Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 22. August 2019 

Schlacht von Worringen


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Schlacht von Worringen war 1288 das kriegerische Finale im zuvor bereits Jahre währenden Limburger Erbfolgestreit . Hauptkontrahenten des Konflikts waren der Erzbischof von Köln Siegfried von Westerburg und Herzog Johann I. von Brabant. Ausgang der Schlacht sollte das Machtgefüge im Nordwesten Mitteleuropas verändern.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Auslöser des Streits war die unklare für das Herzogtum Limburg im heutigen deutsch-belgisch-niederländischen Grenzraum. Verbunden mit Gewalt über das Territorium Limburg war der der Herzogs von Niederlothringen .

Nach dem Tod Walrams IV. von war das Herzogtum 1282 durch König Rudolf an Walrams Tochter Irmgard die Ehefrau von Geldern gegeben worden. Irmgard starb schon folgenden Jahr kinderlos und neben ihrem Mann von Geldern erhob auch der Graf Adolf von Berg als naher Verwandter Walrams IV. Limburg Anspruch auf das Territorium.

Doch verkaufte Adolf von Berg seine noch 1283 an einen der damals mächtigsten Fürsten Nordwesten des Römisch-Deutschen Kaiserreichs an den Brabantischen Herzog Johann I. Die Ambitionen Johanns den Erzbischof von Köln den mächtigsten Kirchenfürsten des Reiches auf Seite des Grafen von Geldern Partei zu da Köln allzu großen Machtzuwachs Brabants fürchtete. Geldern verkaufte seine "Erbanspüche" 1288 an Luxemburg als Verbündeten von Köln.

Für beide Seiten bildeten sich umfangreiche heraus gestützt auf Lehenssystem Rivalitäten Machtinteressen und vielleicht auch Verwandtschaftsverhältnisse. Die Grafschaften Berg und Mark etwa wären durch ihren Lehenseid an Erzbischof von Köln in dessen Funktion als von Westfalen gebunden gewesen. Doch schwelten seit Jahrzehnten um die Machtstellung der Grafen; und so der Graf von der Mark nicht nur Verwandter des vermeintlich erbberechtigten Adolf von Berg dessen Seite dem gemeinsamen Lehnsherren gegenüber.

Es folgte eine Zeit mehrjähriger Kampfhandlungen wechselseitigen Belagerungen und Verwüstungen von Ländereien. Im 1288 schließlich standen sich die Heere der bei Worringen zur Schlacht gegenüber. Auch die Bürger von Köln nahmen die Gelegenheit wahr gegen ihren Stadtherren den Erzbischof aufzulehnen. Sie auf der Seite Brabants in die Schlacht

Verlauf

In die Schlacht auf der Fühlinger Heide bei Worringen nördlich von Köln zogen mehrere Heere 10.000-15.000 Mann stark. Die Kampfhandlungen am 5. Juni 1288 dauerten den ganzen Tag an. Auf Seite des Erzbischofs kämpfte das Heer von VI. Graf von Luxemburg. Ein taktischer Fehler Kölner Erzbischofs zu Beginn der Schlacht bestimmte Ausgang voraus: Brabant und seine Verbündeten obsiegten. gab mehr als 2.000 Tote; unter den befand sich auch Heinrich VI. von Luxemburg drei seiner Brüder. Der Erzbischof von Köln Graf von Geldern und zahlreiche andere Adelige Kölnischen Lagers wurden durch die Sieger gefangen

Die gegnerischen Lager

(In Auswahl)

  • Siegfried von Westerburg Erzbischof von Köln
    • Graf Reinald I. von Geldern
    • Heinrich VI. Graf von Luxemburg
    • Walram von Luxemburg Herr von Ligny
    • Graf Adolf von Nassau
    • Herren von Plettenberg
    • Herr Walram von Valkenburg
    • Dietrich "Luf" von Kleve (1290 Graf Hülchrath)
    • Walram von Jülich Herr von Bergheim
    • Dietrich III. von Moers

  • Herzog Johann I. von Brabant
    • Graf Adolf V. von Berg
      • Bergische Bauern
    • Graf Eberhard I. von der Mark
    • Bürger der Stadt Köln
    • Graf Walram von Jülich
    • Graf Arnold von Loon
    • Graf Otto IV. von Tecklenburg
    • Graf Otto I. von Waldeck
    • Graf Gottfried VI. von Ziegenhain
    • Graf Heinrich von Virneburg

Folgen

Brabant konnte seine Machtstellung ausbauen. Sichtbares der gewonnenen Territorialherrschaft über Limburg war die von dessen Wappen in das Brabantische Banner.

Der Kölner Erzbischof verlor an Einfluss. Stellung der Grafen von Berg und von der Mark gewann an Die Grafschaft Mark erlangte obwohl zwischen dem Kölnischen Territorium Rhein und dem Kölnischen Herzogtum Westfalen gelegen die Vormachtstellung in Süd-Westfalen.

Die Kölner Bürgergemeinde erreichte ihre Unabhängigkeit kirchlichen Stadtherren. Seither musste der Bischof von am Stadttor bei den Bürgern der Stadt um Einlass bitten. In der Konsequenz nahm faktisch die Stellung einer Reichsstadt ein formal sollte es bis zur dieses Status allerdings noch dauern.

Der Ausgang der Schlacht hatte 1288 Stadterhebung Düsseldorfs durch den Grafen von Berg zur Diese Erhebung zur "Konkurrenzstadt" Kölns nur wenige rheinabwärts davon wäre ohne die Schwächung der des Erzbischof kaum möglich gewesen. So wurde Anstoß gegeben zum späteren Residenzort und zur Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens .

Worringen heute

Worringen ist heute der nördlichste Vorort Köln ( Köln-Chorweiler ) und wurde 1922 eingemeindet. Die Schreibweise für Worringen hat im Laufe der Jahrhunderte häufiger gewandelt es sich auch: Worunc Worunch Woronc Woring Woeringen Wuring.

Literatur

Weblinks



Bücher zum Thema Schlacht von Worringen

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Schlacht_von_Worringen.html">Schlacht von Worringen </a>