Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 25. August 2019 

Reiner Kunze


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Reiner Kunze (* 16. August 1933 in Oelsnitz (Erzgebirge)) ist ein deutscher

Er wurde als Sohn eines Bergarbeiters einer Kettlerin welche in der Strumpfindustrie arbeitete Reiner erkrankte in seiner Kindheit häufig da an Allergien litt. 1949 besuchte er eine Aufbauklasse welche Arbeiterkinder höhere Schulbildung ermöglichen sollte. Im gleichen Jahr er in die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) ein. 1951 legte er sein Abitur in Stollberg ab. Danach fing er sein Publizistik- Journalistikstudium an der Karl-Marx-Universität in Leipzig an. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1953 in der Zeitschrift Neue deutsche Literatur . 1955 erhielt Kunze sein Staatsexamen und arbeitete wissenschaftlicher Assistent an der Journalistischen Fakultät der in Leipzig. Sein erster Lyrikband erschien unter Titel Vögel über dem Tau .

1959 wurde er beschuldigt seine Studenten zu und er verließ auf Grund dessen die ohne seine Promotion fertig zu stellen. Er vorübergehend als Hilfsschlosser im Schwermaschinenbau.

Von 1961 bis 1962 arbeitete er in der Tschechoslowakei um dort die tschechische Sprache und die moderne tschechische Literatur zu Dort begegnete er auch der deutsch-tschechischen Ärztin Elisabeth Littnerova und heiratete sie am 8. Juli 1961 . 1962 war er wieder in der DDR und arbeitete als freier Schriftsteller in Greiz / Thüringen . Als freier Schriftsteller verdiente er auch seinem späteren Leben noch Geld. 1968 wird der Prager Frühling durch die Warschauer Pakt-Staaten gewaltsam beendet Kunze tritt aus der SED aus.

Die Herausgabe des Gedichtbandes Sensible Wege – Achtundvierzig Gedichte und ein stieß 1969 auf heftige Reaktionen in der DDR für Kunze wurde es zunehmend schwieriger seine in der DDR zu veröffentlichen. Durch eine kulturpolitische Liberalisierung konnte er 1970 sein Kinderbuch Der Löwe Leopold. Fast Märchen fast Geschichte in der Bundesrepublik veröffentlichen. Dieses Kinderbuch aber erst später in der DDR freigegeben Zudem wurde es möglich dass DDR-Schriftsteller ins Ausland reisen konnten.

Am 29. Oktober 1976 erschien Kunzes Prosaband Die wunderbaren Jahre in der DDR und in der Aufgrund der DDR-kritischen Inhalte in diesem Prosaband Kunze aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen und der gestoppt. Eine DDR-Version des Buches Der Löwe Leopold die in diesem Jahr in der erscheinen sollte wurde zurückgenommen und die bereits gedruckten Exemplare wurden zerstört. Am 7. April 1977 stellte Kunze für sich und seinen einen Antrag auf Ausbürgerung aus der DDR. Antrag wurde innerhalb von 3 Tagen genehmigt er siedelte mit seiner Familie schon am 13. April in die Bundesrepublik über. Dort lebte in Obernzell-Erlau bei Passau . Im selben Jahr wurde er mit Andreas-Gryphius-Preis und dem Georg-Trakl-Preis ausgezeichnet.

1979 schrieb er das Drehbuch für Die wunderbaren Jahre das im selben Jahr unter Kunzes Regie verfilmt wurde. Dafür bekam er den Filmpreis.

1981 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband nach Übersiedlung. Er hieß Auf eigene Hoffnung und wurde im November mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. 1984 bekam Reiner Kunze wohl eine seiner Auszeichnungen das große Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

1999 erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis .



Bücher zum Thema Reiner Kunze

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Reiner_Kunze.html">Reiner Kunze </a>