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Reichskirche


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Der Ausdruck Reichskirche wird auf verschiedene Phasen und Regionen Geschichte zwischen Staat und Kirche angewendet. Er bezeichnet eine enge ideelle und personelle Verbindung zwischen einem politischen Herrschaftssystem der im betreffenden Bereich verbreiteten christlichen Kirche. Kirche ist dabei der staatlichen bzw. monarchischen untergeordnet legitimiert sie moralisch und wird von materiell gesichert und gefördert.

Die Römische Reichskirche

Mit dem Toleranzedikt von Mailand hatte der römische Kaiser Konstantin I. den Beginn gesetzt das Christentum zur Religion des Reiches zu machen. Als dann Theodosius I. alle Bürger auf das Bekenntnis des Konzils von Chalcedon verpflichtete war die Reichskirche geschaffen.

Das Christentum hatte damit die politische als Bindeglied zwischen den Teilen des Weltreiches die zuvor von der Römischen Religion wahrgenommen wurde. Die Zuwendung zur christlichen wurde Bürgerpflicht. Der Römische Kaiser sah seinerseits Förderung einer einheitlichen Kirche als seine Pflicht da er in der Reichskirche die Kraft eine weitere Zersplitterung des Reiches sah.

Folge waren unter anderem die kaiserliche von Konzilen kaiserliche Einflussnahme auf Dogmen sowie der Beamtenstatus der Bischöfe.

Im Byzantinischen Reich dauerte dieser Cäsaropapismus fort.

Reichskirche im Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation


Der deutsche Kaiser musste erkennen dass Lehenswesen nicht genügte um sein Land zu Es gab nämlich unter den Vasallen die Lehensgut in erbliches Eigengut zu verwandeln und damit den Beeinflussungen durch den Kaiser zu Deshalb gingen die Kaiser dazu über Land Bischöfe auszugeben die ja kinderlos bleiben mussten sich das Problem der Erblichkeit nicht stellte. wurde dieses Verhältnis als die Kirchenreform von Cluny den seelsorgerischen Auftrag der Kirche ernster und forderte Geistliche - auch die Bischöfe unabhängig von weltlichen Herrschern einzusetzen. Dies führte erbitterten Auseinandersetzungen zwischen Papst und Kaiser die im Investiturstreit gipfelten. (s.a. De civitate Dei ).

Die Verflechtung zwischen Kirche und Papst aber eng zumal seit Otto dem Großen bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 viele deutsche Bischöfe zugleich Reichsfürsten waren.

Die Deutsche Reichskirche (Nationalsozialismus)

Die in der Weimarer Republik entstandene nationalreligiöse Bewegung Deutsche Christen (DC) begrüßte zutiefst die Machtergreifung Adolf und den nationalsozialistischen deutschen Staat. Die DC installierten den Reichsbischof Ludwig Müller und riefen die Reichskirche Sie machten sich das Programm der Gleichschaltung zu eigen indem sie die Amtsenthebung systemkonformer Geistlicher sowie die Anwendung des Arierparagraphen die Kirche forderten darüber hinaus das Alte Testament sowie alle "artfremden" Bräuche außer Kraft Die Reichskirche scheiterte. Dabei spielte die zahlenmäßig Bekennende Kirche eine weitaus geringere Rolle als die des Nationalsozialismus selbst deren Vertreter Himmler oder Rosenberg bald offen die Politik der Ausschaltung eigenständigen Bewegungen (und damit auch der Kirche)




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