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Strafrecht


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Strafrecht ist ein selbständiger Teil des öffentlichen das sich vor allem in zwei Hauptzweige

  • formelles Strafrecht ist vor allem Strafverfahrensrecht
  • materielles Strafrecht ist das Kernstrafrecht und nebengesetzliche Materielles Strafrecht beschreibt die Voraussetzungen der Strafbarkeit Tatbestand ) und deren Rechtsfolgen .

Zentral ist der juristische Verbrechensbegriff für die Gliederung einer Straftat . Somit ist für eine Straftat zwingende eine tatbestandsmäßige Handlung die den inneren und äußeren Tatbestand erfüllt und zugleich rechtswidrig (d.h. mit Rechtswidrigkeit gegeben) ist. Der Täter muss ferner Unrechtsbewusstsein also schuldhaft handeln. Erst wenn diese erfüllt sind ist eine Bestrafung möglich. Unabhängig gibt es Maßregeln der Besserung und Sicherung . Hierfür ist kein schuldhaftes Handeln (kein Unrechtsbewusstsein) notwendig.

Das deutsche Strafrecht unterscheidet zudem die Erscheinungsformen der Straftat: Es unterscheidet zwischen Täterschäft(unmittelbarer Täter und mittelbarer Täter) und Teilnahme ( Anstiftung Beihilfe ) im Gegensatz zum österreichischen Strafrecht (auch Dänemark und Italien) welches nur den Begriff Einheitstäters kennt (vergleichbar mit dem deutschen Ordnungswidrigkeitenrecht).

Strafrecht orientiert sich an der Verletzung Rechtsgütern. Der gesetzgeberische Einsatz von Strafrecht zum von Rechtsgütern ist wegen des verfassungsrechtlichen Grundsatzes Verhältnismäßigkeit Ultima Ratio. D.h. dass die Verletzung Rechtsgütern nur dann mit Strafe bedroht werden wenn die Sanktionsmöglichkeiten des Zivil- und Verwaltungsrechts mehr ausreichen um einen wirksamen Rechtsgüterschutz herbeizuführen.

Ziel des Strafrechts ist es nicht Gerechtigkeit in der Rechtsgesellschaft herbeizuführen sondern den Rechtsfrieden wiederherzustellen. Um die Reduzierung des Opfers auf ein reines Objekt des Strafrechts vermeiden sieht das Verfahrensrecht eine Beteiligung als bei höchstpersönlichen Rechtsgütern vor. Als Rechtsfolge ist der Täter-Opfer-Ausgleich bekannt.

Das materielle Strafrecht wird vom Grundsatz Strafe ohne Gesetz" ( nulla poena sine lege ) geprägt. Effektiv beinhaltet dieser Satz folgende an den Gesetzgeber:

  • Bestimmtheitsgebot: Der Wortlaut des Gesetzes muss genau bestimmt sein.
  • Analogieverbot: Im materiellen Strafrecht ist das von Analogien zum Nachteil des Angeklagten verboten. Abgrenzung von Auslegung und Analogie erfolgt durch den Wortlaut.
  • Rückwirkungsverbot : Die Strafbarkeitsvorschrift muss zur Tatzeit als Gültigkeit gehabt haben. Rückwirkende Strafbarkeit ist nicht
  • Verbot von Gewohnheitsrecht : Die Richter sind gehindert durch richterliche Tatbestände und Rechtsfolgen zu schaffen.

Das Strafrecht stellt hinsichtlich der Strafbarkeit Tat in den Vordergrund für die Rechtsfolge also Strafe oder Maßregel ist dies die Täterpersönlichkeit. Das deutsche basiert vor allem auf dem Schuldprinzip.

Zentrale Regelungsmaterie des materiellen Strafrechts in sind

Das formelle Strafrecht in Deutschland greift auch auf Vorschriften des Strafgesetzbuch zurück. Gesetze dem Kerngehalt sind jedoch




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