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Rhetorik


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Gegenstand der Rhetorik (gr.-lat.: Redekunst ) ist es »die Möglichkeiten zu erforschen die Mittel bereitzustellen die nötig sind die Überzeugung von einer Sache allgemein zu machen« (Ueding / Steinbrink 1986: 1). Auch: Die Kunst der (freien öffentlichen) Rede .

Im Altertum vermutlich auf Sizilien entwickelt wurde die Rhetorik durch die Sophisten systematisiert. Auch die Stoiker beschäftigten sich mit ihr. Bis ins 19. Jahrhundert war die Rhetorik festes Lehrfach an Universitäten .

Inhaltsverzeichnis

Hauptelemente der Rhetorik

Die Rhetorik ist auch literaturwissenschaftliche Hilfslehre die zentrale Aufgabe der Hermeneutik . Hier fragt sie nach den Strategien Darstellung der Leserführung und der internen Wirkungsabsicht Texten.

Die Vorbereitungsstufen der Rede werden bezeichnet rhetorices partes (Teile der Reden Quintilian) oder als officia oratoris (Aufgaben des Redners). Officia oratoris heißen aber bei Quintilian auch die der Rede: docere (belehren) movere (bewegen) delectare (erfreuen). Von der Idee bis hin Vortrag sind fünf Schritte zu durchlaufen:

  • inventio (Erfindung)
  • dispositio (Gliederung)
  • elocutio (Einkleidung der Gedanken in Worte)
  • memoria (Einprägen der Rede)
  • pronuntiatio / actio (Vortrag stimmliche mimische und gestische Mittel)

In der klassischen Rhetorik gilt für Entwicklung einer Rede die Differenz zwischen Gegenständen Gedanken einerseits und ihrer sprachlichen Formulierung andererseits.

Die Grundformen

Für den freien Vortrag ( Monolog ) nutzt der Redner verschiedene rhetorische Figuren Thesen Prämissen und Argumente . Das Argument steigert hier die Prämisse These durch eine gezielte Konklusion mit der der Redner sein Gegenüber überzeugen sucht.

Im Dialog eines Gespräches gewinnt nun die Interaktion besondere Bedeutung. mehr als beim Vortrag der durchaus auch Interaktionen bilden kann hat der Redner nun die verbalen und nonverbalen Reaktionen seines Gegenüber reagieren. Hierbei spielen gem. Eisbergtheorie von Sigmund Freud gerade die körpersprachlichen Signale als Gradmesser der emotionalen Verfassung Gesprächspartners eine besonders große Rolle (und zwar Verhältnis 1/5 zu 4/5 gegenüber den verbalen die mitunter ja widersprüchlich sein kann). Der lügt nicht.

Sind nonverbale und verbale Aussage unstimming man von Inkongruenz .

Die Dialektik bildet eine noch höher entwickelte Form Rhetorik. Sie wurde auch durch das griechische hervorgebracht und geht von einem Dreisatz innerhalb Argumentation aus: These Antithese und Synthese werden zu einem Vortrag zusammengebunden um die Anklage bzw. die Verteidigung vor dem Gericht zu führen.

Ethik und Rhetorik

Die klassische Rhetorik lehrt darüber hinaus ethische und moralische Werte. So war es Studenten im universitären Disput bei Strafe verboten ihren Standpunkt darzustellen zuvor den des Gegners sinngemäß und von Intention her richtig mit eigenen Worten wiederzugeben sog. Paraphrasierung ).

In der weiteren Betrachtung einer Rede der Unterschied zwischen Überzeugen und Überreden deutlich. Während die Überzeugung den kognitiven Bereich des Menschen anspricht und somit länger Bestand hat gilt als Überreden der affektive Aspekt also die hauptsächliche Ansprache der und der Emotionen bzw. die Nutzung einer Beziehungsebene zur Diese Form hat zwar mitunter eine starke kann jedoch sehr schnell wieder aufgelöst oder ins Gegenteil verkehrt werden (Kaufreue).

Wichtig hierbei ist dass in einer Argumentation grundsätzlich beide Bereiche vorkommen können. Es sowohl sachliche als auch emotionale Argumentationsformen und Diesem Bereich der Rhetorik wird im Verkauf insbesondere in der Verkaufsethik eine wichtige Rolle zugesprochen.

Die Eristische Dialektik Arthur Schopenhauers befasst sich dem gegenüber 38 Formeln der Redekunst die es dem erlauben mit Hilfe von komplizierten Schlüssen und gezielten Übertreibungen oder Taktiken der „Brunnenvergiftung“ den der Unwahrheit dem Worte nach und mit der reinen Logik zu überführen bzw. Recht konstruieren .

Dass dabei die zwischenmenschliche Komponente gezielt wird und die im Stammhirn verankerten Urinstinkte „Rache“ bei dem derart bloßgestellten Menschen geradezu werden mag erklären warum die Eristik von selbst nicht veröffentlicht wurde sondern im Nachlassband Julius Frauenstädt 1864 an die Öffentlichkeit gelangte.

Geübte Redner vor allem in der vor Gruppen oder vor Gericht greifen mitunter Eristik und werden ebensohäufig im gleichen Kommunikationsprozess sozial geächtet weil die dem Wesen nach weil nicht ganzheitliche Kommunikation instinktiv Aggressionen schürt. sie die Wahrheitsfindung als Ziel vorgibt erkennt Zuhörer schnell dass es um das Recht an sich geht und nicht um ganzheitliche

Übersicht der Grundelemente verbal / nonverbal

In der rhetorischen Anwendung der Elemente Kommunikation hilft die folgende Sekundärübersicht eines Kommunikationsdozenten Berlin der erstmals 1997 sämtliche (außer paranormalen) eines möglichen Ausdrucks im Gesamtzusammenhang zueinander dargestellt und im Bezug auf die Einflussnahme auf Gegenüber („ Kommunikative Direktion “) sowie die Arbeit von Paul Watzlawick in seriell hierarchischer Form grafisch anordnet:

Zitate

  • Rhetorik ist der Ausgang des Menschen aus Sprachlosigkeit
    Joachim Knape
  • Eine gute Rede hat einen guten Anfang ein gutes Ende - und beide sollten dicht beieinander liegen.
    Mark Twain
  • Die Redekunst ist die allerumfassendste Kunst.
    Aurelius Augustinus
  • Daher ist es erforderlich Kunstfertigkeit anzuwenden ohne man es merkt und die Rede nicht verfertigt sondern als natürlich erscheinen zu lassen dies nämlich macht sie glaubwürdig.
    Aristoteles

Weitere Rhetoriker

Siehe auch:

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