Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 20. August 2019 

Sigismund Friedrich Hermbstädt


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Sigismund Friedrich Hermbstädt (* 16. April 1760 in Erfurt ; † 22. Oktober 1833 in Berlin) war Apotheker Chemiker technischer Technologe und "Unternehmensberater".

Hermbstädt setzte sich Zeit seines Lebens die Verbreitung handwerklicher und industrieller Techniken ein. hielt er Unterrichtskurse für Gewerbetreibende ab und eine Vielzahl von Abhandlungen und Büchern in er auf die Technologien sowie die Physik Chemie der dargestellten Verfahren einging. Er leistete wesentlichen Beitrag zur Modernisierung und Rationalisierung von Industrie und Gewerbe im Preußen Anfang des frühen 18. Jahrhunderts.

Leben

Nach dem er in seiner Heimatstadt St. Michaelisschule eine Volksschule und 1773 bis das Ratsgymnasium besucht hatte begann Hermbstädt an Universität zu Erfurt ein Studium der Arzneiwissenschaft. besuchte er Vorlesungen über Chemie bei Trommsdorf. der Promotion ging er als Repetent nach Langensalza in die von Johann Christian Wiegleb pharmazeutische Lehranstalt. Danach nahm er ein Officium der Ratsapotheke in Hamburg an. 1784 arbeitete als Verwalter in der Apotheke Zum weissen Schwan der Apotheke des verstorbenen Valentin Rose Älteren in der bis 1780 auch Martin Heinrich Klaproth tätig war. Zugleich setzte er seine am königlichen Collegium medico-chirurgicum fort dort lernte er auch Professor Stelle Leibarzt des preußischen Königs und Geheimer kennen. 1786 unternahm er eine Studienreise in Harz und in das sächsische Erzgebirge . In Göttingen Halle Leipzig und Freiberg verweilte er länger und schloß Bekanntschaft Persönlichkeiten wie Beckmann Lichtenberg Gmelin Forster Hebenstreit Werner Gellert Lempe und Hoffmann. Ende 1787 Hermbstädt wieder in Berlin und hielt Privatvorlesungen Chemie Physik Technologie und Pharmazie. 1791 erfolgte Berufung als ordentlicher Professor für Chemie und an das Collegium medico-chirurgicum . Gleichzeitig betraute man ihn auch mit Verwaltung der königlichen Hofapotheke eine Aufgabe die 7 Jahre lang wahrnahm. In dieser Zeit die Ernennung zum Rat am Obercollegium medicum zum Assessor des königlichen Manufactur- und Commerzcollegiums sowie zum Assessor bei der Salzadministration. bewirkte seine Mitwirkung in chemisch-technologischen Fragestellungen im des Ministers von Struensee. Wegen eines Aufstandes der Zuckerinsel San Domingo (Haiti) wurde Zucker in Preußen knapp und teuer. Hermbstädt sollte nach Ersatzlösungen suchen. Obwohl Marggrafs und Achards Arbeiten bekannt waren führte Hermbstädt eigene an einheimischen Pflanzen wie Türkischem Weizen Bärenklau Rüben und anderen Pflanzen durch. Letzlich blieben Arbeiten wie die seines "Widersachers" Achard im 18. Jahrhundert ohne Erfolg.
Andere Bereiche wurden durch ihn mehr Mit fast allen Anwendungen der damaligen Technologie Landwirtschaft und der Pharmazie beschäftigte sich Hermbstädt veröffentlichte darüber Abhandlungen und sorgte so für Verbreitung des vorhandenen Praxiswissen (Best practice). Er sich mit so verschiedenen Dingen wie Einrichtung Zuckersiederei Durckverfahren Herstellung von Bleiweiss Färberei Gerberei Bierbrauen Veredelung von Flachs und Hanf Kultivierung Tabakpflanze und vielen anderen Technologien.
1810 wurde Hermbsstädt auf Vorschlag von Humboldt und Hoffmann als außerordentlicher Professor für an die neu gegründete Universität berufen. Ab hielt Hermbsstädt auch Vorlesungen an der Bergakademie Freiberg (Sachsen).

Wesentlichen Einfluss hatte Hermbstädt auch auf chemische Denken seiner Zeit. Seine Übersetzung der Werke Lavoisiers dessen Traité élémentaire des chimie er als Des Herrn Lavoisiers System der antiphlogistischen Chemie 1792 herausgab führte zu einer raschen von der Phlogiston -Theorie. Auch um die rasche Verbreitung der chemischen Nomenklatur ( Lavoisier Berthollet Guyton de Morveau (1787) hat sich verdient gemacht.

Leistungen

  • Herstellung von Oxalsäure durch Oxidation von Weinsäure mit Salpetersäure (1782)
  • Verbreitung der neuen chemischen Nomenklatur nach Lavoisier
  • Eintreten für die Oxidationstheorie Lavoisiers
  • Darstellung und Verbreitung moderner Herstellverfahren
  • Mittler zwischen Wissenschaft und Produktion (Unternehmensberater)
  • Herausgeber und Redakteur verschiedener Zeitschriften für Gewerbe Landwirtschaft

Werke

  • Physikalisch-Chemische Versuche Beobachtungen 1786
  • Systematischer Grundriss der allgemeinen Experimentalchemie 1792
  • Grundriss der Färbereikunst 1802
  • Archiv der Agrikulturchemie für denkende Landwirte ab 1804
  • Chemische Grundsätze der Kunst Bier zu brauen 1814
  • Grundriss der Technologie 1816



Bücher zum Thema Sigismund Friedrich Hermbstädt

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sigismund_Friedrich_Hermbst%E4dt.html">Sigismund Friedrich Hermbstädt </a>