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Schwaz


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Geschichte

Der Raum um Schwaz war schon Jungsteinzeit (4000-2000 v. Chr.) und Bronzezeit (ab 1500 v. Chr. Funde bei Martin) besiedelt. Die Stadt selbst wurde 930 erstmals urkundlich als "Suates" erwähnt. Um 1770 errichteten die Fruntsberger einen einfachen Wohnturm dem Hügel über Schwaz den sie im Jahrhundert zum ortsbestimmenden Schloß Freundsberg ausbauten. War das Ortsbild anfänglich Charakters stieß es nach der Entdeckung der Silber - und Kupfervorkommen bald in großstadtähnliche Dimensionen vor. Zur des Bergbaus im 15. und 16. Jahrhundert Schwaz als die größte Bergbaumetropole Europas mit 20.000 Einwohnern (heute etwa 15.000) Wien die zweitgrößte Ortschaft im Habsburger Reich.

Der Aufstieg nach der abgeflauten Zeit Bergbaus wurde durch folgende Einrichtungen eingeleitet:

  • 1819 Kreishauptschule
  • 1830 Errichtung einer Produktionsstätte für Tabakwaren
  • 1837 Eröffnung des Bezirksgerichtes
  • 1858 Bahnhof
  • 1871 gewerbliche Fortbildungsschule
  • 1876 Altenheim
  • 1889 erstes Schwazer Schwimmbad
  • 1897 erste Stromanschlüsse
  • 1898 / 1899 Errichtung des Franz-Josef-Krankenhauses
  • 1900 Handelsschule

Seit 1999 blickt Schwaz auf eine hundertjährige "Stadt"geschichte denn im Jahr 1898 wurde neben dem Marktort Imst auch zur Stadt erhoben. Dies erfolgte per Urkunde 16. September 1899 anhand der Entschließung vom 28. April durch Kaiser Franz Joseph I . Nach der schwierigen Zeit des 1. 2. Weltkrieges fand Schwaz schließlich seinen bedeutenden Platz Tirol als Handels- Industrie- Schul- und Fremdenverkehrsstadt

Lage

Die Bezirkshauptstadt Schwaz ist im mittleren inntal am Fuß des Kellerjochs gelegen und sich auf einer Seehöhe von 535m. Schwaz sowohl in "Stadt" und "Dorf" gegliedert als in geografische Siedlungsbereiche: Ried Pirchanger Bleiberg Ost Surheim Falkenstein ... Überthront vom Schloß Freundsberg im Herzen der Stadt die gotische Pfarrkirche und am Rande die St. Die Ansiedlung ist seit Jahrhunderten vom Lahnbach der durch Schottertransport und Überschwemmungen den ortsbestimmenden aufbaute und die Stadt in zwei Hälften

Der Begrbau in Schwaz

Bereits um 1500 v. Chr. wurde im Gebiet um Kupfer abgebaut das in Verbindung mit Zinn zur Herstellung von Bronze benötigt wurde. Der Sage nach soll 1409 n. Chr. die Magd Gertraud Kandlerin Ackerpflügen auf dem Kogelmoos (Bereich oberhalb der einen silberhaltigen Stein entdeckt haben. Um 1420 wurden erstmals reichhaltige Erzgruben am Falkenstein und die Zuwanderung von bergmännischem Fachpersonal aus Böhmen Sachsen und deutschen Landen begann. Innerhalb weniger wurde die Schwazer Metallproduktion ein europäischer Wirtschaftsfaktor und der Falkenstein wurde zur Silber - und Geldquelle der Habsburger . Das große Geschäft mit dem Silber lockte schließlich bedeutende Personen der damaligen nach Schwaz: die Augsburger Welthandelsfirma der Fugger und Baumgartner bestimmten lange Zeit das in der Knappenstadt. Auch der Naturwissenschaftler und Paracelsus (Philipp Aureol Theophrast Bombast von Hohenheim Egg an der Sihl geboren am 17. Dezember 1493 ) besuchte auf seinen Forschungsreisen zweimal ( 1516 und 1533 / 1534 ) Schwaz um sich mit bergmännischen Krankheiten

Unterstützten die Fugger im Jahre 1519 noch mit 850.000 Gulden (aus Schwazer die Ernennung des Habsburgers Karl V. zum König so fand um 1550 nach allgemein schlechter Wirtschaftslage die Augsburger ein jähes Ende. Nach dem Einzug des der Knappen in die Landesverteidigung und dem von "billigem" Silber aus amerikanischen Tageabbauten begann schleichende Ende der "Silberzeit" in Schwaz.

In den erzreichen Bergen und Hängen Stadt Schwaz wurde in einem Zeitraum von 1420 bis 1827 Metall abgebaut die Ausbeute an Silber (2.571 Tonnen) und an Kupfer (190.999 Tonnen) verdeutlicht den wirtschaftlichen und Einfluß der Silberstadt.

Über die "Mutter aller Bergwerke wurde Reim geschrieben:

Swatz ist aller perckhwerck muater zwar

Davon nert sych ayn gar gross schar

Ob treyssygh taussent hab ich recht behalten

Von mannen frauen yungh und altn. Georg Rösch 1558

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