Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 16. Oktober 2019 

Sonate


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Eine Sonate (ital. sonata suonata ) ist ein in der Regel aus oder vier abgeschlossenen aber durch innere Verwandtschaft sich verbundenen Sätzen bestehendes Tonwerk von ganz Form .

Je nach Besetzung wird unterschieden in

  • Solosonate für ein einzelnes Instrument meist Klavier oder Violine
  • Duosonate (meist ein Streich- oder Blasinstrument plus Triosonate oder Quartett
  • Sinfonie als Sonate für Orchester
  • Konzert als Sonate für ein solistisch eingesetztes plus Orchester.

Aufbau der Sätze

Der erste Satz ist der für die Sonate charakteristische diese sich hierdurch von Suite Serenade etc. unterscheidet); seine Form ist die genannte Sonatenhauptsatzform mit ihren Formteilen Exposition Durchführung Reprise und Coda :
  • Die Exposition
    • beginnt nach einer optionalen langsamen Einleitung (Introduktion) mit dem
    • Hauptthema ( Hauptsatz ) in bewegtem Tempo (meist Allegro) von eine Überleitung das heißt geschlossene modulierende (nicht in liegende Tonarten ausschweifende) Gänge zum
    • zweiten Thema ( Nebensatz Seitensatz ) führen das einen deutlichen Stimmungskontrast zum Thema darstellt (Themendualismus) und meist lyrischer gehalten Steht der Hauptsatz in Dur so pflegt der Seitensatz auf der der Dominante zu stehen; steht der Hauptsatz in Moll so findet die parallele Durtonart (z. bei a-Moll: C-Dur) oder auch eine verwandte Anwendung.
    • Entweder schließt die Exposition hiermit ab oder folgt noch die so genannte Schlussgruppe die zum ersten Thema zurückführt.
  • In der Durchführung werden Hauptthema und Seitenthema motivisch verarbeitet. ist hier auch das Aufsuchen entfernter Tonarten Spannungssteigerung. Sie schließt meist mit einem Halbschluss der Dominante um damit überzuleiten zur
  • Reprise die eine Wiederholung der Exposition ist jedoch der Seitensatz nun auch in der des Werkes steht um Geschlossenheit zu erzielen. Wiederholung der den ersten Teil des Sonatensatzes Themen ist durchaus für die Form charakteristisch; sind selten und bedeuten ein Zerbrechen der so zum Beispiel bei Ludwig van Beethoven .)
  • Mit der Coda schließt der Sonatenhauptsatz. Sie enthält meist große Schlusssteigerung in der nochmals das Thema andere Motive anklingen.

Bildungen wie die der ersten Sätze so genannten Mondscheinsonate (Op. 27 cis-Moll) oder As-Dur-Sonate (Op. 26) von Beethoven haben mit Schema nichts zu tun. Beiden Sonaten fehlt eigentliche erste Satz; sie beginnen mit dem der in der Regel der zweite ist.

Charakteristikum des zweiten Satzes ist die langsame Bewegung (nur ausnahmsweise der langsame Satz und das gleich zu Scherzo ihren Platz). Seine Form kann eine verschiedenartige sein. Ist er wie der erste zwei kontrastierenden Themen ausgestattet so ist das das zweite; die Reprise und Durchführung fallen dagegen erscheint gern das Hauptthema dreimal meist immer gesteigerter Figuration. Oft begnügt sich der mit der dreiteiligen Liedform d. h. der A-B-A. Sehr beliebt ist auch die Variationenform den zweiten Satz. Die Tonart des zweiten ist meist die der Subdominante oder der

Der dritte Satz bringt Menuett oder Scherzo gewöhnlich wieder in der Haupt- oder eng verwandten Tonart. In frühen Sonaten fehlt oder Scherzo gänzlich so dass man gleich zweiten zum letzten Satz dem Finale gelangt.

Der vierte Satz das Finale steht bei durchschnittlich schneller Bewegung immer der Haupttonart verwandelt sie aber nicht selten Moll in Dur. Seine Form ist entweder Sonatenhauptsatzform zum Teil ohne Reprise aber mit oder eine weit ausgesponnene Rondoform mit mehr als zwei meist kurzen In seltenen Fällen läuft er in eine Fuge aus.

Geschichte

Sonata ("Klingstück") war in den Anfängen der Instrumentalmusik gegen Ende des 15. Jahrhunderts eine Bezeichnung für Instrumentalstücke ohne bestimmtes Formschema im zur Cantata ("Singstück"). Sie wurde zunächst von Giovanni Croce (1580) und Andrea Gabrieli dessen "Sonate a 5 istromenti" (1586) ist verwendet. Von seinem Neffen Giovanni Gabrieli sind einige Sonaten erhalten (1597 und Diese ältesten Sonaten sind Stücke für mehrere (Violinen Violen Zinken und Posaunen) und ihr liegt in der Entfaltung harmonischer Fülle. Ihre Bestimmung war die einem kirchlichen Gesangswerk als vorausgeschickt zu werden die Sonate tritt in Folge (völlig gleichbedeutend mit der Sinfonia ) als Einleitung einer Kantate auf.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann man die

  • Sonata da chiesa (Kirchensonate) mit der Satzfolge "langsam - - langsam - schnell" von der
  • Sonata da camera (Kammersonate) mit einleitendem Präludium und zwei vier Tanzsätzen (siehe Suite )
zu unterscheiden. Beide fussen auf der mit zwei Oberstimmen und einer Continuo -Stimme wobei die Kirchensonate mehrfach die Kammersonate besetzt wurde.

Die Übertragung des Namens Sonate auf ähnlicher Gestaltung ist das Werk Johann Kuhnaus . Eine Vollendung der Form der Sonate ihres charakteristischen ersten Satzes (siehe oben) erfolgte Domenico Scarlatti Johann Sebastian Bach Carl Philipp Emanuel Bach Joseph Haydn Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven .

Die Form der Sonate wurde durch Mozart und Beethoven auf die Komposition für Ensembles (Violine und Klavier Klavier Violine und Streichtrio Streichquartett etc.) und für Orchester (Symphonie) Nach Beethoven haben die Form der Sonate Franz Schubert Felix Mendelssohn Bartholdy Robert Schumann sowie Johannes Brahms Joachim Raff Anton Rubinstein I. Rheinberger und Robert Volkmann behandelt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus Meyers Konversationslexikon 4. Auflage 1888/89.



Bücher zum Thema Sonate

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sonate.html">Sonate </a>