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Tabun


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Tabun (Dimethylphoshphoramidocyansäureethylester) ist ein Nervenkampfstoff der 1936 vom deutschen Chemiker Dr. Gerhard Schrader der damals für die IG Farben tätig war entdeckt wurde. Ab 1942 wurde es industriell gefertigt und im zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht in Bomben und Granaten verfüllt jedoch eingesetzt.

Es ist ein Phosphorsäureester und von der Struktur her vielen Pflanzenschutzmitteln ähnlich. Es ist farblos und riecht Fisch. Bei seinem Einsatz kann Blausäure entstehen. Die Summenformel lautet: C 5 H 11 N 2 O 2 P

Das Molekulargewicht beträgt 162 12 g/ mol . Der Schmelzpunkt liegt bei –50 °C. Siedepunkt bei 246 °C.

Geschichte

40 km nördlich von Breslau in Dyhernfurth begann 1940 die deutsche Wehrmacht und die SS mit dem Bau einer Chemiewaffenanlage zur von vor allem Tabun. Dort wurden ca. Tonnen Tabun erzeugt und hauptsächlich von KZ -Häftlingen verarbeitet. Otto Ambros der Vorstandsvorsitzende der einer IG-Farben Gesellschaft war einer der Hauptverantwortlichen das Werk.

Tabun ist das älteste der drei genannten G-Kampfstoffe (Code: GA) neben Soman und Sarin . Nach dem zweiten Weltkrieg übernahmen die und Großbritannien die Fertigung dieses Kampfstoffes. Die hingegen zeigte kein großes Interesse an Tabun konzentrierte sich mehr auf Soman. Tabun wurde von Saddam Hussein im Iran-Irak-Krieg und 1988 gegen die eigene Bevölkerung im kurdischen Nordirak eingesetzt.

Wirkungsweise

Die Aufnahme von Tabun ist über Haut und die Atmung möglich. Nur ein verhindert sicher eine Aufnahme des Stoffes. Im blockiert Tabun die Acetylcholinesterase . Diese ist Bestandteil der Kommunikationsvorgänge im

Daher kommt es je nach Stärke Vergiftung zu folgenden Symtomen: Kopfschmerzen Übelkeit mit und Durchfällen Augenschmerzen Müdigkeit Krampfanfälle Zittern Zucken Muskulatur unkontrollierter Harn- und Stuhlabgang Atemnot Angstzustände Verwirrtheit Bewusstlosigkeit. Der Tod tritt durch Atemlähmung

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