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Suitbert


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Suitbert (* ca. 637 ; † 713 ) war ein angelsächsischer Missionar Gründer und erster Abt des Klosters Kaiserswerth Heiliger Todestag: 1. März Translation: 4. September bzw. erster Sonntag nach dem 4.

Der Angelsachse Suitbert geboren um 637 gehörte zu den Männern die im 690 den Missionar Willibrord († 739 ) zum Festland begleiteten.

Über ihn erfahren wir nur wieder Beda Venerabilis (* ca. 673 -† 735 ) Konkretes während die sog. Marcellinusvita des Mittelalters von Erfindungen strotzt. Beda hebt immerhin aus der Schar der Gefährten Willibrords hervor widmet ihm in seiner Kirchengeschichte einen eigenen Nach dem angelsächsischen Gelehrten befand sich vermutlich Jahr 692 Willibrord auf seiner ersten Romreise als einige von dessen Mitstreitern - in Opposition Friesenmissionar? - dazu entschlossen Suitbert zum Bischof zu lassen.

Suitbert kehrte nach England zurück und ließ sich von Wilfrid 634 -† 709 / 710 ) weihen. Die Trennung (?) von Willibrord damit vollzogen und Suitbert wandte sich der der fränkischen Boruktuarier zwischen Ruhr und Lippe zu. Dort muss er erfolgreich gewirkt als dieser Stamm von eindringenden Sachsen - wohl gegen 695 - unterworfen wurde.

Suitbert konnte daraufhin mit Unterstützung des Hausmeiers Pippin des Mittleren ( 680 / 687 - 714 ) und auf Veranlassung von dessen Gattin Plektrud nahe der fränkisch-sächsischen Grenzzone auf einer dem späteren Kaiserswerth ein Kloster gründen. Als Ausstattung des können wir Güter des Hausmeiers bzw. Königsgut der Herrenhof Rinthusen soll sich darunter befunden haben. Nach seiner „Bleibe“ ( mansio ) zog sich Suitbert nun also zurück weiteren Missionierungen bzw. Missionierungsversuchen berichtet Beda nichts.

Wohl geben spätere Quellen vermeintliche Auskunft das Wirken des Heiligen in Rheinbrohl bei Jülich und im Bergischen Land doch könnten lediglich die Suitbertus-Tradition der Ratinger Kirche und das womöglich ins 8. hineinreichende Alter einer Vorgängerkirche auf Mission und von Suitberts Nachfolgern im rechtsrheinischen Kaiserswerther Vorfeld

Am 1. März des Jahres 713 ist dann Suitbert vermutlich in Kaiserswerth und sicher dort begraben worden. Seine Reliquien befinden sich heute in der ehemaligen in einem kunstvoll verzierten Schrein. Dieser ist bedeutendste Reliquienschrein des gesamten Niederrheins und ähnelt dem - etwas größeren berühmten Dreikönigsschrein in Köln. Willibrord verzeichnete den Todestag seinem Festkalender Alkuin nannte Suitbert in seinem über die Heiligen der Kirche von York “ „besonders hervorragend“. Bischof Radbod von Utrecht ( 901 - 917 ) ein später Nachfolger Willibrords verfasste eine Homilie auf den Heiligen.

Immerhin beleuchtet das Geschehen um Suitbert was man mit politischer Raumordnung am Niederrhein Austrasiens (auch Austrien genannt) in spätmerowingischer Zeit kann. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an Vordringen der Sachsen in Richtung Rhein das nach dem Tod König Dagoberts I. einsetzte und gegen Ende des 7. - wie wir gesehen haben - zur der Boruktuarier ab 715 zu sächsischen Angriffen auf Hattuarien führte. hattuarisch-ribuarische Gebiet an der unteren Ruhr mithin befanden sich nun in exponierter Grenzlage zu Sachsen von der noch im beginnenden 9. Einhard († 840 ) der Biograph Karls des Großen ( 768 - 814 ) zu berichten weiß. Der Sachsenkrieg dieses ( 772 - 804 ) befreite den Raum aus seiner Grenzlage Ribuarien und Sachsen und machte u.a. den zur Gründung Werdens durch Liudger (*ca. 742 -† 809 ) frei. Dass damals schon seit mindestens Generationen Christen an der unteren Ruhr lebten bezeugen Quellen des Klosters Werden . Vielleicht geht das Christentum dort auf Suitbert und seine Gefährten

Literatur

  • Beda der Ehrwürdige Kirchengeschichte des englischen Volkes 2 Tle. hg. v. G. Spitzbart Texte zur Forschung 34 Darmstadt 1982
  • Flaskamp F. Suidbercht Apostel der Brukterer Gründer von Kaiserswerth Missionsgeschichte der Deutschen Stämme und Landschaften Bd.2) Duderstadt 1930
  • Flaskamp F. Die frühe Friesen- und Sachsenmission aus northumbrischer Das Zeugnis des Beda in: Archiv für Kulturgeschichte 51 1969 183-209
  • Leben Wunder und Tugenden des h. Swiberti der Collegiat-Kirchen zu Kayserswerth Bischofs und Apostels Holland Friesland Sachsen Westphalen und anderer benachbarten welche er zum Christenthum gebracht - beschrieben dem h. Marcellino seinem Mitgefährten und Gesellen; h. Ludgero ersten Bischof zu Münster in - aufs neu aufgelegt im tausentfunfzigsten Jahr ableben dieses heiligen Apostels hg. v.d. Katholischen Kirchengemeinde St. Suitbertus [Ndr] Düsseldorf-Kaiserswerth 1998
  • Zimmermann C.-M. Stöcker H. (Hg.) Kayserswerth. 1300 Jahre Heilige Kaiser Reformer Düsseldorf 1981




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