Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Sprachgebrauch in Österreich


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Österreich gehört zum (ober-)deutschen Sprachraum. Deutsch ist daher in Österreich in der Verfassung als offizielle Landessprache verankert und wird von 98% der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen. Die Bevölkerung spricht oft einen vielen Dialekte (in Vorarlberg ist der Dialekt alemannisch sonst überall bairisch ). Daneben werden Minderheitssprachen in Österreich gesprochen und es wird in diesen unterrichtet.

In den letzten Jahrzehnten hat sich von den mittel- und südbairischen Landesdialekten die auch von der Wiener Mundart beeinflusst werden österreichische Lautsprache entwickelt die neben den vorgenannten Ortsdialekten wird.

Durch die staatliche und mediale Trennung es einige schriftsprachliche Unterschiede zwischen dem Schriftdeutsch in Österreich dem Schweizer Schriftdeutsch dem Schriftdeutsch in Bayern Baden-Württemberg und Schriftdeutsch zu den übrigen mittel- und niederdeutschen

Inhaltsverzeichnis

Dialekt und Umgangssprache

Außer in Vorarlberg werden überall in Österreich mittel- und Mundarten gesprochen. Bairisch gehört zusammen mit Ostfränkisch Schwäbisch und Alemannisch zu den oberdeutschen Dialekten des "Hochdeutschen". dieser Abstammung vom Hochdeutschen spielt die Verwendung Sprachformen im oberdeutschen und mitteldeutschen Sprachregionen eine größere Rolle als in den niederdeutschen Sprachregionen wo mit dem Niederdeutschen ( Niedersächsische Sprache und Niederfränkische / Niederländische Sprache) weitere Sprachen - und kein - gesprochen werden. Insofern weist Österreich sehr Ähnlichkeiten mit den übrigen oberdeutschen Sprachregionen (Bayern und der Schweiz ...) auf. Dialekt ist vor allem in ländlichen Regionen auch in den Landeshauptstädten die tägliche Umgangssprache . Darüber hinaus ist der Gebrauch des auf allen Gesellschaftsebenen üblich.

Die in Österreich gesprochenen örtlichen Dialekte überwiegend den Bairischen Mundarten an. Sprachwissenschaftler unterscheiden hier zwischen Südbairischen Dialekten die im größten Teil Tirols in Kärnten in großen Teilen der Steiermark und im südlichen Burgenland gesprochen werden und Mittelbairischen Dialekten in Oberösterreich Niederösterreich Wien und im nördlichen Burgenland . Die Dialekte im Tiroler Unterland im Salzburg und in der Obersteiermark weisen Übergangsmerkmale auf.

Weiters werden in Vorarlberg Alemannische Dialekte gesprochen.

Zusätzlich zu den vielen verschiedenen Ortsdialekten in reiner Form vor allem von älteren in Dörfern gesprochen werden haben sich in den österreichischen Bundesländern als regionale Umgangssprachen "Landesdialekte" herausgebildet die sich an der in jeweiligen Landeshauptstädten gesprochenen Mundart orientieren. Die Umgangssprache in Landeshauptstädten wiederum wird in jeweils unterschiedlich starkem von der Wiener Mundart beeinflusst. Auf diese entsteht eine Vermischung von mittelbairischen und südbairischen mit speziellen Wienerischen sowie hochsprachlichen Merkmalen.

Diese Entwicklungen weg von den Dialekten einer besonderen österreichischen Mundart des Hochdeutschen unterscheidet Dialektgebrauch in Österreich - abgesehen von schon vorhandenen regionalen Unterschieden - von denen in wo aus Wien kommende sprachliche Einflüsse keine spielen.

Hochsprache

Als Folge der Vermischung der Dialekte der Hochsprache ist die in Österreich gesprochene der Hochsprache stark von den bairischen Dialekten beeinflusst. Phänomen das sowohl in Bayern als auch anderen deutschen Mundartregionen auftritt. Festzustellen ist dies der Aussprache. In Anlehnung an die im weitgehend fehlende Unterscheidung zwischen den Konsonanten "p" und "b" "t" und "d" "k" und "g" der so genannten Palatisierung hier eine abgeschwächte Unterscheidung zur Hochsprache zu

Sprachliche Einflüsse aus den Mitteldeutschen Dialektregionen und der Niederdeutschen Sprachregion spielen in Österreich wie in übrigen oberdeutschen Sprachregionen (Bayern Schweiz Baden-Württemberg ...) wesentliche Rolle.

Der spezielle Wortschatz in der österreichischen Mundart der Hochsprache ist zum Teil in den mittel- südbairischen Dialekten verankert wird aber teilweise auch den übrigen bairischen Sprachgebieten in Süddeutschland verwendet. Andererseits gibt es einen speziellen der nur in Österreich gebraucht wird - mit der Entstehung eines speziellen Wortschatzes in früheren DDR . Dies ist ebenso mit einer staatlichen und den sprachprägenden Institutionen (Medien Kanzleisprache) zu Außerdem wird die deutsche Umgangssprache in Österreich übrigens alle grenznahen Sprachen durch die Nachbarsprachen diesem Fall besonders Tschechisch und Ungarisch beeinflusst.

In den Beitrittsverträgen Österreichs mit der Gemeinschaft ( EU ) wurden auch österreichspezifische Wörter Ausdrücke und beispielsweise für Lebensmittel verwendet die im übrigen Sprachraum nicht gebräuchlich sind.

Hier thematisch sortiert einige speziell in und teilweise auch in Bayern gebräuchliche Wörter deren Bedeutung in der allgemeinen deutschen Hochsprache Bundesrepublik Deutschland:

  • da -> hier (vgl. »dort«)
  • dort -> da
  • Benützer -> Benutzer
  • Anrainer -> Anlieger
  • Bim (Umgangssprache) -> Straßenbahn (in manchen deutschen Tram )
  • bin gestanden (auch in Schwaben Bayern Franken der Schweiz) -> habe gestanden
  • bin gesessen -> habe gesessen
  • Erdapfel -> Kartoffel
  • Fauteuil -> gepolsterter Stuhl
  • Feber (nur in bestimmten Regionen) -> Februar
  • Jänner (auch in Bayern) -> Januar
  • Knödel (auch in Bayern) -> Kloß
  • Marille -> Aprikose
  • Obers (auch in Bayern) Rahm (auch in Franken) -> Sahne
  • Paradeiser -> Tomate (auch in Kärnten Vorarlberg Tirol )
  • Ribisel -> Johannisbeere (auch in Kärnten Vorarlberg)
  • Sessel -> Stuhl
  • Topfen (auch in Bayern) -> Quark
  • Vogerl- Strankerl- Rapunzelsalat -> Feldsalat Rapunzelsalat
  • heuer (auch in Bayern Franken) -> in Jahr (analog: Heuriger -> diesjähriger - zum Wein Kartoffeln; dieses Wort wird in Wien Niederösterreich jedoch auch für Buschenschenken verwendet und in diesem Zusammenhang eine betont positive Bedeutung)
  • Faschiertes -> Hackfleisch
  • leiwand (Wienerisch aber auch sonst recht verbreitet) gut toll
  • Fleischlaibchen (auch in Bayern üblich)-> Frikadelle
  • Matura (auch in der Schweiz üblich) Abitur
  • Palatschinken -> Pfannkuchen
  • Most -> Apfelwein
  • Kassa -> Kasse
  • Haxen (auch in Bayern) -> Beine
  • Frankfurter Würstel -> Wiener Würstchen
  • Tasse -> Untertasse
  • Schale -> Tasse
  • Fasching -> Karneval
  • Verkühlung -> Erkältung
  • Stiege -> Treppe

Siehe auch: Bassena Beuschel Bummerl Dreidl Powidl Mundart Regionale Küchenbegriffe

Einige Wörter die in Österreich und übrigen oberdeutschen Sprachraum unüblich sind (aber verstanden

  • Knöllchen = Strafzettel
  • Berliner = Krapfen
  • Schreiner (in Bayern üblich) = Tischler
  • Klempner = Installateur
  • Schornsteinfeger = Rauchfangkehrer
  • Apfelsine = Orange
  • Pampelmuse = Grapefruit
  • Möhre = Karotte
  • Blumenkohl = Karfiol
  • Konfitüre = Marmelade
  • Eisbein = Stelze
  • Kloß = Knödel

Perfekt

In Österreich (wie auch in der Deutschschweiz ) muss für die Bildung des Perfekts von Verben die die Körperhaltung ausdrücken wie für Verben der Bewegung generell als "sein" verwendet werden. Zu den betroffenen Verben gehören zum Beispiel "sitzen" "stehen" "liegen". Perfekt mit "haben" ist ausschließlich für Tätigkeiten "Ich habe gestanden" klingt für Österreicher seltsam "stehen" auf diese Weise wie eine Aktivität wird. Im speziellen Fall "hab gestanden" kann das Missverständnis auftreten dass der Perfekt von gemeint ist. Andererseits ist "ich bin geschlafen" in südlichen Dialekten zu hören aber in Hochsprache nicht üblich.

Das Perfekt hat in der ostösterreichischen das Präteritum völlig verdrängt. "Ich ging" oder "ich wird als fremdartig empfunden. Normal ist zu "ich bin gegangen" oder "ich habe gesehen". kann man in Teilen von Bundesdeutschland beobachten. Schweizerdeutschen wird seit jeher das Perfekt anstelle Präteritums verwendet.

Ob es Österreich gelingt sich vom Sprachraum zu lösen mit einer eigenen nur Österreich bezogenen Hochsprache um damit mehr Eigenstaatlichkeit dokumentieren und zu einem größeren Selbstverständnis als zu gelangen und zu mehr innerer Verbundenheit wie es den Niederlanden (niederdeutscher Sprachraum) gelungen wird sich erst im Laufe der Jahrhunderte Die politische Entwicklung in der EU mit Staaten ohne Grenzen wird dieses aber eher erschweren wenn nicht gar unmöglich Die Entwicklung der deutschen Sprache bspls.weise in Niederlanden verlief anders: die Niederlanden haben ihre (deutsche) Mundarten beibehalten und sich nicht dem Sprachgebrauch angeschlossen sondern die niederfränkische Mundart zur weiterentwickelt während die östlichen Niederdeutschen aufgrund ihrer ab 1871 die hochdeutsche Fremdsprache als Unterrichtssprache mussten. Auf der plattdeutschen Dialektebene (Niedersächsisch und können sich die Menschen in den Niederlanden in Bundesdtschl. nach wie vor gut verständigen.

Weblinks



Bücher zum Thema Sprachgebrauch in Österreich

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sprachgebrauch_in_%D6sterreich.html">Sprachgebrauch in Österreich </a>