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Vernichtungslager Sobibor


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Das Vernichtungslager Sobibor war ein Lager der SS in der Nähe des Dorfes und Eisenbahnstation von Sobibór im Osten von Lublin in Polen.

Das Lager wurde im Rahmen der Aktion Reinhard geplant. Mit dem Bau wurde im 1942 unter der Leitung des SS-Hauptsturmführers Richard begonnen. Im April 1942 wurde SS-Obersturmführer Franz Stangl Lagerkommandant. Dieser vollendete den Bau nach Muster des Vernichtungslagers Belzec .

Die Bewachung des Lagers bestand aus SS-Männern und zwischen 90 bis 100 Trawniki-Männern die Fläche des Lagers mit einer Ausdehnung 400 mal 600 Meter.

Inhaltsverzeichnis

Teillager

Das Lager bestand aus 3 Teillagern:

Lager I

Eine Verwaltungszone mit Krankenbaracke Nähzimmer und der SS Schmiede Tischlerei Färberei und einer

Lager II

Eine Zone zur Lagerung von Häftlingseigentum Vorbereitungsstationen für die Vernichtung mit Entkleidungsbaracken Entkleidungsraum für Silber Ställe Magazin für Schuhe Magazin Frauenhaare Latrinen Magazin für Wertsachen der Häftlinge Ofen u.a.

Lager III

Die Vernichtungszone mit Gefangenenbaracken Gaskammern Motor der Gasproduktion einem umzäunten Hof der Leichen und Massengräbern. Die Gaskammern hatten quadratische Ausdehnung von 16 Quadratmetern und konnten bis 180 Menschen aufnehmen. Der Todeskampf der dauerte zwischen 20 und 30 Minuten.

Die Phasen der Vernichtung

Anfang Mai bis Ende Juli 1942

Die Transporte der zur Vernichtung bestimmten kamen aus dem Distrikt Lublin in Polen Tschechoslowakei Deutschland und Österreich.

Unter anderem kamen etwa 10 000 aus Deutschland und Österreich 6000 aus dem KZ Theresienstadt und mehrere Tausend aus der Slowakei. dieser Phase wurden zwischen 90 000 und 000 Menschen in Sobibor vernichtet.

Nach Umbau- und Erweiterungsbauten wurde Ende 1942 SS-Obersturmführer Franz Reichleitner neuer Lagerkommandant.

Anfang Oktober 1942 bis Ende 1943

Im Oktober 1942 wurden die Transporte Sobibor fortgesetzt wobei aus Städten des Distrikts und bis Sommer 1943 aus Ostgalizien Juden Vernichtung transportiert wurden.

Von Oktober 1942 bis Juni 1943 aus diesen beiden Gebieten 70 000 bis 000 Juden deportiert. Weitere Transporte erfolgten aus ganzen Generalgouvernement Polen von etwa 145 000 bis 155 Menschen.

In der zweiten Hälfte von Februar 1943 kam SS-Führer Heinrich Himmler zur Inspektion in das Lager wobei die Vernichtung eines Transportes von mehreren hundert Mädchen persönlich beobachtete.

19 Transporte aus den Niederlanden trafen März und Juli 1943 mit etwa 35 Juden zur Vernichtung ein wobei sie unter Täuschungsaktionen in den Tod geführt wurden.

In der zweiten Hälfte des Septembers kamen aus Wilna Minsk und Lida im Reichskommissariat Ostland 14 000 Juden nach Sobibor zur womit sich die Gesamtzahl der dort ermordeten auf 250 000 summierte.

Am 5. Juli 1943 ordnete Heinrich Himmler die Umwandlung des Lagers in ein Konzentrationslager ( KZ ) an.

Aufstand und Ende

Am 14. Oktober 1943 begannen dort inzwischen inhaftierte Kriegsgefangene einen gegen das Lagerpersonal. Dabei wurden 11 SS-Männer mehrere Trawniki-Männer getötet. Fast 300 Häftlinge konnten aber nur etwa 50 konnten der SS Die restlichen Lagergefangenen wurden alle ermordet.

Bis Ende 1943 wurde das ganze von der SS beseitigt und in ein Anwesen umgestaltet bis dann im Sommer 1944 die Sowjetarmee und die polnische Volksgarde(Gwardia das Gebiet eroberte.

Bestrafung des Lagerpersonals

1965 und 1966 wurden 11 SS-Männer in Hagen wegen Taten in Sobibor angeklagt. Einer tötet sich einer wurde zu lebenslanger Haft verurteilt fünf eine Gefängnisstrafe zwischen 3 und 8 Jahren vier wurden freigesprochen. Franz Stangl wurde 1970 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Mahnmal

Heute ist das Gebiet des Lagers Nationaldenkmal mit einer Gedenkstätte.

Literatur

  • Jules Schelvis: Vernichtungslager Sobibór Hamburg/Münster 2003 ISBN 3897718146 )
  • Yitzhak Arad: Belzec Sobibor Treblinka Bloomington 1987 ISBN 0253342937
  • Adalbert Rückerl: Nationalsozialistische Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse München 1977 (dtv 2904) ISBN 343402904 x
  • Thomas Toivi Blatt: From the Ashes of Sobibor. A Story Survival Northwestern University Press Evanston Illinois 1997 ISBN 0810113023
  • Miriam Novitch (Herausgeberin): Sobibor - Martyrdom and Revolt. Documents and Holocaust Library New York 1980

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