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Siegfried Lenz


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Siegfried Lenz am 25. 03. 2004

Siegfried Lenz (* 17. März 1926 in Lyck ( Ostpreußen )) ist ein deutscher Schriftsteller .

1943 machte Siegfried Lenz sein Abitur und ging anschließend zur Marine . Wie viele andere Landser desertierte er kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs . Nach seiner geglückten Flucht geriet Lenz britische Kriegsgefangenschaft. Nachdem er aus dieser entlassen war ging er nach Hamburg um dort Philosophie Germanistik und Literaturgeschichte zu studieren. Sein Studium brach er ab um als Volontär bei der Tageszeitung " Die Welt " zu arbeiten. Von 1950 bis 1951 war Lenz Redakteur dieser Zeitung.

Ab 1951 war Lenz freier Schriftsteller schrieb seinen ersten Roman "Es waren Habichte der Luft" der auch prämiert wurde. Er sich der " Gruppe 47 " an; dieser Gruppierung gehörten unter anderem Günter Grass Heinrich Böll Paul Celan und Ingeborg Bachmann an. Lenz unterstützte später mit Günter die Ostpolitik von Willy Brandt .

1952 wurde ihm der René-Schickele-Preis verliehen im 1961 der Literaturpreis der Stadt Bremen . 1955 schrieb Lenz den Erzählband "So zärtlich Suleyken". Seine Bücher handeln zumeist von Menschen der Defensive; häufig traurige oder schwermütige Geschichten sich bei Lenz doch oft zu tröstenden Seine Figuren sind Einzelkämpfer die in Melancholie aber dennoch Optimismus ausstrahlen. Einige seiner Werke verfilmt und im Fernsehen ausgestrahlt. Sein wohl im Jahre 1968 erschienenes Werk ist "Deutschstunde". kritisiert Lenz das Deutschland der Nachkriegszeit. 1970 erhielt er für sein Drama "Zeit der Schuldlosen" den Gerhart-Hauptmann-Preis . Auch dieses Werk wurde verfilmt. Im 1973 entstand der Roman "Das Vorbild" 1978 und 1985 "Exerzierplatz"; in allen dreien geht stets um das Verhältnis zwischen Alt und Gegenwart und Vergangenheit. Die Themen Schuld Versagen Einsamkeit tauchen bei Lenz immer wieder auf. erzählt Geschichten im klassischen Stil von Wolfgang Borchert oder Ernest Hemingway ; er ist im In- und Ausland der bekanntesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwartsliteratur.

Werke

  • Es waren Habichte in der Luft
  • Duell mit dem Schatten (1953)
  • So zärtlich war Suleyken (1955)
  • Das schönste Fest der Welt (1956)
  • Der Mann im Strom (1957)
  • Jäger des Spotts. Geschichten aus dieser (1958)
  • Brot und Spiele (1959)
  • Das Feuerschiff (1960) (und andere Erzählungen)
  • Zeit der Schuldlosen (1961)
  • Stimmen der See (1962) (Erzählungen)
  • Stadtgespräch (1963)
  • Das Gesicht (1964)
  • Deutschstunde (1968)
  • Das Vorbild (1973)
  • Einstein überquert die Elbe bei Hamburg
  • Der Geist der Mirabelle (1975)
  • Heimatmuseum (1978)
  • Der Verlust (1981)
  • Elfenbeinturm und Barrikade. Erfahrungen am Schreibtisch
  • Ein Kriegsende (1984)
  • Exerzierplatz (1985)
  • Das serbische Mädchen (1987)
  • Die Klangprobe (1990)
  • Über das Gedächtnis. Reden und Aufsätze
  • Die Auflehnung (1994)
  • Ludmilla (1996)
  • Über den Schmerz. Essays (1998)
  • Arnes Nachlass (1999)
  • Mutmaßungen über die Zukunft der Literatur
  • Fundbüro (2003)
  • Zaungast (2004)

Auszeichnungen Ehrungen Preise (Auswahl)


Weblinks

http://www.siegfried-lenz.de



Bücher zum Thema Siegfried Lenz

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