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Stoetze


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Allgemein

Die Gemeinde Stoetze mit den Ortsteilen Hohenzethen Bankewitz Gr. Malchau Nievelitz Boecke Schlankau Zieritz hat 674 Einwohner(Stand 2002)

Geographie

Das Dorf Stoetze liegt am östlichen der Lüneburger Heide ca. 25 km nordöstlich Uelzen am Rande des größten norddeutschen Mischwaldes Göhrde und des Endmoränenhöhenzugs Drawehn.

Geschichte

Es wurde unter dem Namen Stotensen Jahre 1335 das erste mal urkundlich erwähnt. Ortsname kommt aus dem Wendischen und bedeutet wie Ort am Staudicht also Wald.
  
Im Mittelalter hatten folgende Familien des Landadels Besitzungen im Ort: Die von Bodendike Grote-Schwerin die das Dorf 1359 an Heinrich Hodenberg verkauften. Im Zinsverzeichnis des Schlosses Bodenteich 1482/83 werden als Pachtzahler an den Vogt von Estorff die Namen Schulte Busse und erwähnt. Das Amtsregister des Hauses Bodenteich von listet die nachfolgenden 4 Einwohner auf: Schultze Hans Retke und Hans Stern.

Der Ort wurde auch im Dreissigjährigen nicht verschont. Infolge des dänischen Eingreifens in Konflikt wurde Niedersachsen in den Jahren 1625- zum Schauplatz . Obwohl das Fürstentum Lüneburg für neutral erklärt hatte wurde das Territorium geschont. Nach den Niederlage am 27. August bei Lutter am Barenberge des dänischen Königs IV zogen sich seine Truppen nach Norden Dabei raubten zurückweichende dänische Truppen auch den von Stoetze 6 Ochsen und 3 Pferde. herzogliche Kammer in Celle forderte im Herbst von allen Ortschaften ein Verzeichnis der Voll- und Nothöfe an um zu ermittlen wer in der Lage war Steuern zu zahlen. Stoetze waren drei Vollhöfe ( Schultze Dietrich und Lütke dazu in der Lage während Hof so betroffen war dass er verarmt (Hans Sternbergk) während die Unterkunft des Kuhhirten war. Doch das war noch nicht das der Kriegsleiden denn im März 1637 wurde diesmal von kaiserlichen Truppen überfallen geplündert und Vieh geraubt. Ein besonders betroffener Einwohner Heinrich wandte sich im Februar des nächsten Jahres den Herzog Friedrich mit der Bitte in Almosen zum Wiederaufbau seines Hauses sammeln zu

Im 18.Jahrhundert wurden auch von Stoetze das Vieh zur Mast in die nahegelegene getrieben. Der Kabel (Abschnitt) "Voss-Berg" war das das Stoetzer Vieh ausgesuchte Weidegebiet.

Während der Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte auch Stoetze von den umherziehenden Truppen nicht Knapp 200 Jahre nach den Greueln des Krieges kam es 1813 wiederum zu Plünderungen durch russische Truppen die in Stoetze scheinbar alles gebrauchen konnten: z.B. eine Heurepe eine eine Handsäge ein Tischtuch.

Durch die Nähe zum ehemals königlichen 1871 auch kaiserlichen Jagdrevier Göhrde kam es auch die Stoetzer Jugend bei einer Kaiserjagd dem deutschen Kaiser Wilhelm I zum Frühstück Lieder vorsang. Im 19. Jahrhundert machte auch technische Fortschritt nicht vor Stoetze halt: Im 1888 wurde eine Poststelle eingerichtet. Die Planung Anschluss des Ortes an das Eisenbahnnetz begannen Ihre Trassierung die parallel zur damaligen Reichsstrasse lief war ein langer Kampf vorausgegangen der Grunde falsch entschieden wurde. Die Bahn durchquert nur das siedlungsarme Gebiet der Göhrde sondern zugleich zu Uelzens Gunsten Bevenser Hinterland im von Himbergen und Stoetze an: sie wird Kreis Dannenberg nicht ausgenutzt und stört die Struktur des Kreises Uelzen. Der Verlauf der zeigt wie gerade die für die Osthälfte Kreises so bedeutenden lokalen Zentren Rosche und ganz unbeachtet blieben und wie mit den Molzen Oetzen Weste und Stoetze gerade die zwischenn den lokalen Zentren Rosche und Suhlendorf und Himbergen und Altenmedingen andererseits begünstigt wurde. trotz dieser Bedenken erfolgte Bau der Eisenbahnlinie - Dannenberg begann 1913 und wurde durch 1. Weltkrieg unterbrochen. Erst in den wirtschaftlich Zeiten der Weimarer Republik wurde der Bau und führte nach deren Einweihung am 15.Oktober zur Entstehung eines eigenen Ortsteils um den und damit auch zu einer erheblichen Zunahme Zahl der Bewohner. Auch die Versorgungssituation der wurde mit der Gründung einer Molkereigenossenschaft im 1925 und der Saatbau Ein- und Verkaufs Stoetze 1929 erheblich verbessert.

Im Zweiten Weltkrieg wurden polnische Kriegsgefangene dem Kriegsgefangenenlager (Stalag) Fallingbostel in der Landwirtschaft

Das Ende des Krieges kam durch britische Truppen in der zweiten Aprilhälfte 1945. Hohenzethen wurde am 20. April gegen die Elbe vorrückenden 17. Brigade der 5.Britischen Infanteriedivision Widerstand geleistet den 7 Deutsche die auf Friedhof bei Stoetze begraben sind mit dem bezahlen mußten.

Durch die Kriegsfolgen verdoppelte sich die des Ortes.Im Jahre 1939 waren es 122 Laufe des Krieges wurde in den noch Kampfhandlungen verschonten ländlichen Gebieten Menschen untergebracht die der alliierten Bombenangriffe ihre Wohnungen in den hatten räumen müssen. Sie bekamen sogenannten Familienräumungsunterhalt. 1945 verschärfte sich durch die Heimatvertriebenen das einzelnen Gemeinden wurde eine bestimmte Anzahl von vorgegeben die sie unterzubringen hatten. Die Erfassung Zuteilung v. Wohnraum stützte sich zunächst auf Verordnung zur Wohnraumlenkung vom 27.Februar 1943 (Reichsgesetzblatt S. 127 ff.) Sie wurde dann vom Kontrollrat ersetzt durch das Gesetz Nr. 18 08.März 1946 (Housing Law). Diese Gesetz ordnete allen Gemeinden und Kreisen die Einrichtung besonderer und Wohnungsausschüssen an deren Aufgabe es war vorhandenen Wohnraum zu erfassen und gerecht zu Dabei wurde als Richtwert eine Wohnfläche von qm pro Person veranschlagt ; Kinder von bis 14 Jahren konnte die Hälfte beanspruchen unter einem Jahr blieben unberücksichtigt. Anfangs war den Gemeinden überlassen wie sie die ihnen Flüchtlinge unterbrachten. Je kleiner aber die Gemeinde desto schwerer mußte es dem Bürgermeister oder zuständigen Beamten fallen hart und ohne Ansehen Person durchzugreifen und den benötigten Wohnraum notfalls unter Zwangsanwendung zu beschlagnahmen. In einem Erlaß 26.Juni 1946 ordnete der Oberpräsident daher um vorhandenen Wohraum "schnellsten gerecht und nach gesundem verteilen zu können die Einsetzung von Sonderkommissionen die auf Kreisebene innerhalb von sechs Wochen zum 15. August jede Wohnung auf weitere überprüfen sollten. Den Kommisiionen sollten Flüchtlinge Vertreter Parteien und Gewerkschaften und Bausachverständige angehören. Durch von Mitgliedern aus den Nachbarkreisen hoffte man gegenseitige Kontrolle zu erreichen. Ziel war es für die einheimische Bevölkerung und die Flüchtlinge gleiche Wohnraum besteht. Es sollte sogar so gehen dass der Aufenthaltsraum zugleich als Schlafraum sollte. Dieser Erlaß wurde im Regierungsbezirk Lüneburg kaum befolgt. Im Sinne des Erlasses des scheint lediglich der Kreis Uelzen tätig geworden sein. Hier hatten im Juli 1946 25 sämtliche Wohnräume im Kreisgebiet vermessen und in Kartei erfaßt. Räume wurden dabei sofort beschlagnahmt. Angabe des Kreisflüchtlingsamtes kamen in der Tat noch 4 qm Wohnfläche auf den Kopf Bevölkerung. Weitere Beschlagnahmen hielt das Amt für möglich aber praktisch kaum durchführbar da sie die obstruktive Haltung der Einheimischen keine Besserstellung würden. Die Flüchtlinge sahen zum Teil selbst daß in vielen Orten die Grenze des bereits erreicht war. Doch neben solchen Überbelegungen es an anderen Orten auch eindeutige Unterbelegungen. erregten häufig gerade die Wohnverhältnisse der Bauern in vielen Dörfern die "Guten Stuben" die oder nie benutzten repräsentativen Wohnzimmer belassen worden Gerade in den ländlichen Bereichen der damaligen Besatzungszone wurden diese untergebracht da in den Städten die Versorgung für zusätzliche Menschenmassen nicht gewährleisten war. Die weitere Verteilung der Flüchtlinge dann im Laufe der nächsten Jahre da im Ruhrgebiet wieder verstärkt Arbeitskräfte benötigt wurden. selbst im Jahre 1949 waren von 284 Stoetzes noch 180 sog. Neubürger also Flüchtlinge Heimatvertriebene.

In den letzten Jahren wurde Stoetze die Castor-Transporte nach Gorleben noch einmal in gesetzt. Vor dem ersten Transport 1985 kam durch Atomkraftgegner zu einem sogenannten Schienenaktionstag. Diese ihre Pkw vor dem Ortseingang Stoetze ab gingen anschließend auf den zwar für den nicht aber für den Güterverkehr stillgelegten Gleisen Kurz danach landete ein Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes dem ca. 10 BGS-Beamte in Zivil sprangen begannen die am Strassenrand abgestellten Pkw in Graben hieven. Auch 1997 kam es noch an der auch mittlerweile für den Güterverkehr Bahnstrecke zu Demonstrationen mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen denen lange Kolonne von BGS und Polizeifahrzeugen folgte. kam aber nicht zu weiteren Zwischenfällen.




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