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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Schmetterlinge


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Dieser Artikel befasst sich mit der Insektengruppe Schmetterlinge. Für andere Bedeutungen des Begriffs Schmetterling Schmetterlinge siehe Schmetterling .

Schmetterlinge

Ritterfalter


Systematik
Unterstamm : Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse : Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse : Insekten (Insecta)
Unterklasse : Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung : Neuflügler (Neoptera)
Ordnung : Schmetterlinge (Lepidoptera)

Die Schmetterlinge (Lepidoptera) bilden eine der artenreichsten Insekten - Ordnungen . Die wissenschaftliche Bezeichnung bedeutet Schuppenflügler (von λεπισ Schuppe und πτερον Flügel). Mehr als Arten sind bisher bekannt in Mitteleuropa mehr 3.000. Etwa 700 neue Arten werden jährlich Dennoch sind sie in Erscheinungsbild und Lebensweise einheitlich. Sie sind auf allen Kontinenten außer Antarktis verbreitet. Viele Arten sind gefährdet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Schmetterlinge können von 3 mm bis zu groß werden (ohne Flügel). Als größter Schmetterling der Kometfalter aus Madagaskar oder der Königin-Alexandra-Vogelflügler genannt. Sie haben von etwa 30 cm.

Bei den meisten Schmetterlingen sind nicht die Flügel geschuppt sondern der gesamte Körper. Diese sind umgewandelte Haare sie liegen dachziegelartig den auf und verbergen so die oft für Bestimmung wichtigen Flügeladern. Sie sind oft auffällig meist mit Pigmenten aber auch mittels irisierenden Lichtbrechungseffekten . Vorder- und Hinterflügel sind meist fest wobei der Koppelungsmechanismus anatomisch verschieden sein kann Fibula Jugum Frenulum ).

Ein weiteres untrügliches Merkmal ist der Ruhestellung aufgerollte Rüssel ( Proboscis ). Er besteht hauptsächlich aus den umgewandelten Maxillen . Die Kiefer ( Mandibeln ) sind zurückgebildet oder fehlen ganz.

Schmetterlinge sind Holometabole. Die Verwandlung ( Metamorphose ) in eine völlig andere Gestalt vom zum Imago findet im Puppenstadium statt in der das Tier unbeweglich und keine Nahrung nimmt. Ist die Puppe Pupa ) zusätzlich verhärtet oder mit einer Hülle Spinnfäden – oft mit zusätzlichem meist pflanzlichem – verbaut spricht man von einem Kokon .

Die Raupen ( Larvae ) haben Kiefer (Mandibeln). Sie besitzen oft den krallenartigen drei Beinpaaren zusätzliche Stummelfüßchen zur

Die Fühler sind vielgestaltig. Gekeult wie bei den gefiedert oder beschuppt wie bei den Schwärmern.

Einige nachtaktive Arten haben empfindliche Hörorgane Tympanalorgane ) seitlich am Thorax (Eulen) oder ersten (Spanner).

Obwohl alle Schmetterlinge zu den Sechsfüßern (Hexapoda) gehören haben einige Familien wie Edelfalter und die Augenfalter nur vier Beine. vordere Beinpaar ist bei ihnen zu Putzpfoten und kaum sichtbar.

Ernährung und Verhalten

Die Raupen ( Larvae ) ernähren sich meist von pflanzlichem Material. bekannteste Gegenbeispiel ist die Kleidermotte . Die Schmetterlingsraupen sind sehr gefräßig und große landwirtschaftliche Schäden anrichten. Die Spanner haben Namen von ihrer Fortbewegung in der die abwechselnd gestreckte und gebogene Stellung in Form Ω annehmen wobei sie sich abechselnd mit Beinpaaren und den vier Paaren von Stummelfüßchen

Meist sind sie wegen ihres fehlenden Chitinpanzers Vögeln und anderen Räubern relativ schutzlos und tarnen sich daher entweder durch Färbung Gestalt oder bedienen sich Bitter- und Giftstoffen. sind sie zur Warnung auffällig bunt gefärbt sehr behaart wie bei den Bärenspinnern (fam. arctiidae ). Beim Gabelschwanz ( Cerura vinula ) hat die Raupe zwei gefährlich aussehende Schwanzfortsätze und einen scheinbar vergrößerten Kopf mit

Tagpfauenauge (<em>Inachis io</em>)

Die erwachsenen Tiere ( Imago ) auch Falter genannt nehmen mit ihrem Rüssel nur Nahrung auf meist Blütennektar. Einige Pflanzen mit Blütenkelchen können nur von Schmetterlingen bestäubt werden. Windenschwärmer ( Herse convolvuli L. ) ist der Rüssel bis zu 15 cm

Der Schmetterlingsflug ist einer der bemerkenswertesten Dabei wird der Körper ungewöhnlich geschüttelt. Er jedoch nicht so plump wie es den hat. Die Flügel bewegen sich nicht einfach und ab sondern beschreiben eine Acht wodurch Auftrieb erzeugt wird. Schwärmer sind exzellente Flieger auf der Stelle stehen und sogar kurze rückwärts fliegen können.

Schmetterlinge legen lange Wanderungen zurück. Viele sind Zuzügler aus dem Süden und können der Alpen nicht dauerhaft überleben.

Bedeutung

Die Spinnfäden bei der in Ostasien Familie Seidenspinnern (Bombycidae) insbesondere der Seidenraupe ( Bombyx mori ) sind der Rohstoff für unsere Seide . Abgesehen von der Bestäubung sind insbesondere Raupen ein Schädling fast aller Nutzpflanzen. Auf Holz einiger Bäume sind Holzbohrer (Cossidae) spezialisiert. die Wolle befallende Kleidermotte sei hier nochmals genannt.

Wegen ihrer hübschen Gestalt gehören die mit den Käfern zu den beliebtesten Insekten. Sammler haben mit zur Gefährdung besonders großer auffälliger Tiere beigetragen.

Systematik

Die volkstümliche Einteilung zwischen Tagfalter und Nachtfalter hat keine wissenschaftliche Grundlage. Schwärmer sind z. B. von den Spannern ebenso verschieden wie von den Tagfaltern. Nachtfaltern sollen hier deshalb nur Nachtfalter im Sinne die Eulen (Noctoidae) gemeint sein. Obwohl bei den Familien bei den Systematikern Einigkeit seien hier wegen der überwältigenden Anzahl nur wichtigsten Überfamilien genannt (mit Beispielen):

Überfamilien (mit Beispielen)

  • Tagfalter (Papilionoidae)
  • Eulen oder Nachtfalter i.e.S. (Noctoidae)
  • Schadspinner (Lymantriidae)
  • Spanner (Geometroidae)
    • Birkenspanner
  • Schwärmer (Sphingoidae)
  • Wickler (Torticoidae)
  • Federgeistchen und Zünsler (Pyraloidae)
    • Federgeistchen
  • Motten (Tineoidae)
  • Federmotten (Copromorphoidae)
  • Trugmotten (Eriocranioidae)
  • Urmotten (Micropterigoidae)
  • Widderchen (Zygaenoidae)
  • Bombycoidae
  • Hepialoidae
  • Nepticuloidae
  • Cossioidae

Weblinks



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