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Roland Freisler


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Roland Freisler (* 30. 10. 1893 in Celle ; † 3. 2. 1945 in Berlin) Richter und Präsident des Volksgerichtshofes .

Der Jurist Freisler diente im Ersten Weltkrieg als Leutnant und geriet 1915 in russische Kriegsgefangenschaft . Dort lernte er schnell Russisch und wurde er als überzeugter Kommunist bolschewistischer Kommissar . 1920 kehrte er nach Deutschland zurück promovierte Jura (Kassel) eröffnete eine Kanzlei und trat 1925 der NSDAP bei. Er vertrat in der Weimarer Republik straffällig gewordene Nationalsozialisten als Verteidiger. 1933 - 1934 war er Staatssekretär im preußischen Justizministerium 1934 - 1942 im Reichsjustizministerium welches er an der Wannseekonferenz vertrat. Seine souveräne Beherrschung der Gesetzestexte Brillianz und überwältigende Wortgewalt mischten sich mit und ideologischer Festigkeit so daß er zum Richter wurde und den Begriff der "Blutjustiz"

Am 20. August 1942 wurde Freisler von Adolf Hitler zum des Volksgerichtshofs dem Gericht für politische Verbrechen ernannt. Kompetenzen des Gerichtes (Wirtschaftskriminalität Wehrmachtsschädigung etc.) ermöglichten ein umfassenderes Wirken. Unter ihm stieg die der Todesurteile stark an ungefähr 90% aller endeten mit einem oft bereits vor Prozessbeginn Todesstrafe oder lebenslanger Haftstrafe . Zwischen 1942 und 1945 wurden mehr als 5000 Todesurteile gefällt.

Freisler war Richter und Ankläger in einer Person. Er bekannt dafür dass er die Angeklagten erniedrigte laut anbrüllte. Einige der Prozesse ließ er filmen.

Freisler leitete u.a. die Schauprozesse gegen die Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose und gegen Mitglieder des Attentats auf am 20. Juli 1944 . Beispielhaft sei die Befragung von Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld zitiert:

Schwerin: "Ich dachte an die vielen Morde ..."

Freisler (schreiend): "Morde?"

Schwerin: "Die im In- und Ausland ..."

Freisler: "Sie sind ja ein schäbiger Lump! Zerbrechen nicht unter Ihrer Gemeinheit! Ja oder nein? Sie darunter?"

Schwerin: "Herr Präsident!"

Freisler: "Ja oder nein? Geben sie mir eine Antwort!"

Schwerin: "Nein."

Freisler: "Sie können auch gar nicht mehr zerbrechen sind ja nur noch ein Häuflein Elend vor sich selber keine Achtung mehr hat."

Schwerin wurde wie die übrigen Attentäter Tode verurteilt. Den Angeklagten wurden Hosenträger Gürtel Krawatte weggenommen um sie lächerlich zu machen. er während des Prozesses so laut schrie die Techniker die den Prozess filmten Schwierigkeiten Worte der Angeklagten überhaupt hörbar zu machen.

Freisler führte den Vorsitz des 1.Senats Volksgerichtshofs. Soweit er die Verhandlung leitete bestimmte sich jeweils selbst als Berichterstatter. Damit war auch für die Abfassung der schriftlichen Urteilsgründe die er in seiner ihm ganz eigenen nämlich nach seinen Vorstellungen eines "nationalsozialistischen Strafrechts" Urteilsberatungen leitete er zuweilen mit der Bemerkung "Der Kopf muß ab" "Die Rübe muß

Freisler wurde am 3. Februar 1945 bei einem alliierten Bombenangriff auf Berlin einem Balken des Gerichtsgebäudes oder Wandteilen erschlagen anderen Quellen ist er durch einen Bombensplitter worden und verblutet - weil er nicht den Luftschutzkeller erreichte beziehungsweise den Luftalarm ignorierte im Archiv eine Akte einsehen wollte. Seine erhielt von der Bundesrepublik Deutschland noch lange Witwenrente die daran bemessen wurde daß Freisler in der Bundesrepublik noch als Richter hätte sein können. Dies wird neben vielem anderen als einer der Belege für eine gewisse von nationalsozialistischem Beamtentum wenn nicht nationalsozialistischem Gedankengut der Bundesrepublik gesehen.

Siehe auch: Hans-Joachim Rehse



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