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Stephen Jay Gould


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Stephen Jay Gould (* 10. September 1941 New York † 20. Mai 2002 ) war ein US-amerikanischer Paläontologe Geologe und Evolutionsforscher .

Gould war in jungen Jahren schon aktiv etwa gegen rassengetrennte Lokale oder gegen Vietnamkrieg .

Gould war seit 1973 Professor für Geologie an der Harvard -Universität. Daneben war er Autor etlicher erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher die sich durch eine klare auszeichnen und dadurch einer der bekanntesten Wissenschaftler - er meinte dass er seinen Stil für seine Kollegen nicht ändern bräuchte und Bücher auch vor ihnen in der gleichen und Weise bestehen könnten. Sein essayistischer Stil wird fallweise mit Montaigne verglichen.

Zusammen mit Niles Eldredge entwickelte er Theorie des "unterbrochenen Gleichgewichts" ( punctuated equilibrium oder Punktualismus ) wonach sich die Evolution nicht gleichmäßig kleinen Schritten vollziehen sollte. Vielmehr sollten sich Phasen schneller Veränderung mit längeren Zeiträumen ohne ( Stasis ) abwechseln. Diese Theorie blieb unter Kollegen da es an Beweisen fehlte; einer seiner Gegner war Richard Dawkins . Gould zeichnet ein "katastrophisches" Bild einer die nur zufällig diesen und nicht einen anderen Verlauf nahm.

Stephen Jay Gould starb am 20. 2002 an einer 20 Jahre andauernden Krebserkrankung . Die Ärzte hatten eine durchschnittliche Mortalität (für diese Krebsart) von acht Monaten

Evolution und Fortschritt

Gould wandte sich vielfach gegen den dass Evolution mit Fortschritt gleich zu setzen Er führte 7 Punkte dazu an:

  1. Das Leben entspringt aus Bereichen geringer Komplexität Gould spricht hier von einer "linken unter einer gewissen Einfachheit existiert kein Leben dem Ursprung des Lebens liegt er eine Einfachheit zu Grunde:"Aus der Ursuppe kann kein entspringen"
  2. Stabilität der ursprünglichen Bakterien als Lebensform: Auch wenn die "mittlere des Lebens" größer geworden ist so haben so genannten einfachen Lebensformen (Bakterien) bis heute überlebt.
  3. Damit sich Lebensformen ausbreiten konnten mussten sie komplexer werden da unter einer gewissen Einfachheit Leben existiert. Gould spricht von einer "immer rechtschiefen Verteilung" weg von der "linken Wand Komplexität"
  4. die Gesamtverteilung nur durch ihren komplexen Anteil beurteilen ist kurzsichtig
  5. der angebliche Fortschritt ist nicht gerichtet sondern und ungerichtet Als Metapher führte er an: ungerichtete Weg des Betrunkenen zwischen dem Gasthaus links und der rechts führt früher oder später ins Rinnsal. betrachtet er die komplexen Lebewesen als ein von sehr unterschiedlicher Formen: Bakterium Eukaryontenzelle Meeres algen Qualle Trilobit Nautiloid Panzerfisch Dinosaurier Säbelzahntiger und Homo sapiens
  6. eine Kombination von zufälliger Bewegung und einer nach rechts weg von der "linken Wand" ihm möglich aber unwahrscheinlich: er kennt keinen für eine bevorzugte Bewegung in Richtung größerer
  7. Ist der Mensch (durch seine Existenz schon) Krönung der Schöpfung? Gould meint dazu dass wir das Spiel des Lebens noch einmal könnten es völlig unvorhersehbar wäre welche Lebensformen am komplexesten wäre; wäre unwahrscheinlich dass ein Geschöpf mit einem (so wie wir) entstände.

Gould war nebenbei auch ein engagierter Skeptiker in Amerika und engagierte sich für Popularisierung der Evolutionstheorie und deren Verteidigung gegen den in USA vorkommenden Kreationismus . 2000 wurde zu Ehren von Gould "Festschrift for Stephen Jay Gould" von der Skeptics Society veranstaltet. Ein ausführlicher Bericht über sein wurde von der Skeptics Society veröffentlicht: Shermer This View of Science - Stephen Jay as Historian of Science and Scientific Historian. In: Skeptic 9#4 p.36 - 55

Gould äußerte sich auch mathematisch-methodisch zum IQ .

Gould als Biologe sieht kein Spannungsverhältnis zwischen Christentum und Evolution : A lot of people think there's intrinsic conflict between Christianity and evolution but isn't. Religion is about ethics and values science is about facts. You need both them but they don't interact very much. Aus: Jeremy Manier "Stephen Jay Gould a New Swing at Explaining Evolution."

Siehe auch: kambrische Explosion Zeittafel der Evolutionsforschung

Bibliographie:

  • Ontogeny and Phylogeny (1977) ISBN 0674639413
  • Ever Since Darwin (1977) ISBN 0393308189
  • The Panda's Thumb (1980) (dt. Der des Panda) ISBN 0393308197
  • The Mismeasure of Man (1981) (dt. falsch vermessene Mensch) ISBN 0393314251
  • Hen's Teeth and Horse's Toes (1983) Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt) ISBN 0393311031
  • The Flamingo's Smile (1985) (dt. Das des Flamingos . Betrachtungen zur Naturgeschichte) ISBN 0393303756
  • Time's Arrow Time's Cycle (1987) (dt. Entdeckung der Tiefenzeit. Zeitpfeil und Zeitzyklus in Geschichte unserer Erde) ISBN 0674891996
  • An Urchin in the Storm: Essays Books and Ideas (1987) ISBN 0393305376
  • Wonderful Life: The Burgess Shale and Nature of History (1989) (dt. Zufall Mensch. Wunder des Lebens als Spiel der Natur) ISBN 039330700X
  • Bully for Brontosaurus (1991) (dt. Bravo Die verschlungenen Wege der Naturgeschichte) ISBN 0099893509
  • Finders Keepers: Eight Collectors (1992)
  • Eight Little Piggies (1993) ISBN 0393311392
  • Dinosaur in a Haystack (1995) (dt. Dinosaurier im Heuhaufen. Streifzüge durch die Naturgeschichte) ISBN 0517888246
  • Full House: The Spread of Excellence Plato to Darwin (1996) ISBN 0609801406
  • Questioning the Millennium: A Rationalist's Guide a Precisely Arbitrary Countdown (1997) (dt. Der Durch die Scheinwelt numerischer Ordnungen)
  • Leonardo's Mountain of Clams and the of Worms (1998) ISBN 0609804758
  • Rocks of Ages: Science and Religion the Fullness of Life (1999) ISBN 0345430093
  • The Lying Stones of Marrakech (2000) ISBN 0609807552
  • Crossing Over: Where Art and Science (2000) ISBN 060980586X
  • The Structure of Evolutionary Theory (2002) ISBN 0674006135
  • I Have Landed: The End of Beginning in Natural History (2002) ISBN 0609601431
  • The Hedgehog the Fox and the Pox (2003) ISBN 0609601407
  • Das Buch des Lebens.
  • Illusion Fortschritt. Die vielfältigen Wege der

Weblinks



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