dass die Beseitigung der völlig Toten kein Verbrechen keine unmoralische Handlung gefühlsmäßige Rohheit sondern einen erlaubten nützlichen Akt

Fritz Lenz (1887-1976)

Fritz Lenz verfasste gemeinsam mit Erwin Baur und Eugen Fischer das Buch Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene dessen von Lenz verfasster 2. Band Menschliche Auslese und Rassenhygiene später in Mein Kampf mit einfloss. Lenz trat offen für negative Eugenik in Form von Abtreibung und Sterilisation ein. Er war der erste Inhaber Lehrstuhls für Rassenhygiene.

Rassenhygiene und Hitlers Mein Kampf

Hitler hatte sich während seiner Festungshaft in Landsberg am Lech intensiv mit der Rassenhygiene beschäftigt. Eines Bücher die er in dieser Zeit las der 2. Band der Grundrisse der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene von Baur Fischer und Lenz der von Fritz Lenz verfasste Teil Menschliche Auslese und Rassenhygiene . Etliche Ideen dieses Werkes gingen in Mein Kampf ein einige Passagen sind fast wörtlich

In Mein Kampf geht Hitler mehrfach sehr detailliert auf Thema "Rassenhygiene" ein und lässt keinen Zweifel dass er ein rigoroses antinatalistisches Programm durchführen "Er [der Staat] muß dafür Sorge tragen nur wer gesund ist Kinder zeugt daß nur eine Schande gibt: bei eigener Krankheit eigenen Mängeln dennoch Kinder in die Welt setzen [...]." Von Euthanasie ist in Meine Kampf keine Rede.

Realgeschichte der Rassenhygiene im Nationalsozialismus

Bevölkerungspolitik der Nationalsozialisten

Bis 1933 verlief der Prozess der politischen Implementierung rassenhygienischen Programms in Deutschland in den selben wie in anderen westeuropäischen Staaten. Mit der "Machtergreifung" setzte jedoch ein Radikalisierungsprozess ein. Die hatte den Boden geebnet für die Bevölkerungspolitik Nationalsozialisten .

Der NS-Staat war an einer quantitativen auch qualitativen Bevölkerungspolitik interessiert. Diese umfasste einerseits andererseits antinatalistische Maßnahmen um Art und Umfang Bevölkerung gemäß der NS-Rassenlehre zu steuern. Neben Förderung des "erbgesunden" und " arischen " Nachwuchses sollte die Anzahl der vom Nationalsozialismus als erbkrank und nicht-arisch definierten Menschen "Ausmerzung" Sterilisation und Verfolgung vermindert werden. Zu diesem wurden Gesetze erlassen und Behörden geschaffen wie Beispiel die Erbgesundheitsgerichte oder die "Rassenhygienische und Forschungsstelle".

Vergleich der täglichen Lebenshaltungskosten für einen Erbkranken eine erbgesunde Familie - aus der Dia-Serie und Boden".

Bereits seit 1933 sollte ein intensives Propagandaprogramm für Akzeptanz der Bevölkerung bezüglich der rassenhygienischen Maßnahmen sorgen. Vorträgen und Schulungen in Krankenhäusern und psychiatrischen die Ärzte und Pflegepersonal für die neuen gewinnen und vorbereiten sollten wurde die Bevölkerung Einsatz sämtlicher zur Verfügung stehender Medien zu versucht. In Filmen wie "Erbkrank" und "Opfer Vergangenheit" wurden Kranke mit Mördern in einen geworfen und Behauptungen wie: "Das jüdische Volk einen besonders hohen Hundertsatz an Geisteskranken" aufgestellt. Zeitschriften Plakate Kalender bei Kundgebungen und im wurde rassenhygienisches Gedankengut beworben. Insgesamt blieb die Bevölkerung aber skeptisch war sie doch – als bei der Politik gegen Juden – selbst potentielles Opfer.

Pronatalistische Politik

Die Zwischenkriegszeit war von Geburtenstagnation und Überalterung der Deutschen geprägt. Vor 1910 waren stets über 30 Geburten auf Einwohner gekommen - seit 1926 weniger als 20. Die Nationalsozialisten wollten durch eine pronatalistische Politik den in den Griff bekommen und die "Gebärleistung" deutschen Frau steigern. Dabei waren nur Kinder wertvoller" Frauen erwünscht. Die Fortpflanzung jener 20-30 der deutschen Bevölkerung die nach strengen rassenhygienischen als "minderwertig" galten sollte dagegen verhindert werden. regelten dass nicht jede Frau heiraten durfte besonders strenge Maßstäbe für die Ehepartnerinnen von und SS -Angehörigen angelegt wurden.

"Lebensborn" und Abtreibungsverbot

1935 gründete Heinrich Himmler die Lebensborn e. V. die sich zur Aufgabe machte "den in der SS zu unterstützen jede Mutter guten Blutes schützen und zu betreuen und für hilfsbedürftige und Kinder guten Blutes zu sorgen". "Lebensborn" unverheirateten "wertvollen" Frauen die materielle Möglichkeit ihre auszutragen und bot ihnen so eine Alternative Abtreibung . Zu den ersten Gesetzen die das Regime erließ gehörte die Wiedereinführung der §§ und 220 des Strafgesetzbuches die Abtreibungen wieder stärker unter Strafe Waren vor 1933 Abtreibungen vorwiegend mit Geld- und Gefängnisstrafen weniger als drei Monaten geahndet worden so unter der NS-Herrschaft der Anteil der höheren deutlich zu.

Zugleich wurde der Zugang zu Verhütungsmitteln erschwert. Frauen "guten Blutes" sollten Schwangerschaften künftig weder verhindern noch unterbrechen können. von Jüdinnen oder anderen "unerwünschten" Gruppen durften ohne Angabe von Gründen abgetrieben werden.

Kindergeld und Ehestandsdarlehen

Neben repressiven Maßnahmen setzte das Regime finanzielle Anreize um "rassisch wertvolle" Frauen zur Reproduktion zu bewegen. Kinderreiche Ehepaare wurden steuerlich und finanziell unterstützt. Seit 1936 erhielten Arbeiter- und Angestelltenfamilien deren Monatseinkommen 185 RM lag für das fünfte und jedes Kind 10 RM monatlich. Zwei Jahre später dieses Kindergeld bereits für das dritte und vierte bereitgestellt.

Einen weiteren Anreiz stellte das Angebot Ehestandsdarlehens dar. Seit 1933 konnten Heiratswillige die den rassischen und Qualitätsanforderungen genügten ein Darlehen in Höhe von zu 1000 RM beanspruchen. Neben der Erleichterung Eheschließungen und Haushaltsgründungen sollte das Darlehen auch mehr Kinder pro Ehe sorgen: Die Darlehensschuld sich pro Kind um ein Viertel und nach vier Geburten als "abgekindert".

Propaganda und "Mutterkreuz"

Über repressive und finanzielle Maßnahmen hinaus eine wohlinszenierte Propaganda dafür sorgen dass Frauen wichtigsten staatsbürgerlichen Aufgabe Kinder zu gebären und gerecht wurden. Immer wieder betonten führende Politiker Kind das eine Frau zur Welt bringe "eine Schlacht die sie besteht für das oder Nichtsein ihres Volkes". Mutterschaft galt nicht als Privatsache sondern wurde in den Dienst rassenhygienischen Politik gestellt. Ihr politischer Wert wurde eine Vielzahl öffentlicher Zeremonien unterstrichen. So feierte Dritte Reich den Muttertag als nationales Fest mit offiziellen Ehrungen Mütter und Reden und Geschenken. Am Muttertag 1939 verlieh der Staat etwa drei Millionen das "Ehrenkreuz der deutschen Mutter".

Erfolg der pronatalistischen Politik

Tatsächlich stieg die Geburtenrate: 1939 lag sie mit 20 4 Geburten 1000 Einwohner um mehr als fünf Punkte als 1932 und hatte fast wieder das Niveau 1924 erreicht. Ob dieser Anstieg allerdings wirklich die nationalsozialistischen Geburtensteigerungsmaßnahmen zurückging ist fraglich. Dass in fünf Jahren nach 1933 mehr Kinder geboren wurden als in entsprechenden Zeit zuvor bedeutete nicht etwa dass Kinderzahl pro Ehe stieg. Alle Bemühungen die zur Zwei-Kinder-Familie aufzuhalten scheiterten. In den 1920 geschlossenen Ehen kamen durchschnittlich 2 3 zur Welt in den 1930 und 1940 geschlossenen jedoch nur noch 2 2 1 8 Kinder. Die durchschnittliche Haushalts- und schrumpfte auch im Dritten Reich weiter. Ehepaare ließen sich offensichtlich weder Abtreibungsverbot noch Kindergeld oder Ehestandsdarlehen davon abhalten die Zahl Nachwuchses klein zu halten.

Antinatalistische Politik und „negative“ Eugenik

Stärker als auf die positiven eugenischen legten die Nationalsozialisten Gewicht auf die Ausschaltung des schlechten Erbgutes . Die Grundlagen für das Vorgehen gegen Genträger finden sich bereits in der rassenhygienischen vor 1933 . Bei der "negativen" Eugenik werden die gegenseitige Beeinflussung und das der Zusammenarbeit zwischen Rassenhygiene und Nationalsozialismus besonders deutlich. Die erbmedizinische Rassenhygiene mischte dabei mit anthropologischen Rassentheorien .

Opfer der Rassenhygiene

Die Opfer der Rassenhygiene waren physisch und besonders geistig behinderte Menschen sogenannte " Asoziale " und "Fremdrassige". Die Grenzen zwischen diesen sind teilweise nicht eindeutig.

Physisch psychisch und geistig Behinderte
Besonders stark betroffen von der "Aufartungspolitik" Nationalsozialisten waren physisch psychisch und geistig behinderte Ihre Krankheit konnte für sie Sterilisation Misshandlung durch Vernachlässigung und medizinische Versuche sowie Euthanasie bedeuten. Aber auch Behinderte außerhalb der waren nicht sicher vor der nationalsozialistischen Politik. Begriff von geistig und seelisch Kranken in NS -Zeit war sehr weit gefasst. Das Zeugnis Nachbarn und Polizisten familiäre Hintergründe der Schulabschluss dubiose Fragebögen in denen vor allem Kulturwissen wurde konnten zur Einordnung als "Schwachsinnige(r)" und zur Sterilisation führen. Außerdem gab es die der "moralischen Schwachsinnigkeit" was bedeutete dass der Subjektivität alle Türen offen standen. Der Übergang "schwachsinnig" zu "asozial" war fließend.

"Asoziale"
Als "asozial" galten sämtliche als minderwertig Menschen aus den sozialen Unterschichten die nicht ungenügend arbeiteten bzw. unangepasst lebten. Darunter fielen Bettler Landstreicher Homosexuelle Prostituierte Zuhälter arbeitsunwillige Fürsorgeempfänger Alkoholiker und deklassierte Unterschichtsfamilien aber auch sexuell Frauen und Personen die Unterhaltsverpflichtungen vernachlässigten. Sinti und Roma galten ebenso als " Asoziale ". Wie die sogenannten "Schwachsinnigen" wurden "Asoziale" "Trinkerlisten" und "Sippenakten" Homosexuelle in "rosa Listen" Die sogenannten "Asozialen" waren besonders von Eheverboten der Sterilisations- und Asylierungspolitik betroffen. "Asoziale" Männer in Konzentrationslagern "Asozialenkolonien" oder "Arbeitserziehungslagern" zu Zwangsarbeit gezwungen etliche fielen der "Vernichtung durch zum Opfer.

"Fremdrassige"
In Mein Kampf formulierte Hitler vor allem zwei Ziele: Die Vernichtung Juden und die Schaffung neuen Lebensraumes. Auch spielt das Gedankengut der Rassenhygiene eine Rolle. wurden als Bedrohung der eigenen " Herrenrasse " dargestellt als minderwertig gar lebensunwert. Allerdings die Rassenhygiene hier wohl eher als Vorwand eine rassistisch und antisemitisch motivierte Vernichtungspolitik her. Juden so Hitler seien unfähig einen lebensfähigen zu bilden und versuchten deshalb sich mit höheren Völkern" zu verbinden um sie dann "versklaven". Sie ignorierten die Wertunterschiede zwischen den Rassen und die Notwendigkeit des Lebenskampfes zwischen Völkern; woraus er ableitete dass das deutsche als "rassisch wertvolles" die Aufgabe habe die zu bekämpfen und den Lebenskampf zwischen den wieder zu aktivieren. Bei den Roma und Sinti die eigentlich als "Rasse" den Ariern zuzuordnen sind die aber als "geborene mit einer Neigung zu "sozialem Schwachsinn" bezeichnet lässt sich die soziale nicht von der Verfolgung trennen sie galten als "asoziale Rasse". Juden und " Zigeunern " gehörten auch Osteuropäer Schwarze Araber usw. zu den "Fremdrassigen". Ehen mit waren verboten Kinder aus Mischehen konnten abgetrieben ebenso waren die "Fremdrassigen" besonders die sesshaften und Roma vom Sterilisationsgesetz betroffen umherziehende Sinti Roma wurden bei den Razzien von 1938 in Arbeitslager verbracht ebenso wie straffällig gewordene Juden. allem jüdische Menschen aber auch viele Sinti Roma starben in den Konzentrationslagern .

Abtreibung Eheverbot und "Rassenschande"

Während die Nationalsozialisten "rassisch wertvolle" Frauen dazu aufforderten dem Vaterland Kinder zu schenken wurden Frauen die rassischen sozialen und politischen Ansprüchen der NS -Rassenhygieniker nicht genügten daran gehindert Kinder in Welt zu setzen. Bereits vor Inkrafttreten des zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" wurde die Abtreibung aus eugenischer Indikation freigegeben. Anfangs war bei Abtreibungen Zustimmung der Schwangeren nötig später mit dem des Krieges wurden besonders bei polnischen und Zwangsarbeiterinnen Abtreibungen gegen deren Willen durchgeführt.

Seit 1935 mussten Heiratswillige eine Gesundheitsprüfung ablegen. Ohne Vorlage eines amtlichen Ehegesundheitszeugnisses durfte kein Standesbeamter Eheschließung vornehmen. Die Praxis sah allerdings anders die Gesundheitsämter waren nicht in der Lage Paare die das Aufgebot bestellten zu untersuchen dass sich die Untersuchungen auf "Verdachtsfälle" beschränkten.

Am 15. September 1935 wurden die Nürnberger Gesetze "zum Schutz des deutschen Blutes und deutschen Ehre" erlassen die Ehen zwischen Juden "Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes" verboten. Ebenfalls wurde die Ehe "guter Deutscher" mit Farbigen " Zigeunern ". Übertretungen dieser Verbote wurden mit Gefängnis Die schon vor 1933 erhobene Forderung "Rassenschande" unter Strafe zu führte vor allem in den Jahren 1934 /35 zu Pogromen gegen jüdische "Rassenschänder". Das Blutschutzgesetz und Erlass des Geheimen Staatspolizeiamtes vom 18. September 1935 ermöglichten die richterliche Handhabe und staatliche Der §5 2 des Blutschutzgesetzes der eine von Frauen ausschloss wurde von Gerichten und Gestapo umgangen indem Frauen wegen Meineides oder Begünstigung angeklagt und vor allem Frauen von der Gestapo in KZs eingewiesen wurden.

Rassenhygiene durch Sterilisation

Das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" 1933 betraf Anstaltsinsassen kranke behinderte und für erklärte Menschen besonders aus ärmlichen Verhältnissen (und allem aus Bezirken die in der Weimarer Republik die Kommunisten gewählt hatten so Michael Burleigh in Die Zeit des Nationalsozialismus ) " Asoziale " und Menschen in deren Familie psychische Krankheiten vorkamen und konnte für diese die Sterilisation bedeuten. Es wurde eine Meldepflicht für eingeführt d. h. mögliche Erbdefekte mussten bei Gesundheitsämtern angezeigt werden. Der Hausarzt sollte ein "Hüter am Erbstrom der sein. Die Entscheidung ob eine Person sterilisiert sollte lag bei den insgesamt 225 neu Erbgesundheitsgerichten denen 18 Erbgesundheitsobergerichte als Berufungsinstanz übergeordnet waren und die auch ohne und in Abwesenheit des Betroffenen nur auf eines Antrages eine Sterilisation anordnen konnten.

Bis 1939 waren innerhalb des "Altreichs" schätzungsweise 200 bis 350 000 Menschen sterilisiert worden; insgesamt man mehr als einer halben Million Opfern Maßnahme. Das bedeutet dass knapp ein Prozent Deutschen unfruchtbar gemacht wurden. Rund 5000 Menschen vor allem Frauen – starben in Folge Komplikationen während der Operation viele – auch besonders Frauen – begingen Suizid oder erlitten dauerhafte Traumatisierungen .

Rassenhygiene durch Isolation

Neben der Sterilisation verfolgten die Nationalsozialisten die Politik der Isolierung und griffen damit wieder eine Forderung Rassenhygieniker auf. Neben Juden und politischen Häftlingen wurden auch Obdachlose Bettler und die sogenannten "Arbeitsscheuen" in Konzentrationslager deportiert. Als Wohnungsloser musste man ein als Pflichtausweis bei sich führen in dem und Unterkünfte festgehalten wurden – besaß man solches Buch nicht konnte man verhaftet werden. der ersten "Bettlerrazzia" vom 18. bis zum 25. September 1933 griffen Polizei und SA mehrere zehntausend Wohnungslose auf. Da die nicht ausreichten wurden viele wieder frei gelassen wurden in regionale Arbeitslager verbracht. Nach dieser Razzia blieb das Vorgehen gegen " Asoziale " bis 1938 weitestgehend in den Händen lokaler und Körperschaften .

Im Jahr 1938 kam es wieder zu landesweiten Razzien. Ausführenden wurden dazu angehalten vor allem arbeitsfähige zu verhaften. Zwischen dem 21. und dem 30. April verhaftete die Gestapo etwa 2000 "Arbeitsscheue". Im Sommer 1938 gab Reinhard Heydrich der Kriminalpolizei den Auftrag in jedem mindestens 200 "Asoziale" zu verhaften mit der dass "das Verbrechertum im Asozialen seine Wurzeln und auf Grundlage des Erlasses zur "Vorbeugenden durch die Polizei" vom 14. Dezember 1937 . Am 13. Juni startete die Aktion " Arbeitsscheu Reich "; die Mindestzahl von 200 wurde meistens überschritten und zehntausend "Asoziale" wurden zur Zwangsarbeit in Konzentrationslager verbracht.

An der Aktion "Arbeitsscheu Reich" erkennt dass der rassenhygienische Ansatz zugunsten ökonomischer Überlegungen den Hintergrund trat. Für die Kriegsvorbereitung wurden benötigt und die Rassenhygiene bot den passenden um Tausende von arbeitsfähigen Männern zu versklaven.

Rassenhygiene durch Vernichtung

Von der Vernichtungspolitik waren besonders die "Fremdrassigen" betroffen hier vermischt sich jedoch Rassenhygiene Rassismus und Antisemitismus. Unter dem Titel " Endlösung der Judenfrage " wurden bis zum Ende des Krieges sechs Millionen Juden in Konzentrationslagern durch Massaker und systematische Exekutionen ermordet. Ebenso erging es ca. 250 Sinti und Roma .

Der Mord an den psychisch kranken geht auf das rassenhygienische Gedankengut gepaart mit Überlegungen zurück. Die drastische Herabsetzung der Ausgaben Fürsorgebereich bedeutete besonders für die Heil- und starke Einschränkungen. In Hessen zum Beispiel sank der tägliche Verpflegungssatz unter 40 Pfennig eine Summe von der einen erwachsenen Menschen nicht ernähren konnte. Viele verhungerten noch bevor die eigentliche Euthanasie begann. Die in Anstalten untergebrachten Kranken systematisch vernachlässigt und durch Nahrungsentzug medizinische Versuche Euthanasie getötet. Aber auch Kranke die von Familien gepflegt wurden sollten vernichtet werden. Die Ärzte und Fürsorger wurden angewiesen Einweisungen zu

Kinder-Euthanasie
Am 18. August 1939 zwei Wochen vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden Hebammen Geburtshelfer und Ärzte mit Erlass aufgefordert behinderte Neugeborene zu melden – galt rückwirkend auch für Kinder bis zu Jahren. Die Euthanasie begann gleich nach Kriegsbeginn mit der dieser geisteskranken Kinder. Die "ärztlichen Gutachten" die Leben und Tod der Kinder entschieden wurden Ärzten erstellt die die Kinder teilweise gar zu Gesicht bekamen; der Leiter der Anstalt bearbeitete beispielsweise 2000 Meldebogen neben seiner normalen innerhalb von drei Wochen. Zur Tötung wurde Überdosis des Medikamentes "Luminal" verabreicht in Eglfing-Haar man Kleinkinder aber auch langsam verhungern. Als führte man an das Ausland könne an offensichtlichen Tötung durch Gift Anstoß nehmen.

Später - im Rahmen der " Aktion T4 " - wurden die Kinder in Gaskammern ermordet. Hierunter waren nun auch Jugendliche und Zigeunerkinder" sowie schwererziehbare Kinder. Die Zustimmung Eltern die offiziell Voraussetzung für die Tötung Kinder war wurde oft auf sehr zweifelhafte eingeholt oft wussten die Eltern nicht was Kinder erwartete. Die Bezeichnungen "Kinderfachabteilungen" bzw. später sollten bewusst vertuschen dass Kinder hier durch und Gas ermordet oder zu Tode gequält Die Totenscheine bescheinigten eine natürliche Todesursache. Die der zwischen 1939 und 1945 ermordeten Kinder wird auf mindestens 5000

"Die Aktion T4"
Bald nach Einführung der Kinder-Euthanasie begann Euthanasie an Erwachsenen. Hitlers "Ermächtigungs"-Schreiben erging im 1939 wurde aber auf den 1. September 1939 zurückdatiert um die "Sachzwänge" des Krieges Spiel zu bringen. Es verfügte "daß nach Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres der Gnadentod gewährt werden kann". " T4 " wurde zur Tarnbezeichnung für den daraufhin Massenmord an etwa 120 000 Geisteskranken und Die zur Euthanasie bestimmten Patienten wurden verlegt in besonderen Anstalten durch Injektionen und mit Medikamenten getötet. Ab Anfang 1940 folgte die massenhafte Ermordung in Gaskammern . 1941 wurde die Aktion T4 wegen kirchlichen Widerstands insbesondere der Predigten des Bischofs Clemens August Graf von Galen offiziell abgebrochen. Tatsächlich aber wurde die von Behinderten und Geisteskranken als sogenannte "wilde bis zum Kriegsende fortgeführt. Viele Pflegeheimbewohner wurden durch systematischen Nahrungsentzug und Gabe von sedierenden getötet.

siehe hierzu den Hauptartikel Aktion T4

Der Mord an jüdischen Anstaltsinsassen
Während es für arische Anstaltsinsassen noch ansatzweise Untersuchungen gab bevor für die Euthanasie bestimmt wurden machten die Ärzte sich "Mühe" bei jüdischen Kranken nicht. So schreibt KZ -Arzt Friedrich Mennecke am 25. November 1941 an seine Frau: "Danach untersuchten wir bis 16 Uhr und zwar ich 105 [...]. Als zweite Portion folgte[n] nun insgesamt Juden die sämtlich nicht erst ’untersucht’ werden Punkt 17 [Uhr]’warfen wir die Kelle weg’ gingen zum Abendessen." Sämtliche jüdische Anstaltsinsassen fielen Mordaktionen zum Opfer.

Es gibt zahlreiche Verknüpfungspunkte zwischen der Endlösung der Judenfrage " und den Krankenmorden die Nationalsozialisten setzten die selbe "Tötungstechnologie" und das Personal ein. Die Historiker Martin Broszat und Mommsen gehen sogar davon aus dass ohne perfekte Mordmaschinerie der Euthanasie die Shoah nicht in dem Maße stattgefunden hätte es schließlich der Fall war.

Entwicklung nach 1945

Die Praxis Sterilisationen gegen oder ohne Willen der Betroffenen durchzuführen ist indes kein des Nationalsozialismus. In den 1970er -Jahren wurden in den USA Dutzende von indianischen Frauen gegen deren Willen sterilisiert. In Schweden wurden zwischen 1935 und 1976 an über 60.000 Personen Sterilisationen aus Gründen vorgenommen. In der Schweiz wurden bis 1977 Zwangssterilisationen vorgenommen. Auch Finnland und Frankreich sind entsprechende Fälle bis in die Jahre vorgekommen.

Literatur und Internetlinks

  • Bock Gisela Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Studien zur Frauenpolitik und Opladen 1986.
  • Rassenpolitik und Geschlechterpolitik im Nationalsozialismus in: Geschichte und Gesellschaft 19. Jahrgang / Heft 3 hrsg. Gisela Bock Göttingen 1993.
  • Kaiser Jochen-Christoph / Nowak Kurt / Michael Eugenik. Sterilisation. "Euthanasie": Politische Biologie in Deutschland Eine Dokumentation Berlin 1992.
  • Klee Ernst "Euthanasie" im NS-Staat. Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens" Frankfurt 1983.
  • – (Hg.) Dokumente zur Euthanasie Frankfurt 1985.
  • Ley Michael "Zum Schutze des deutschen Blutes ..." – im Nationalsozialismus hrsg. v. Institut für Geschichte der in Österreich [St. Pölten] Bodenheim b. Mainz
  • Scherer Klaus "Asoziale" im Dritten Reich – Die vergessenen Münster 1990.
  • Schmuhl Hans-Walter Rassenhygiene Nationalsozialismus Euthanasie: von der Verhütung zur lebensunwerten Lebens; 1890-1945 Göttingen 1987 [Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 75 hrsg. v. Helmut Berding Jürgen Kocka Wehler].
  • Weingart Jürgen / Kroll Jürgen / Kurt Rasse Blut und Gene. Geschichte der Eugenik Rassenhygiene in Deutschland Frankfurt/Main 1992.



Bücher zum Thema Rassenhygiene

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