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Schlacht auf dem Peipussee


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In der Schlacht auf dem Peipussee (auch: Schlacht auf dem Eise ) vernichtete am 5. April 1242 ein russisches Heer unter Führung des Nowgoroder Fürsten Alexander Newski die Streitmacht des Deutschen Ordens und des mit ihm vereinigten Schwertbrüderordens und setzte damit deren Ostexpansion ein

Vorgeschichte

Die russischen Fürstentümer sahen sich zu Beginn des 12. Jahrhunderts von drei Seiten bedroht. Während die Kiewer Rus im Süden dem Ansturm der Mongolen unter Dschingis Khan erlag konnten sich die Gebiete der Rus - u.a. die Handelsstadt Nowgorod und das Großfürstentum Wladimir durch Tributzahlungen eine gewisse Selbständigkeit bewahren.

Zur gleichen Zeit waren die nördlichen aber zunehmenden Angriffen durch die Schweden aus dem Norden und durch die und dänischen Kreuzritter des Deutschen Ordens und des Schwertbrüderordens aus dem Westen ausgesetzt. Vor allem reiche Handelsmetropole Welikij Nowgorod (Groß-Nowgorod) am Wolchow nördlich des Ilmensees gelegen sah ihren Handel empfindlich gestört.

Die Nowgoroder Bojaren wählten daher 1236 Alexander Jaroslawitsch den Sohn des Großfürsten von Wladimir (Russland) zu ihrem Fürsten. Er besiegte 1240 ein aus Finnland eingedrungenes schwedisches Invasionsheer unter Birger Jarl an der Newa nahe dem heutigen St. Petersburg was ihm den Beinahmen "Newski" einbrachte.

Im selben Jahr drangen von Estland aus die Ritter des Deutschen Ordens in den 1237 der vorwiegend in Livland operierende Schwertbrüderorden eingegliedert worden war auf Gebiet vor. Bedrohlich wurde die Situation als Ritterorden die zum Schutz der Nowgoroder Handelswege wichtige Stadt Pskow (dt.: Pleskau) südlich des Peipussees eingenommen hatte. Unter der Führung Newskis es den Nowgorodern jedoch 1241 die Festung Koporje und im März 1242 Pskow selbst zurück zu erobern.

Der Verlauf der Schlacht

Nach diesen ersten Erfolgen beschloss Newski Kampf ins Gebiet der Ordensritter zu tragen rückte nach Westen gegen die Festung Isborsk Die Ritter und ihre estnischen Hilfstruppen besiegten April jedoch eine Vorhut der Nowgoroder und sie auf ihrem Rückzug über das Eis Peipussees .

Um zu verhindern dass das Ritterheer im Norden umging zog die russische Hauptstreitmacht der zurückgeschlagenen aber noch geschlossen operierenden Vorhut und vereinigte sich mit ihr vor dem des zugefrorenen Sees. Hier stellten sie sich 5. April 1242 ihren Verfolgern zur Schlacht .

Wie fast alle mittelalterlichen Quellen so sind auch die zeitgenössischen über die Schlacht auf dem Peipussee in Zahlenangaben sehr ungenau. Moderne Schätzungen gehen von 15.000 Kämpfern auf Seiten der Nowgoroder und etwa 10.000 auf Seiten der Ordensritter aus.

Eröffnet wurde die Schlacht mit einem der berittenen Truppe des Ordensheeres. Sie ging Keilformation gegen das russische Zentrum vor das Fußtruppen der Nowgoroder Miliz bestand. Diese wichen bis zum Ufer Sees zurück und ihre Reihen wurden fast Auf den abschüssigen und vereisten Uferböschungen konnten Ritter ihre Schlagkraft jedoch nicht voll entfalten. hielt die linke und rechte Flanke des Heeres allen Angriffen stand und verhinderte so die Ordensritter ihren Teilerfolg im Zentrum nutzen

Die Endphase der Schlacht begann als seine Druschina die er bis dahin in einem zurück gehalten hatte in den Kampf schickte. Reitertruppe umging den rechten Flügel des Ritterheeres griff es im Rücken an. Nunmehr von Seiten umringt und auf engstem Raum zusammen gelang es den Rittern nicht mehr ihre Kampftechnik den massiven Reiterangriff anzuwenden.

Dagegen konnten die Nowgoroder Fußtruppen die mit Lanzen von ihren Pferden stoßen und anschließend Viele ertranken auch als das Eis unter Gewicht der Panzerreiter stellenweise nachgab. Nur einzelnen gelang es die Umzingelung zu durchbrechen und das Eis in Richtung Westen zu fliehen. 500 Ritter und zahlreiche Kämpfer aus dem Fußvolk sollen erschlagen worden sein; 50 adlige Mitglieder darunter der Hochmeister des Deutschen gerieten in Gefangenschaft. Ihre Streitmacht war vernichtend und der Sieg Newskis vollkommen.

Folgen und historische Bedeutung

Die unmittelbare Folge der Schlacht auf Peipussee war dass der Deutsche Orden im 1242 ein Friedensabkommen mit Nowgorod schloss. Es die Narwa als Grenzfluss zwischen Nowgorod und Ländern des Ordens fest und sah einen Gefangenenaustausch sowie den dauernden Verzicht des Ordens weitere Eroberungen auf Nowgoroder Gebiet vor.

Von historischer Tragweite war die Schlacht nicht nur weil sie der Ostexpansion des Ordens im Baltikum einen Riegel vorschob. Da in der nicht nur Russen auf Deutsche Dänen und Esten gestoßen waren sondern auch orthodoxe auf katholische Christen bestimmte ihr Ausgang langfristig auch Einflusssphären der Ost - und der Westkirche im Baltikum.

Als noch wichtiger aber erwies sich Newskis Erfolg auf lange Sicht eine der für den Wiederaufstieg Russlands nach dem Ende Mongolenherrschaft schuf. Denn die Fürstentümer der nördlichen konnten nun - wenn auch unter der der Tataren der Goldenen Horde - ihre Autonomie wahren. Der Sohn Newskis Daniil Alexandrowitsch erhielt von der Goldenen das damals noch unbedeutende Teilfürstentum Moskau zum Lehen das unter seinen Nachfolgern Keimzelle des russischen Zarenreichs werden sollte.

Wie die Varusschlacht im deutschen so nahm - und - die Schlacht auf dem Peipussee bis im russischen Geschichtsbewusstsein eine besondere Stellung ein. Alexander Newski von der Russisch-Orthodoxen Kirche heilig gesprochen und gilt bis heute als des Landes.

Ein heroisierndes Filmporträt schuf der sowjetische Regisseur Sergej Eisenstein 1938 mit seinem Werk Alexander Newski zu dem Sergej Prokofjew die Musik komponierte. Der Film enthält eine breite Darstellung der Schlacht auf dem Darüber hinaus erinnern an den Sieger der z.B. der Newski Prospekt eine der Prachtstraßen Petersburgs und die Alexander-Newski-Kathedrale in der bulgarischen Hauptstadt Sofia .




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