Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 20. Oktober 2019 

Rendsburg


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Wappen Karte

Basisdaten
Bundesland : Schleswig-Holstein
Kreis :

Rendsburg-Eckernförde
Fläche : 23 72 km²
Einwohner :

30.032 (22.09.2003)
Bevölkerungsdichte : 1.266 Einwohner/km²
Höhe : 5-10 m ü. NN
Postleitzahl : 24768
Vorwahl : 04331
Geografische Lage :

54° 18' n. Br.
09° 40'ö. L.
KFZ-Kennzeichen : RD
Amtliche Gemeindekennzahl : 01058135
Gliederung des Stadtgebiets:

FEHLT n amtlich
benannte Gemeindeteile
Adresse der Stadtverwaltung: Am Gymnasium 4
24768 Rendsburg
Website:

www.rendsburg.de
E-Mail-Adresse:

buergerbuero@rendsburg.de
Politik
Bürgermeister : Andreas Breitner ( SPD )

Rendsburg ist eine Stadt in der Mitte Schleswig-Holsteins am Nord-Ostsee-Kanal und dem historischen Ochsenweg . Durch Rendsburg fließt die Eider . Sie ist Sitz der Kreisverwaltung des Rendsburg-Eckernförde. Gegenwärtig hat die Stadt ca. 30.000 Nächst größere Städte sind Kiel 32 km östlich Flensburg 65 km nördlich Husum (Westküste) 58 km nordwestlich Eckernförde (Ostküste) 25 km nordöstlich Lübeck 94 km südöstlich und Hamburg 103 km südlich.

In unmittelbarer Nähe von Rendsburg befinden die Naturparks Hüttener Berge (10 km) Westensee (20 km) und (15 km).

Die Stadt Rendsburg wurde 1150 gegründet und 1199 erstmals urkundlich erwähnt. 1339 wurde Rendsburg das Stadtrecht verliehen. Im Jahr 1999 feierte Rendsburg das 800-jährige Stadtjubiläum.

In Rendsburg befindet sich das imposante der zwischen 1911 und 1913 aus Stahl gefertigten Eisenbahn -Hochbrücke über den Nord-Ostseekanal über die beinahe gesamte Nord-Süd-Bahnverkehr zwischen Südschleswig und Holstein abgewickelt wird. Von der Eisenbahnbrücke herab Reisende den besten Überblick über die Stadt die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Unter der Eisenbahn-Hochbrücke findet man eine der zwei von weltweit sechs Schwebefähren . Zu Details siehe auch: Rendsburger Hochbrücke

Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
2 Wappen
3 Geschichte
4 Politik
5 Schulen
6 Städtepartnerschaften und -freundschaften
7 Sonstiges
8 Literatur
9 Weblinks

Nachbargemeinden

im Uhrzeigersinn beginnend im Norden (alle Gemeinden zum Kreis Rendsburg-Eckernförde )

Fockbek Alt Duvenstedt Rickert Büdelsdorf Schacht-Audorf Osterrönfeld und Westerrönfeld.

Geographie

Rendsburg liegt zu beiden Seiten des Nord-Ostsee-Kanals inmitten Schleswig-Holsteins . Der größte Teil Rendsburgs befindet sich der nördlichen Seite. Der Hafen von Rendsburg der wichtigste Hafen im Verlauf des Nord-Ostsee-Kanals.

Wappen

Beschreibung : Das Stadtwappen zeigt in Silber über abwechselnd silbernen blauen Wellen eine rote freistehende Ziegelburg . Diese hat eine Zinnenmauer und drei blauen Spitzdächern versehene Zinnentürme von denen der etwas höher und breiter ist. Die Zeigelburg ferner ein offenes Tor in dem das Wappen - in Rot das silberne Nesselblatt steht.

Bedeutung : An dem Ort an dem sich die Stadt Rendsburg befindet befand sich früher Burg Reinoldesburch. Sie spiegelt sich in der Burg im Wappen wieder. Das im Wappen Wasser symbolisiert den Fluss Eider der durch Rendsburg fließt.

Geschichte

Rendsburg wird 1199 als "Reinoldesburch" erstmals schriftlich in der Slavorum" des Arnold von Lübeck erwähnt.

  • Mitte 13. Jahrhundert Rendsburg erhält das Stadtrecht .
  • 1250 Ein Schiedsgericht von "zwölf ritterbürtigen Männern" erklärt die der Stadt zu Holstein .
  • 1287 Beim Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1286 wird die Marienkirche errichtet. (Bis in das 15. Jahrhundert hinein wurde Rendsburg mehrfach von Feuersbrünsten die immer wieder umfangreiche Neuaufbauten notwendig machten).
  • 1339 Gerhard III der Große bestätigt das Stadtrecht und überlässt Rendsburg ausgedehnte Ländereien.
  • 1460 Rendsburg wird in den Herrschaftsbereich Dänemarks unter König Christian I. Herzog von Schleswig und Graf von Holstein eingegliedert.
  • 1536 - 1540 Anlage einer Umwallung unter Christian III. König von Dänemark und Herzog von Schleswig Holstein.
  • 1566 Bau eines Rathauses am Altstädter Markt abgeschlossen.
  • Ende 16. Jahrhundert Das Rendsburger Schloss wird ausgebaut. ( 1718 Abbruch der Schlossanlage).
  • 1627 - 1629 Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges ( 1618 - 1648 ) steht die Stadt unter kaiserlich-deutscher Herrschaft .
  • 1644 / 1645 Rendsburg wird von schwedischen Truppen besetzt und wenig später erneut belagert .
  • 1665 Rendsburg erhält dauernde militärische Belegung und Garnisonsstadt.
  • 1669 - 1673 Erster großer Festungsbau unter dem dänischen Generalmajor Henrik Ruse.
  • ab 1690 Zweiter großer Erweiterungsbau unter dem dänischen Generalmajor Jobst Scholten. Im Zuge dieses Festungsbaus 1691 der Abbruch des Dorfes Vinzier ("Vindeshier") Kampener Kirche und einiger Teile von Büdelsdorf . Errichtung des "Kronwerks" im Nordwesten und "Neuen Werks" im Südwesten als Bestandteile der
  • 1700 Einweihung der Christkirche in Neuwerk nach Bauzeit.
  • 1765 Ein Privileg erteilt die Genehmigung zum der "Rendsburgischen Fayance-Fabrique" deren hochwertige Fayencewaren über Grenzen hinaus Absatz finden.
  • 1777 - 1784 Bau des Schleswig-Holsteinischen Kanals ("Eiderkanal").
  • 1808 "Gemeinnütziges Wochenblatt für Rendsburg und die Gegend" - 1. Ausgabe am 1. Januar ; Erscheinungsweise wöchentlich.
  • 1813 / 1814 Um die Jahreswende wird Rendsburg im der Napoleonischen Kriege von Schweden und Russland belagert.
  • 1827 Gründung einer Eisenhütte nebst Gießerei auf Vorwerksgelände in Büdelsdorf : Die "Carlshütte". Damals größter Eisen verarbeitender Norddeutschlands .
  • 1845 Eröffnung der Eisenbahnlinie Rendsburg- Neumünster durch die "Rendsburg-Neumünstersche Eisenbahngesellschaft".
  • 1848 Rendsburg wird Zentrum der Erhebung gegen Dänemark . 5. April : Einzug preußischer Truppen.
  • 1850 Explosion des "Laboratoriums" eines Gebäudekomplexes zur und -lagerung.
  • 1852 - 1881 Rendsburg steht erneut unter dänischer Landeshoheit. Beginn der Schleifung der Festungswerke Kronwerk und Die damit einher gehenden Aufschüttungen führen zu Veränderungen im Stadtbild. 1853 : Abriss des Kronwerker Tores im Nordwesten 1855 : Abriss des Schleswiger Tores im Norden 1856 : Abriss des Alt-Holsteiner Tores im Osten 1881 : Abriss des Neu-Holsteiner Tores ("Königstor") im
  • 1861 Die "Gaserleuchtungsanstalt" nimmt ihren Betrieb auf versorgt die Gaslaternen in der Stadt.
  • 1864 Nach dem Krieg gegen Österreich und Preußen tritt Dänemark im "Frieden von Wien" a. das Herzogtum Holstein ab.
  • 1867 Schleswig-Holstein wird preußische Provinz.
  • 1876 Gründung der "Chemischen Düngerfabrik Rendsburg" des größten Industrieunternehmens der Stadt.
  • 1895 Öffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute " Nord-Ostsee-Kanal " oder " Kiel-Kanal ") nach achtjähriger Bauzeit. Das fertig gestellte geht ans Netz.
  • 1905 Gründung der Werft "Nobiskrug".
  • 1913 Eröffnung der 1911 begonnenen Rendsburger Hochbrücke über den Kanal mit ihrer darunter Schwebebahn des wohl markantesten Bauwerks der Stadt. 2 5 km lange Stahlkonstruktion die zum Wahrzeichen Rendsburgs und einem der bedeutenden technischen Deutschlands wurde.
  • 1938 In der Reichspogromnacht vom 9. November auf den 10. November wird die Rendsburger Synagoge Zentrum des jüdischen Gemeindelebens durch einen Sprengsatz zum Teil schwer beschädigt.
  • 1939 Zwangsverkauf der Synagoge und der ehemaligen an die national-sozialistischen Machthaber. Lebten 1933 noch 30 Juden in Rendsburg so wurde bis 1942 jüdische Gemeinde durch Auswanderungen Abtauchen in die Illegalität Deportationen und Freitod restlos aufgelöst. Heute befinden sich in ehemaligen Synagoge und Schule das Jüdische Museum und Dr.-Bamberger-Haus.
  • 1939 - 1945 und danach Im Zweiten Weltkrieg wird Rendsburg weitgehend direkten Kriegseinwirkungen verschont. Wie überall in Schleswig-Holstein jedoch die Unterbringung ortsfremder Personen ( Kriegsgefangene Zwangsarbeiter Verwundete und Flüchtlinge) vielschichtige und große auf. Die Einwohnerzahl steigt von 20.000 auf
  • 1945 8. Mai : Die Stadt wird offiziell den britischen Truppen übergeben. Zugehörigkeit zur britischen Besatzungszone.
  • ab 1952 Schaffung neuen Wohnraums hauptsächlich im Nordwesten Stadt ("Mastbrook").
  • 1955 Aufhebung des britischen Besatzungsrechts.
  • 1956 Durch die Einweihung eines Klärwerkes werden Voraussetzungen zur Vollkanalisation aller Haushalte in Rendsburg
  • 1961 Einweihung des Kanaltunnels und Stillegung der über den Nord-Ostsee-Kanal.
  • 1965 Fertigstellung des Fußgängertunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal.
  • 1970 Im Zuge der Gebietsreform entsteht der "Kreis Rendsburg-Eckernförde". Rendsburg bleibt der Kreisverwaltung.
  • 1989 Das ehemals genutzte Hauptzeughaus am Paradeplatz "Hohe Arsenal" wird als städtisches Kulturzentrum eingeweiht.
  • 1991 Eröffnung der " Museen im Kulturzentrum Arsenal".
  • 1995 Der Nord-Ostsee-Kanal einer der wichtigsten Standortfaktoren begeht sein 100-jähriges Betriebsjubiläum.

1999 feierte Rendsburg den 800jährigen Geburtstag mit einem Jahr voller Aktivitäten.

Ev. Christkriche ehem. Garnison- und Pfarrkirche des in nächtlicher Beleuchtung

Politik

Sitzverteilung in der Ratsversammlung (22.09.2003)
CDU 15 Sitze
SPD 11 Sitze
modernes Rendsburg 4 Sitze
SSW 1 Sitz
Summe 31 Sitze

Schulen

Die angegebenen Zahlen sind cirka Zahlen können schwanken (Stand: 06.09.2002).

Schule Schülerzahl
Claus-Siljaks-Schule Förderschule: 133
Heinrich-De-Haan-Schule Förderschule: 143
Schule Mastbrook Grundschule: 208
Schule Neuwerk Grundschule: 238
Schule Obereider Grundschule: 189
Schule Altstadt Grund- u. Hauptschule: 371
Schule Nobiskrug Grund- u. Hauptschule: 268
Schule Rotenhof Grund- u. Hauptschule: 471
Christian-Timm-Schule Realschule: 844
Herderschule Gymnasium: 836
Helene-Lange-Gymnasium: 933
Gymnasium Kronwerk: 777
Ejderskolen Dänische Schule: 239
Freie Waldorfschule: 377
Berufliche Schule für Gewerbe-Technik-Landwirtschaft: 2.900
Berufliche Schule für Wirtschaft und Sozialwirtschaft: 2.000

Das Landestheater von Rendsburg mit Weihnachtsbaum

Städtepartnerschaften und -freundschaften

Die Stadt Rendsburg unterhält mit folgenden eine Städtepartnerschaft bzw. Städtefreundschaft:

Sonstiges

Regelmäßige Veranstaltungen

  • wöchentlicher Wochenmarkt mit über 50 Beschickern dem Paradeplatz Schiffbrückenplatz und Schloßplatz
  • jährliches Stadtfest genannt Rendsburger Herbst
  • jährlicher E.ON Hanse-Cup (internationales Achterrennen im Rudersport )
  • jährliche landwirtschaftliche Fach- und Verbrauchermesse NORLA
  • jährliche Gartenausstellung FLORA
  • jährlicher Weihnachtsmarkt

Literatur

Weblinks




Bücher zum Thema Rendsburg

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Rendsburg.html">Rendsburg </a>