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Zündwarenmonopol


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Das Zündwarenmonopol in Deutschland geht zurück auf das 1930 durch den Reichstag erlassene Zündwarenmonopolgesetz . Zündhölzer waren nur von der Deutschen Zündwaren-Monopolgesellschaft ( Welthölzer ) und die Produktionskontingente und Marktanteile waren geregelt. Erst 1983 wurde das Zündwarenmonopol in der BRD aufgehoben in der DDR wurden bis 1989 zentral in Riesa Streichhölzer hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Zündhölzer und Ivar Kreuger

Der schwedische Industrielle Ivar Kreuger der das Zündwarenmonopol in Deutschland angestoßen begann 1908 mit einer Baufirma eine steile wirtschaftliche 1913 strukturierte er das inzwischen aufgebaute Firmenkonglomerat und bildete die Svenska Tändsticks AB (STAB) deren Schwerpunkt auf der Nutzung des Holzreichtums und der Produktion von Zündhölzern lag.

Sehr erfolgreich expandierte Kreuger auf immer nationalen Märkten indem er mit Dumpingpreisen die so lange schwächte bis er den Markt

Auf diese Weise wuchs die 1917 in Swedish Match umbenannte Firma zu Holding an der in den 30er Jahren 150 Tochterfirmen angehörten und die in 33 den Zündholzmarkt und etwa 60% der Weltproduktion Daneben gehörten Kreuger eine Vielzahl an Berg- Verhüttungswerken ein großer Teil der schwedischen Papierindustrie den dazugehörigen Wäldern und auch die Telefonfirma

Hintergrund

Auch in Deutschland war Kreuger mit Strategie sehr erfolgreich und angesichts der steigenden russischer Billigzündhölzer versuchte er nun sein Monopol staatliche Garantien abzusichern. Geschwächt durch die Weltwirtschaftskrise und die Reparationszahlungen aufgrund des verlorenen Ersten Weltkrieges war die deutsche Reichsregierung an einer interessiert wie sie Kreuger an insgesamt 17 vergeben hat. Als Gegenleistung für die Gewährung langfristigen und zinsgünstigen Kredites einigte sich die mit Kreuger schließlich auf die Zahlung einer in Höhe von 500 Millionen Reichsmark (damals 125 Millionen Dollar). Dafür sicherte ihm die Weimarer Republik ein staatliches Monopol auf Zündwaren zu garantierte ihm einen Anteil von etwa 65% Zündholzmarkt. In einem am 26. Oktober 1929 zwischen der Svenska Tändsticks Aktiebolaget und Deutschen Reich wurde die Rahmenbedingungen des Monopols und sollten später per Gesetz verabschiedet werden.

Zündwarenmonopolgesetz

Am 29. Januar 1930 wurde das Zündwarenmonopolgesetz durch den Reichstag erlassen und seitdem im Deutschen Reich nur noch Streichhölzer der Deutschen Zündwaren-Monopolgesellschaft erhältlich. Den deutschen Herstellern wurden Produktionskontingente Exporte oder die Neugründung von Firmen waren erlaubt. Das Monopol hatte eine vorgesehene Laufzeit 53 Jahren und sollte bis 1983 gelten.

Als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches übernahm Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auch das Zündwarenmonopol. Die Reichsanleihe lief vereinbart über 53 Jahre und wurde komplett und auch das Zündwarenmonopol wurde erst zum Januar 1983 nach 53 Jahren aufgehoben. Bis konnte man in Deutschland nur die Streichhölzer staatlichen Monopolgesellschaft die so genannten Welthölzer kaufen.

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