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Rechtsextremismus


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Rechtsextremismus (bzw. Rechtsradikalismus ) ist eine politische Auffassung die den demokratischen Verfassungsstaat durch eine völkisch oder rassisch definierte Volksgemeinschaft ersetzen will.

Rechtsextremisten verneinen die fundamentale Gleichheit der Menschen. Menschen seien durch biologische kulturelle Herkunft soweit vorgeprägt dass eine friedliche Koexistenz unter ihnen unmöglich ist.

Rechtsextremisten streben eine Art der Volksgemeinschaft in der die sozialen Unterschiede der Menschen Volks aufgehoben oder irrelevant sind. Die genaue dieser Gemeinschaft kann variieren meist wird sie nur vage umrissen. Institutionen wie ein Mehrparteiensystem eine demokratische Opposition werden als die Volksgemeinschaft zersetzend abgelehnt.

Der Begriff des Extremismus selbst ist sinnlos wenn er nicht wie in Deutschland freiheitlich demokratischen Grundordnung gegenübergestellt wird die er verletzt.

Der Verfassungsschutz verwendet als Arbeitsdefinition: eine unterschiedlich ausgeprägte nationalistische rassistische oder staatsautoritäre totalitäre Weltanschauung die im Gegensatz zu den Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung steht.

Die Abgrenzung des Rechtsextremismus zum Rechtsradikalismus verschwommen und fließend. Meist werden die Begriffe der Alltagssprache so unterschieden dass der Radikalismus weniger extrem sei oder ohne Gewalt auskomme. Da sich die Bezeichnung Rechtsradikalismus aber auf ein politisches Ziel und keine erstreckt wird diese Unterscheidung von der Wissenschaft verworfen.

Inhaltsverzeichnis

Rechtsextremismus in Deutschland

Insbesondere in Deutschland bezieht sich der meist auf den Nationalsozialismus während der Zeit des Dritten Reiches dessen Verbrechen von Rechtsextremen - wenn geleugnet - zumindest doch relativiert werden. Die der "Schuld" (anderer Staaten oder "der Juden") 2. Weltkrieg und die Holocaustleugnung ("Auschwitzlüge") nehmen eine große Rolle ein. ist auch eine mehr oder weniger offene Judenfeindlichkeit in Form von Antisemitismus oder Antizionismus .

Neues Thema der Rechtsextremen sind tatsächlich oder angebliche Konflikte die durch Immigration nach Deutschland entstanden. Folgend einem Freund/Feind-Schema Politik ist für Rechtextreme die einzig angebotene solcher Konflikte das Ende der Immigration und Ausweisung aller oder der meisten Immigranten. Dabei allerdings keine Korrelation zwischen der Zahl der in einer Region und der rechtsextremen Agitation bemerken.

Konzepte der Neuen Rechten wie die Ethnopluralismus konnten nur in schmalen Diskussionszirkeln Rückhalt

Geschichte

Die Geschichte des Rechtsextremismus in Deutschland 1945 lässt sich in drei Phasen einteilen. der ersten Phase vorwiegend in den 1950er Jahren versuchten Altnazis ihre Weltanschauung auch die neue Demokratie zu retten. Die Sozialistische Reichspartei wurde vom Bundesverfassungsgericht 1953 verboten. Nach Beginn des kalten konnten jedoch auch im Nationalsozialismus führende Kräfte der Bundesrepublik ihre Karriere fortsetzen. Der Aufbau der westdeutschen Geheimdienste oder der Bundeswehr wurde mit prägender Hilfe ehemaliger hochrangiger umgesetzt die teilweise auch Führungsämter in den Behörden und Einrichtungen übernahmen. Auch in der Politik brachten es ehemalige Nazis zu hohen So wurde beispielsweise Hans Karl Filbinger während des 2.Weltkrieges Marinerichter Ministerpräsident in Baden-Württemberg. Die Aufdeckung eines von ausgesprochenen Todesurteils gegen 2 deutsche Deserteure noch dem offiziellen Ende des 2. Weltkrieges führte der 1970er Jahre zu seinem Rücktritt. Auch Kurt Georg Kiesinger hatte seine Karriere im Nationalsozialismus seiner NSDAP -Mitgliedschaft zu verdanken. Er war in der Deutschland von 1966 bis 1969 Bundeskanzler der großen Koalition zwischen CDU und SPD .

In der zweiten Phase in den 1960er und 1970er Jahren wurden neue Wahlparteien gegründet. Vor allem NPD erreichte einige spektakuläre Wahlerfolge bei Landtagswahlen. sie allerdings jedesmal bei Bundestagswahlen an der 5%-Hürde scheiterte und in den Landesparlamenten isoliert verlor sie als Wahlpartei rasch an Bedeutung. auch unter Splitterpartei )

Seit Mitte der 1980er hat der Rechtsextremismus seine Gestalt gewandelt. organisieren sich zunehmend in Netzwerken deren Sktruktur und Organisation teilweise von Links- Autonomen kopiert wird. Gemeinsames Bindeglied ist weniger Organisation sondern die gemeinsame Weltanschauung. Zusammengehalten werden Netzwerke durch gemeinsame Szene -Aktivitäten und nationalistische Fanzines oder Zeitschriften. Die Bewegung gewann zunehmend Militanz.

Nach der Wende 1989 konnten sich militante Rechtsextremisten besonders Ostdeutschland festsetzen. Ob dies mit der besonderen der Sozialisation in der DDR zusammen hing oder vor allem den Verwerfungen der Wende selbst zuzuschreiben war ist

Heute liegen Aktionsfelder der Rechtsextremisten neben nach wie vor gängigen Themen auch im in Bereiche vorzudringen die bislang vornehmlich eher der Linken besetzt sind. Dazu gehört eine Globalisierungskritik von rechts ebenso wie das Beharren einer völkischen sozialen Gerechtigkeit . Auch die Forderung nach einem Nationalen Sozialismus gewinnt an Boden.

Vom Verfassungsschutz als Rechtsextrem eingestufte Parteien Gruppen


Literatur

  • Stöss Richard: Rechtsextremismus im vereinten Deutschland. 3. Aufl. Berlin 2000.

Weblinks

  • http://lexikon.idgr.de/ - Umfangreiches Lexikon zum Thema Rechtsextremismus



Bücher zum Thema Rechtsextremismus

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