Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 19. Juli 2019 

Sender Freies Berlin


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Der Sender Freies Berlin (SFB) war von seiner Gründung am 1. Juni 1954 bis zum 30. April 2003 eine Anstalt des öffentlichen Rechts Landesrundfunkanstalt für das Bundesland Berlin bzw. vor 1990 für West-Berlin. Der Name war Anspielung das "freie" West-Berlin und Abgrenzung zu Ost-Berlin und dem dortigen Rundfunk.
Mit Wirkung vom 1. Mai 2003 fusionierte er mit dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) zum neuen Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Der SFB war Mitglied der ARD .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1922 wurde in Berlin die "Deutsche Stunde für drahtlose Belehrung und Unterhaltung mbH" gegründet am 29. Oktober 1923 erstmals eine Hörfunksendung in Deutschland ausstrahlte. 1933 wurde der Rundfunk verstaatlicht und als Reichssender Berlin Teil des späteren Großdeutschen Rundfunks . Dieser sendete bis 1945 .

Im Nachkriegsdeutschland gründete einerseits die britische Besatzungsmacht 1945 zunächst "Radio Hamburg" das im Herbst als " Nordwestdeutscher Rundfunk " (NWDR) gemeinsame Rundfunkanstalt für ganz Nordwestdeutschland Berlin wurde und andererseits die amerikanische Besatzungsmacht in Berlin den " Rundfunk im amerikanischen Sektor " (RIAS). Beide Stationen sendeten zunächst jeweils deutsches Hörfunkprogramm.

1948 wurde der NWDR in deutsche Hände und eine "Anstalt des öffentlichen Rechts" für Bundesländer Hamburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Nordrhein-Westfalen und Berlin. RIAS blieb weiterhin in amerikanischen Händen.

Ab 1950 strahlte der NWDR neben seinem bisherigen auf UKW zwei weitere regionale Hörfunkprogramme aus welche Trennung der Anstalt als NDR 2 bzw. 2 bezeichnet wurden. Im gleichen Jahr (1950) der NWDR Gründungsmitglied der ARD. Zwei Jahre (1952) war der NWDR maßgeblich für den des Fernsehens in Deutschland verantwortlich.

Am 12. November 1953 trat das "Gesetz über die Errichtung Rundfunkanstalt Sender Freies Berlin " in Kraft auf Grund dessen zum Juni 1954 für West-Berlin eine eigenständige Rundfunkanstalt gegründet Damit schied das Land Berlin aus dem des NWDR aus und dieser übergab dem neuen Sender das Rundfunkgebäude am Heidelberger Platz in Wilmersdorf . Später übernahm der SFB das "Haus des Rundfunks" an der in Charlottenburg . Mit dem Sendestart am 1. Juni strahlte der SFB zwei Hörfunkprogramme aus SFB 1 und SFB 2 . Die neue Anstalt trat im September der ARD bei. Im gleichen Jahr startete Deutschland das gemeinsame Fernsehprogramm der ARD zu der SFB ab 1958 ein eigenständiges Regionalprogramm für Berlin veranstaltete.

Am 1. Oktober 1962 startete der SFB zusammen mit dem das zunächst als "Drittes Programm" bezeichnete Hörfunkprogramm anspruchsvollen Musik- und Wortsendungen. Ab 1. Juni 1973 strahlte dieses Programm erstmals "Gastarbeiterprogramme" aus ab 1. April 1979 war es unter der Bezeichnung SFB 3 - zeitweise auch in Kooperation mit 3 - die Klassik- und Kulturwelle des

Am 4. Januar 1965 startete das " Dritte Fernsehprogramm " "Norddeutsches Fernsehen" später Nord 3 bzw. N 3 NDR an dem sich neben dem SFB Radio Bremen beteiligte. Das Programm wurde bald zu Vollprogramm ausgebaut und ist zwischenzeitlich auch über in nahezu ganz Europa zu empfangen. Auf Unterträger des Fernsehprogramms N 3 startete am September 1988 das regionale Videotext-Angebot Nordtext (heute NDR-Text ) das auch Informationen über Berlin sendete.

Zum 1. Januar 1992 wurde der SFB Landesrundfunkanstalt für das Berlin und aus dem bisherigen Hörfunkprogramm SFB 1 wurde das Programm Stadtradio 88acht . Im Oktober des selben Jahres schied SFB aus dem Dritten Fernsehprogramm "Nord 3" und strahlte seither ein eigenständiges Berliner Fernsehprogramm dem Namen B 1 aus das später in SFB 1 umbenannt wurde.

Am 22. Februar 1993 startete der SFB mit Radio BZWEI ein erstes Hörfunkprogramm in Kooperation mit ORB. Das neue Programm war eine Informations- Servicewelle für Berlin und Brandenburg und richtete an 25- bis 50-jährige Hörer. In diesem ging das bisherige Programm SFB 2 auf.
Eine weitere Kooperation zwischen SFB und wurde mit dem Jugendradio Fritz auf den Weg gebracht. Sendestart dieses war der 1. März 1993 .

Am 18. September 1994 startete der SFB das Hörfunkprogramm SFB RADIOmultikulti eine internationale Welle für ausländische und Hörer.

Nach kurzem Probebetrieb startete am 28. August 1995 eine weitere Kooperationswelle zwischen SFB und das infoRADIO ein digitaler Nachrichten- und Informationskanal der um die Uhr sendete.

Der weitere Ausbau der Hörfunk-Kooperation zwischen und SFB führte am 26. August 1997 zur Einstellung des 1993 gestarteten Programms Radio BZWEI (ORB/SFB) und des 1992 vom ORB Programms Radio Brandenburg . Als Nachfolgesender für beide Programme ging Radio Eins ein Tagesbegleitprogramm für Hörer ab 25 auf Sendung.

Im Kulturbereich ging der SFB neben ORB auch eine Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) ein. Vom 3. Oktober 1997 bis 2000 war Radio 3 die gemeinsame Klassik- und Kulturwelle von ORB und NDR. In Radio 3 ging bisherige Programm SFB 3 auf. Nach 2000 wurde "Radio 3" NDR und ORB noch bis 31. Dezember und danach vom ORB alleine weitergeführt.

Gleichzeitig mit Radio 3 am 3. Oktober 1997 startete als weitere Kooperationswelle zwischen ORB SFB Radio Kultur unter der Federführung des SFB. Dieses bot neben einer breiten politischen Berichterstattung Klassische Neue Musik Jazz und Weltmusik.

Programme des SFB

Bis zum Zeitpunkt der Fusion mit ORB am 1. Mai 2003 strahlte der somit alleine oder in Kooperation mit anderen und Fernsehanstalten folgende Programme aus:

Fernsehen

Hörfunk

  • 88acht - Stadtradio für Berlin
  • RADIOmultikulti - Internationale Welle für ausländische und Hörer aus Berlin
  • Radio Eins - Tagesbegleitprogramm für Hörer ab Jahren in Kooperation mit dem ORB
  • Fritz - Jugendradio in Kooperation mit dem
  • infoRADIO - Nachrichten- und Informationswelle in Kooperation dem ORB
  • Radio Kultur - Kulturwelle in Kooperation mit dem

Intendanten des SFB 1954 bis 2003


Siehe auch weitere Rundfunksender in Berlin in der DDR nach 1945 :




Bücher zum Thema Sender Freies Berlin

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sender_Freies_Berlin.html">Sender Freies Berlin </a>