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Synchronizität


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Als Synchronizität bezeichnet Carl Gustav Jung zeitnah aufeinander folgende Ereignisse die nicht eine Kausalkette verknüpft sind und vom erlebenden als sinnhaft verbunden erlebt werden. Meist handelt sich dabei um ein inneres Ereignis (eine aufrührende Idee oder Emotion) und ein zeitlich folgendes äußeres physisches Ereignis das wie eine manifestierte Spiegelung als Antwort auf den inneren Zustand wirkt. Jung bezeichnet mit dem von eingeführten Begriff sowohl das Phänomen als auch hypothetisch dahinterstehende Prinzip. Er verwendet ihn öffentlich in seinem Vorwort zu Richard Wilhelms Übersetzung Buch der Wandlungen “ (1923).

Inhaltsverzeichnis

Zusammenarbeit mit Wolfgang Pauli

Mit dem Physiker Wolfgang Pauli diskutiert er während seines langjährigen Briefwechsels – 1958 veröffentlicht 1990) intensiv diese Thematik. veröffentlichen 1952 gemeinsam das Buch "Naturerklärung und in dem Jung unter dem Titel "Synchronizität ein Prinzip akausaler Zusammenhänge" das Thema umfassend

Die Quaternio

Das Prinzip der Synchronizität veranschaulicht er einer quaternio einem Kreuz aus zwei sich polar ergänzenden Begriffspaaren die sich diametral ergänzen somit ähnlich aufzufassen sind wie etwa das Welle / Teilchen beim Übergang von der Physik zur Quantentheorie. In der Vertikalen steht oben: die unzerstörbare Energie unten: das Raum-Zeit-Kontinuum befinden sich - links: der konstante Zusammenhang Wirkung (Kausalität) rechts: der inkonstante Zusammenhang durch bzw Gleichartigkeit „Sinn“ (Synchronizität)

Die vertikale Achse

Mit „unzerstörbare Energie“ wird hier die bezeichnet die bei allen physikalischen Prozessen konstant also auch bei der Umwandlung von Energie Masse und umgekehrt. Ihre durch alle ablaufenden Prozesse sich ständig ändernde Erscheinungsform wird quasi Tanz aufgefasst der sich als Evolution auf Bühne des Raum-Zeit-Kontinuums entfaltet.

Die horizonztale Achse

Jung bestreitet nicht dass jedes der Ereignisse in seiner eigenen Kausalkette steht. Deshalb die Synchronizität nicht das Kausalitätsprinzip in Frage erweitert es linear bis zum rein akausalen die Dinge sind in ihrer Entwicklung sinnhaft bezogen und „so angeordnet wie sie sind“ orderedness)

Abgrenzung zur Serialität

Jung grenzt die Synchronizizität (für ihn methodisch) streng von der Serialität ab wie vor allem Paul Kammerer in seinem Buch Gesetz der Serie (1912)“ untersucht hat. Sie er als kuriose – bloß amüsante – der das schöpferisch verwandelnde Potenzial der Synchronizität Dieses Potenzial stammt nach Jung aus der eines Archetyps die sich in der individuellen für eine gewisse Zeit fokussiert um dort zu finden. Diesen Vorgang bezeichnet Jung als

Symbolkraft

Sinnstiftend wird die Synchronizität durch ihre zum Träger des Symbols wird die physische Komponente der Koinzidenz ihrer Intension (spezifischen Entsprechung) und ihrer begrenzten Extension (geringe Häufigkeit). Dadurch kann sie als und Antwort auf die (chronologisch vorhergehende) Emotion werden und dadurch befreiend/entwickelnd wirken.

Nichts als Zufall?

Die häufig gestellte Frage ob es bei dem Phänomen nicht lediglich um Zufall handelt ist nicht über Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen zu denn der Wahrscheinlichkeitsbegriff erlaubt keine Aussagen über Einzelfälle – etwa über den Sinngehalt einer einzelne Koinzidenz. führt die Fragestellung zu einer Einbeziehung des Zufall in das vorgestellte Konzept: a) das bezeichnete Geschehen ist praktisch nicht vorhersagbar (also in einer vorab bekannten Kausalkette stehend) b) der Wortbildung drückt sich ein Vorgang aus dass dem erlebenden Beobachter im Geschehen etwas

Ein Beispiel

Zur Erläuterung das vielleicht berühmteste Beispiel Jungs Praxis: "Eine junge Patientin hatte in entscheidenden Moment ihrer Behandlung einen Traum in sie einen goldenen Skarabäus zum Geschenk erhielt. saß während sie mir den Traum erzählte dem Rücken gegen das geschlossene Fenster. Plötzlich ich hinter mir ein Geräusch wie wenn leise an das Fenster klopfte. Ich drehte um und sah daß ein fliegendes Insekt außen gegen das Fenster stieß. Ich öffnete Fenster und fing das Tier im Fluge. war die nächste Analogie zu einem goldenen welche unsere Breiten aufzubringen vermochten nämlich ein (Blatthornkäfer) Cetonia aurata der gemeine Rosenkäfer der offenbar veranlasst gefühlt hatte entgegen seinen sonstigen in ein dunkles Zimmer gerade in diesem einzudringen." Gesammelte Werke Bd. 8 S. 497.

Web.links: Newsgroup alt.psychology.synchronicity



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