Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 16. Oktober 2019 

Sonografie


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Sonografie ist die Anwendung von Ultraschall zur Untersuchung von organischem Gewebe in Medizin und Veterinärmedizin sowie von technischen Strukturen. Sonogramm ist ein Bild das mit Hilfe Sonografie erstellt ist.

Die Sonografie ist das am häufigsten bildgebende Verfahren in der Medizin überhaupt. Neben Kardiotokografie ist es ein Standardverfahren bei Schwangerschaften .

Die Sonografie beruht auf dem Echoprinzip.

Die Ultraschallwellen werden mit in den Ultraschallsonden in Reihen angeordneten Kristallen durch den piezoelektrischen Effekt erzeugt. Zur Erzeugung eines Bildes die Schallausbreitung an flüssigkeitshaltiges Gewebe gebunden. Um Impedanzunterschied zwischen Schallkopf und Gewebeoberfläche zu minimieren die Ultraschallsonde mittels eines stark wasserhaltigen Gels angekoppelt .

Ein gerichteter Ultraschallstrahl wird ausgesendet und den aufeinanderfolgenden Schichten des beschallten Objektes mehr weniger stark reflektiert (Echogenität). Aus der Laufzeit reflektierten Signals kann die Tiefe der reflektierenden rekonstruiert werden. Die Intensität der Reflexion wird Ultraschallgerät als Grauwert dargestellt. Somit stellen sich geringer Echogenität als schwarze Strukturen starker Echogenität weiße Bildpunkte dar. Gering echogen sind vor Flüssigkeiten wie Harnblaseninhalt und Blut. Eine hohe besitzen Knochen Gase und sonstige stark Schall Materialien. Die Echogenität der zu untersuchenden Körpergewebe normalerweise zwischen beiden Extremen.

Die optische Kohärenztomografie ( OCT ) arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip wobei Licht statt Schall verwendet wird. Ein wesentlicher der Sonographie gegenüber dem in der Medizin häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der zum kommenden Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie bei werden nicht beschädigt.

Untersuchungsmodi

B-Mode-Sonogramm eines Fötus von neun Wochen

Die erste verwandte Darstellungsform war der A-Mode . Das von der Sonde empfangene Echo in einem Diagramm dargestellt wobei die Abszisse die Eindringtiefe und die Ordinate die Echointensität darstellt. Je höher der der Meßkurve desto echogener ist das Gewebe der angegebenen Tiefe. Der A-Mode hat heute keine Bedeutung mehr.

Im B-Mode der derzeit häufigsten Anwendung des Ultraschalls folgende grobe Regel: es wird ein zweidimensionales des untersuchten Gewebes entlang der Schallausbreitung erzeugt Abbildung). Die Form des erzeugten Bildes hängt vom eingesetzten Sondentyp ab.

Eine weitere häufig eingesetzte Darstellungsform ist M-Mode (M von motion). Bei dieser Methode die auf einem Ultraschallstrahl detektierte Bewegung auf Zeitachse kontinuierlich abgetragen. Da das entstehende Bild abstrakt ist ist die M-Mode-Darstellung häufig mit B-Mode gekoppelt (B/M-Mode. Ihre Hauptanwendung findet diese in der Kardiologie um Bewegungen einzelner Herzmuskelbereiche untersuchen zu können.

Hundeherz B/M-Mode. Die Bewegung des Herzmuskels wird der senkrechten Linie im (oberen) B-Bild im M-Bereich abgetragen.

Als weitere Applikation wurde in den Jahren die dreidimensionale Echographie entwickelt. Die sogenannte 3D -Darstellung produziert räumliche Standbilder die 4D -Technik läßt dreidimensionale Darstellung in Echtzeit zu.

Die Aussagekraft der Sonografie kann erheblich die Anwendung des Dopplereffekts erhöht werden. Man unterscheidet eindimensionale Verfahren pulsed-wave doppler continuous-wave doppler) von zweidimensionalen farbkodierden Anwendungen

Gut zu untersuchen

  • Alles Flüssige und von außen Zugängliche
    • Schilddrüse
    • viele Gefäße
    • Herz
    • Leber
    • Gallenblase
    • Nieren
    • Milz
    • Harnblase
    • Pleura
    • Uterus mit seinem Inhalt

Schlecht zu untersuchen

  • alles Lufthaltige
    • die Lunge da lufthaltig
    • die Luftröhre
    • der normale Darm
    • der normale Magen
  • alles knochenharte
    • das Innere von Knochen
    • stark verkalkte Gefäße
    • das Gehirn da von einer Knochenschale umgeben

Weblinks



Bücher zum Thema Sonografie

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sonografie.html">Sonografie </a>