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Schlupf


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Schlupf (von "schlüpfen") bezeichnet im allgemeinen das eines technischen Elementes das eigentlich synchronisiert in definiertem Drehzahlverhältnis zu einem anderen rotierenden Element sollte bei dem jedoch die Drehzahl - oder ungewollt - von diesem definierten Verhältnis In der Regel "hinkt" dabei das eine dem anderen immer etwas "hinterher".

Beim Treibriemen

Theoretisch sollten sich zwei durch einen verbundene Riemenscheiben mit jenem Drehzahl-Verhältnis drehen das Kehrwert ihres Durchmesser-Verhältnisses entspricht.

Da sich aber auf der ziehenden der Treibriemen elastisch dehnt hat die getriebene eine geringere Drehzahl als theoretisch zu erwarten wäre.

Um den Schlupf ganz auszuschalten kann Zahnriemen oder Ketten einsetzen.

Mit Schlupf ist nur der Effekt elastischen Dehnung gemeint und keineswegs der Effekt Durchrutschens.

Bei der Drehstrom-Asynchronmaschine

Der Schlupf ist die Drehzahl-Differenz zwischen Ständerdrehfeld und meist angegeben als Prozentwert bezogen auf die

Durch das Ständerdrehfeld wird (laut Lenzsche Regel ) im Läufer eine Spannung und damit ein Strom induziert. Dieser bewirkt durch sein Magnetfeld ein Drehmoment das den Läufer beschleunigt.

Würde sich der Läufer mit der Drehzahl wie das Ständerdrehfeld drehen so wäre magnetische Flussänderung im Läufer mehr möglich und Läufer würde auf Grund des fehlenden Drehmomentes Drehzahl wieder verringern.

Die Läuferdrehzahl ist damit immer kleiner die Drehfelddrehzahl. Der Schlupf ist lastabhängig und bei Nennbetrieb zwischen 3% und 8% der

<math>{\rm{s = }}\frac{{{\rm{n}}_{\rm{s}} {\rm{ - n}}_{\rm{2}} }}</math> mit ns=Synchrondrehzahl und n2=Läuferdrehzahl

Bei Propellern

Fachsprachlich "Slip" genannt ist der Schlupf Schiffs propellers die Differenz zwischen theoretisch zurückgelegtem Weg und wirklich zurückgelegtem Weg relativ zum theoretisch zurückgelegtem Weg .

Der technische Wert eines Propellers wird in Steigung festgelegt. Ein Propeller mit einer Steigung z.B. 4 80 m und 120 Umdrehungen pro Minute legt in einer Stunde einen Weg von :

4 80 m x 120 U/min 60 = 34560 m. In Seemeilen : 34560/1852 = 18 66 sm. 24 Stunden : 447 90 sm

447 90 sm legt der Propeller in 24 Stunden zurück. Dieser Wert ist höher als der wirklich zurückgelegte Weg der der nautischen Schiffsführung errechnet wurde. Daraus ergibt sich der "Slip".

  
Ist der nautisch errechnete "wahre" zurückgelegte z.B. 470 00 sm ergibt sich daraus Slip von :

( 447 90 - 470 ) 447 90 = -4 9 %. Dieser sagt viel aus über die Wasserströmung und Windverhältnisse .

Da die Drehzahl eines Schiffsmotors auf See niemals gleichmäßig wird täglich um 12.00 Uhr der Hubzähler in das Maschinentagebuch eingetragen. Daraus ist dann die Gesamtdrehzahl der letzten 24 Stunden zu Wenn wir bei den vorherigen Werten bleiben sich eine Drehzahl in 24 Stunden von

Diese Gesamtdrehzahl mit der Steigung multipliziert 1852 geteilt ergäbe eine Wegstrecke von wiederum 90 Seemeilen.

Zu einem negativen Slip kann es bei starkem Wind von Achtern und starker Strömung .



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