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Schiffsmaß


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Inhaltsverzeichnis

Schiffsmaße

Gewichts- und Raumangaben

Angaben zu Schiffsgrößen und Schiffsleistungen variieren ihrer unterschiedlichen Zweckrichtung und unterschiedlicher nationaler Maßeinheiten .

Wasserverdrängung

(auch Verdrängung Gewicht des Schiffes Gewichtsdeplacement )

Jeder dieser Begriffe bezeichnet die Masse Schiffes unter bestimmten Bedingungen.

Je nach Zuladung (etwa von Ladung Treibstoff) und Ausrüstung unterscheidet man Konstruktionsverdrängung Standardverdrängung und Maximalverdrängung oder Einsatzverdrängung .

Der Begriff Verdrängung leitet sich aus dem Archimedischen Prinzip das besagt daß die Auftriebskraft einer Flüssigkeit der Gewichtskraft der Menge Flüssigkeit die ein Gegenstand verdrängt. Ist die Auftriebskraft gleich der des eingetauchten Gegenstandes schwimmt dieser.

Legt man die Dichte von Süßwasser 1 m³ = 1 Tonne zugrunde verdrängt 10.000-tons-Schiff voll ausgerüstet mit Wasser Brennstoff Proviant Betriebszubehör 10.000 m³ Wasser. Im Seewasser wird in Wirklichkeit ein kleineres Volumen Wasser der Masse verdrängt.

Bei Handelsschiffen die dafür gebaut sind große Ladungen aufzunehmen ist eine auf der basierende Größenangabe nicht sinnvoll weil sich der häufig ändert und die Gesamtmasse keine wirtschaftlich Kennzahl darstellt.

Tragfähigkeit

Für Handelsschiffe wird die Tragfähigkeit als für die Zuladefähigkeit angegeben mit der Bezeichnung (tons dead weight). Maßeinheiten sind wahlweise in Tonnen zu je 1.000 kg "ts" bzw. Eine ton ist dabei eine englische "long zu 1.016 kg. Durch Hinzuzählen des Eigengewichtes man das Gesamtgewicht.

Bei Containerschiffen wird die Tragfähigkeit in der Container angegeben Maßeinheit ist die TEU von 'twenty feet equivalent unit' damit ist Standard-Container von 20 Fuß Länge gemeint. Ein mit 6.000 TEU kann also 6.000 20-Fuß-Container

Im Mittelalter wurde die Tragfähigkeit in Lasten angegeben die etwa der Tragfähigkeit eines Fuhrwerks entsprachen.

Raumgehalt Raumangabe Registertonnen

Bei Handelsschiffen vermisst man den gesamten umbauten Raum Schiffes und macht von diesem umbauten Raum für die Mannschafts- und Maschinenräume die nicht mit der Ladung des Schiffes zu tun haben und so zum Brutto- bzw. Nettoraumgehalt des Schiffes zu der Brutto- oder Nettotonnage.

Die Registertonne ist ein Raummaß und trotz ihrer Bezeichnung keine Massenangabe . Eine Registertonne ist gleich 100 englischen Kubikfuß und entspricht einem Volumen von ungefähr 83 m³.

Der Ausdruck Tonne wurde gefunden als man die Schiffe vermass dass man errechnete wieviel "Tonnen" Heringsfässer dem Schiff Platz fanden. Verschiedene Hafenstädte benutzten unterschiedlich große Maße so daß die Angabe Referenzmaßes z. B. der von Lübeck definierten Tonne" notwendig war. Parallel wurden auch Tragfähigkeitsangaben "Lasten" verwendet.

Die Ermittlung von Schiffsgrößen aufgrund einheitlicher war notwendig geworden als man begann die mit tonnage dues oder auch Hafenabgaben zu um damit die Unkosten die ein Hafen zu bezahlen. Es wurden damit die Kosten die Leuchtfeuer das ausbaggern der Fahrinne etc. Man sprachn dann von GRT Gross Registered und NRT Net Registered Tons. In Abzug wurden alle Räume die zu Fortbewegung des und Unterkunft der Besatzung dienten.

Die Angabe in BRT ( Bruttoregistertonnen ) umfasst das ganze Schiff. Es sind Räume:

  • zwischen Vermessungs- und Oberdeck
  • unter dem Vermessungsdeck (Unterdeckraumgehalt)
  • Inhalt der Luken über Deck
  • Inhalt der Aufbauten.

Die Angabe in NRT ( Nettoregistertonnen ) errechnet sich folgendermaßen:

  • BRT minus
    • Besatzungsunterkünfte
    • Kommandobrücke
    • Maschinen- und Heizräume
    • Brennstoffbunker
    • Wasserballasttanks
    • Pumpenräume
    • Provianträume
    • Werkstätten und Vorratsräume.

Eine große Anzahl von Schiffsgebühren errechnen nach den NRT wie z. B. Hafengebühren oder Lotsengebühren.

Bis 1969 waren Bruttoregistertonnen (BRT) und Nettoregistertonnen (NRT) in Verwendung heute wird der eines Schiffes in Bruttoraumzahl (BRZ) und Nettoraumzahl berechnet die dimensionslose Zahlen sind. Nach der berechnen sich u. a. die Gebühren für Hafen Kanal Schleuse und Lotsen .

Sämtliche Inhaltsangaben sind im Internationalen Schiffsmessbrief im International Tonnage Certificate enthalten. In Deutschland der Internationale Schiffsmessbrief vom Bundesamt für Seeschiffahrt Hydrographie bei der Indienststellung des Schiffes ausgestellt.

Tiefgang

Der Tiefgang eines Schiffes errechnet sich der Seitenhöhe des Rumpfes vom Decksstrich zum Kiel minus dem Freibord des (des unbenässten Teil des Rumpfes).

Die Freibordmarke (auch Plimsoll-Marke ) befindet sich bei Handelsschiffen auf halber in der Höhe des Hauptrahmenspantes beidseitig am des Schiffes. Sie zeigt bei wechselnder Beladung jeweiligen Freibord des Schiffsrumpfes an.

Ein bestimmter Mindestfreibord ist erforderlich um Schiff im Seegang Reserveauftrieb als Schutz gegen des Decks mit eventueller Zerstörung der Luken Stabilitätsumfang zu geben.

In der Höhe dieses Freiborddecks ist an der Bordwand der Decksstrich fixiert als obere Markierung der Freibordmessung der tatsächlichen Wasserlinie oder zu den entsprechenden

Freibord ist der mittschiffs senkrecht nach gemessene Abstand von der Oberkante des Deckstrichs zur Oberkante der entsprechenden Lademarke oder bis tatsächlichen Wasserlinie.

Die Freibordmarke besteht aus einem Ring 300 Millimeter (12 Zoll ) Außendurchmesser und 25 Millimeter (1 Zoll) er wird durch einen waagerechten Strich von Millimeter (18 Zoll) und 25 Millimeter (1 Breite geschnitten dessen Oberkante durch den Mittelpunkt Ringes geht. Der Mittelpunkt des Ringes liegt senkrecht unterhalb der Oberkante des Decksstrichs wobei Abstand dem Sommerfreibord entspricht.

  
Die Lademarken die das zulässige mindest kennzeichnen sind waagerechte Striche von 230 Millimeter Zoll) Länge und 25 Millimeter (1 Zoll) die von einem 25 Millimeter (1 Zoll) senkrechten Strich der 540 Millimeter (21 Zoll) dem Mittelpunkt des Ringes der Freibordmarke angebracht im rechten Winkel und sofern nicht ausdrücklich anderes bestimmt ist nach vorne abgesetzt sind.

Die Lademarken sind wie folgt gekennzeichnet:

  • TF = Freibord Frischwasser (Süßwasser) Tropisch
  • F = Freibord in Frischwasser
  • T = Freibord in tropischem Seewasser
  • S = Sommerlademarke (Freibordmarke nach Freibordzeugnis)
  • W = Freibord in Seewasser im Winter.
  • WNA= Freibord in Seewasser im Winter im

Werden auf Antrag Holzfreiborde erteilt so diese zusätzlich zu den Lademarken angemarkt. Diese sind wie die gewöhnlichen Lademarken beschaffen jedoch sie 540 Millimeter (21 Zoll) HINTER dem des Ringes der Freibordmarke angebracht.

  • LT= Holz-Tropen
  • LS= Holz-Sommer
  • LW= Holz-Winter
  • LWNA= Holz-Winter-Nordatlantik
  • LFT= Holz-Tropen-Frischwasser
  • LF= Holz-Frischwasser

Auf Segelschiffen werden neben der Freibordmarke Frischwasser- (*F) und die Winter-Nordatlantik-Lademarke (*WNA) angemarkt.

Diese Lademarken berücksichtigen das unterschiedliche spezifische von Frischwasser sowie von Seewasser im Winter Sommer und in tropischen Gebieten. Die unterschiedlichen berücksichtigt ferner die Gefahren der See. Verständlicherweise einem Schiff während einer Reise in tropischen geringere Gefahren als während einer Fahrt im Nordatlantik. Deshalb kann die Freibordhöhe in den geringer sein als im Winter im Nordatlantik.

Ahmings sind die Tiefgangsmarken die am Vor- Hintersteven eines Seeschiffes bei Binnenschiffen auch in Mitte des Schiffes angebracht sind. Sie sind auf der einen Schiffsseite in Dezimetern auf anderen Seite in englischen Fuß abgesetzt und den Tiefgang bis Unterkante Kiel an.

Der Name Plimsoll geht zurück auf englischen Abgeordneten Samuel Plimsoll (1824-98) der gegen eine Reederschaft zu zog die absichtlich seeuntüchtige Schiffe ausfahren ließ bei Schiffbruch die Versicherungssumme zu erhalten. Er die öffentliche Meinung gegen den Widerstand Benjamin Disraelis und die Schiffseigner für eine Gesetzesvorlage seeuntüchtige Schiffe (Unseaworthy Ships Bill). Sie führte zur Kennzeichnung aller Handelsschiffe des Königreichs die von nahezu allen Seeschifffahrt treibenden Nationen übernommen

Das zugehörige Freibordzeugnis auch International Load Certificate eines Schiffes wird von der Klassifikationsgesellschaft ausgestellt die das Schiff klassifiziert. In Freibordzeugnis ist festgelegt wie groß der jeweilige des Schiffes von dem Decksstrich zu den Freibordmarken sein muss.
Oberhalb des waagerechten Striches im Ring Freibordmarke befinden sich Buchstaben die abgekürzt die Klassifikationsgesellschaft bezeichnen die das Schiff klassifiziert und Freibordzeugnis (Load-Line-Certificate) ausgestellt hat. Die bekanntesten Klassifikationsgesellschaften

  • GL = Germanischer Lloyd (deutsches Register) seit 1867
  • LR = Lloyd's Register of Britisch and shipping (englisches Register) seit 1834
  • BV= Bureau Veritas (französisches Register) seit 1828
  • ABS= American Bureau of Shipping (amerikanisches Register) 1867
  • NK= Nippon Kaiyi Kyokai (japanisches Register) seit 1922
  • NV= Norske Veritas (norwegisches Register) seit 1864
  • RINa= Registro Italiano Navale (ital. Register) seit 1861
  • RS= Schiffsregister der UdSSR und Nachfolger seit 1926

Längenangaben

Die Längen des Schiffes werden üblich Deutschland angegeben mit:
  • Lüa= Länge über alles von vordersten zum festen Punkt
  • Lpp= Länge zwischen den Loten (Perpendikeln)
  • LWL= Länge in der Schwimmwasserlinie (KWL)
  • VL= Vorderes Lot Schnitt des Vorstevens mit KWL
  • HL= Hinteres Lot meist Ruderachse
  • KWL= Konstruktionswasserlinie = Schwimmwasserlinie bei Sommerfreibord
  • Büa= Breite über alles
  • B= Konstruktionsbreite gemessen auf Außenkante Spant bei
  • Tg= Größter Tiefgang
  • T= Konstruktionstiefgang gemessen auf Unterkante Bodenwrange bei auf halber länger zwischen den Loten (Lpp)
  • H= Seitenhöhe auf halber Schiffslänge
  • F= Freibord gemessen von KWL bis Oberkante an der Seite des Schiffes auf halber
  • V= Verdrängung des Schiffes auf Spanten

Anmerkung: Bei Holzschiffen werden in gegensatz Stahlschiffen alle Maße auf Außenkante Beplankung gemessen; T bis zu dem Punkt wo die in die Steven bzw. den Kiel einläuft

Geschwindigkeitsangaben

Die Geschwindigkeit von Schiffen wird gemeinhin Knoten (Geschwindigkeit) angegeben. Ein Knoten entspricht dabei einer Seemeile pro Stunde. Ein Etmal ist die von einem Schiff an Tag von 12.00 Uhr bis zum nächsten um 12.00 Uhr zurückgelegte Wegstrecke.

Siehe auch: Portal Schifffahrt



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