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Internet-Protokoll-Familie


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Internet Protokolle ( Protokollstapel )
Anwendung FTP SMTP HTTP DNS ...
Transport TCP UDP
Netzwerk IP ( IPv4 IPv6 ) ARP
Netzzugang Ethernet FDDI Token
Ring
PPP ...
Modem

Die Internet-Protokoll-Familie (engl: internet protocol suite ) ist eine Familie von Netzwerkprotokollen die die Basis für die Netzwerkkommunikation Internet bilden. Synonym dazu werden auch die DoD - oder TCP/IP -Protokoll-Familie verwendet. DoD (engl. Department of Defense "US-Verteidigungsministerium") hat die Entwicklung der Internet-Protokolle Rahmen des DARPA Internetwork Project finanziert. TCP/IP steht für zwei Protokolle das Herzstück dieser Protokoll-Familie bilden: Das Transmission Control Protocol und das Internet Protocol .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 1. Januar 1983 wurde im damaligen Arpanet dem Vorläufer des Internet das veraltete NCP (Network Core Protocol) gegen TCP/IP ausgetauscht somit die Basis für das heutige Internet Das Protokoll wurde von Vinton Cerf und Kahn entwickelt und setzte sich anfangs nur gegen andere Lösungen wie das offizielle OSI (Open System Interconnection Modell) der ISO durch. Der entscheidende Umschwung für TCP/IP dann Mitte der neunziger Jahre als mit Seitenbeschreibungssprache HTML und dem Browser Mosaic für breite Anwendungen taugliche Internetwerkzeuge zur standen.

Die derzeit aktuelle IP Version 4 stößt mittlerweile an ihre Die Anzahl der Netzadressen ist zu stark und die Echtzeitübertragung von Video und Sprache nur unzureichend da TCP/IP Version 4 keine zur Festlegung der Bandbreite Geschwindigkeit und Priorität was als Quality of Service (QoS) bezeichnet Deswegen wurde das Internet Protocol weiterentwickelt und als IPv6 in den nächsten Jahren eingeführt.

Ein weiteres Merkmal das den Erfolg IP-Protocol-Suite ermöglichte ist die offene Definiton der Diese entspricht den OSI-Schichten 1 (Physikalische Schicht) und 2 (Sicherungsschicht). steht TCP/IP für beinahe jede Schicht 1/2 zur Verfügung. Beispiele: Gigabit-/Fast-/ Ethernet Token Ring FDDI PPP X.25 Frame Relay aber auch ATM Sonet SDH .

Die Internet-Protokollfamilie im Detail

Zur Gliederung der Kommunikationsaufgaben werden in funktionale Ebenen so genannte Schichten unterschieden. Für Internetprotokolle ist das TCP/IP-Referenzmodell maßgebend. Die Internetprotokolle beginnen dabei bei mit dem für das Weiterleiten von Paketen verschiedene Netze zuständigen Internet Protocol (IP meist IPv4 ). Internet Protokolle werden in den RFC -Dokumenten diskutiert und standardisiert. Die wesentlichen Protokolle dabei den Status erforderlich ( required ) empfohlen ( recommended ) oder optional ( elective ). Andere Protokolle können auch als experimentell experimental ) oder historisch ( historic ) bezeichnet werden.

Erforderliche Protokolle

IPv4 und ICMP müssen in jeder TCP/IP-Implementation vorhanden sein. Router kann nur diese beiden Protokolle verwenden. Anwendungssicht ist damit aber noch nichts Sinnvolles Dazu werden noch empfohlene und weitere Protokolle

Die verbreitete IP-Version 4 ( IPv4 ) früher einfach als IP -Protokoll bezeichnet wurde schon 1981 definiert und ist im Wesentlichen unverändert heute auf allen System im Internet das Internet-Protokoll. Die neue Version 6 IPv6 soll die Version 4 nach und ablösen. Das ICMP -Protokoll wird für die Fehlersuche und für verwendet.

Empfohlene Protokolle

Vor jedes Anwendungsprotokoll (oberste Schicht) wird eines der beiden Transportprotokolle TCP ( Transport Control Protocol ) für verbindungsorientierte und UDP ( User Datagram Protocol ) für paketorientierte Anwendungen eingeschoben (Schicht 4)

Für eine TCP/IP-Implementation werden folgende Anwendungsprotokolle empfohlen:

  • TELNET ( Teletype over the Network ) - Einloggen in ein Terminal über das Netzwerk (TCP-Transport)
  • FTP ( File Transfer Protocol ) - Dateiübertragung (TCP-Transport)
  • SMTP ( Simple Mail Transfer Protocol ) - Elektronische Post E-Mail (TCP-Transport)
  • DNS ( Domain Name Service ) - Namen- zu Adressübersetzung E-Mail Routing und UDP)
  • ECHO ( Echo Protocol ) - Fehlersuche Antwortzeiten (TCP und UDP)
  • NTP ( Network Time Protocol ) - Zeitsynchronisation (UDP-Transport)
  • SNMP ( Simple Network Management Protocol ) - Netwerküberwachung und -management (UDP)
  • BOOTP ( Boot Protocol ) - Parameter für plattenlose Geräte (UDP)

Optionale Protokolle

Weitere oft verwendete Protokolle sind HTTP für das WWW DHCP für die Rechnerkonfiguration POP3 für den Mailempfang und SSH für sicheres Einloggen (Ersatz für TELNET). ARP wird zur dynamischen Auflösung von Hardwareadressen Ethernet benötigt.

Welche Protokolle auf welchen Rechnern

Siehe auch: VPN : Virtual Private Network LAN : Local Area Network WAN : Wide Area Network

Literatur



Bücher zum Thema Internet-Protokoll-Familie

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