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Thessaloniki


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Thessaloniki (auch Saloniki griechisch Θεσσαλονίκη) ist mit 1 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Griechenlands und Hauptstadt der Provinz Makedonien . Die Stadt liegt an den Ausläufern 1200 m hohen Chortiatis und grenzt an den Thermäischen Golf. ist eine moderne bedeutende Universitäts- Messe- Industrie- Hafenstadt im Schnittpunkt wichtiger jahrtausendealter nord-südlicher und (Via Egnatia) Verkehrswege. Der Stadtheilige ist Hagios Das Wahrzeichen Thessalonikis ist der Lefkos Pyrgos Weiße Turm).

In die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO wurden 1988 die frühchristlichen und byzantinischen Thessalonikis aufgenommen. 1997 wurde Thessaloniki europäische Kulturhauptstadt .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Makedonische Zeit

Thessaloniki wurde 315 v. Chr. von dem makedonischen König Kassandros gegründet Zusammenlegung von 26 kleineren Städten an der von Therme (Thermäischer Golf) und nach seiner Thessalonike einer Halbschwester Alexanders des Großen benannt. Name Thessalonike erinnert an die Eroberung Thessaliens durch Makedonien (Thessalonike = Sieg in Thessalien [griech. = Sieg]). 168 v. Chr. beendeten die Römer das makedonische Königreich 146 v. Chr. endgültig ein eigenständiges Makedonien.

Liste der makedonischen Könige (540 v. Chr.–168 v. Chr.)

Römische Zeit

Thessaloniki lag an der Via Egnatia Hauptverkehrsweg zwischen Rom und Byzanz . Sie wurde Hauptstadt der römischen Provinz 58 v. Chr. ging Cicero vorübergehend hierher in die Verbannung. 50 hielt sich der Apostel Paulus auf seiner zweiten Missionsreise in Thessaloniki und gründete die zweite Christengemeinde Europas nach Philippi . In der Mitte des 3. Jahrhunderts Angriffe der Goten von der Stadt abgewehrt. Um 300 Thessaloniki von Kaiser Galerius zu eine der Kaiserresidenzen des Römischen und mit bedeutenden Bauwerken ausgestattet u. a. Kaiserpalast die Pferderennbahn (das Hippodrom) parallel zum der Galeriusbogen (Triumphbogen des Kaisers Galerius neben Via Egnatia) das Galeriusmausoleum (vielleicht ein Pantheon) das Forum die Agora (Pfeiler mit prachtvollen von einer zweigeschossigen Halle ist heute im Louvre Paris) mit einem Odeion. 322 ließ Kaiser Konstantin I. (der Große) an der südwestlichen Ecke Thessalonikis ein Hafenbecken anlegen. 325 wurde Licinius (Mitkaiser von 308 bis 324) in hingerichtet und Konstantin wurde damit endgültig Alleinherrscher orbis imperator) am 11. Mai 330 wurde Byzanz in Konstantinoupolis umbenannt und christliche Reichshauptstadt (2. Rom ). 390 erlebte Thessaloniki einen Aufstand gegen Kaiser Theodosius I. den dieser blutig niederschlagen ließ (zur ließ der Kaiser etwa 7000 Einwohner im ermorden). Nach der Reichsteilung 395 gehörte Thessaloniki oströmischen Reich des Kaisers Arcadius.

Liste der römischen Kaiser (27 v. Chr.–476)

Byzantinische Zeit

In den ersten Jahrhunderten der byzantinischen (550 bis 750) wurde Thessaloniki wiederholt von Slawen erfolglos belagert (551 591 609 675). des 9. Jahrhunderts entstand der byzantinische Militär- Verwaltungsbezirk Thessaloniki. Im 9. Jahrhundert begann eine Friedenszeit in der Thessaloniki Ausgangspunkt der orthodoxen der Slawen durch Kyrillos (826/827 in Thessaloniki geboren) und Methodios unter Schaffung eines slawischen "kyrillischen" Alphabets aus dem Griechischen wurde. Thessaloniki war im Byzantinischen Reich seinen Glanzzeiten zweitwichtigste Stadt neben der Hauptstadt Konstantinopel (dem heutigen Istanbul von griechisch: eis tin polin = die Stadt). 904 eroberten Sarazenen die Stadt nach nur dreitägiger Belagerung. 1185 Eroberung und Verwüstung Thessalonikis durch sizilianische Normannen . 1204 wurde Thessaloniki Hauptstadt eines kurzlebigen fränkischen unter Bonifatius II. Markgraf von Montferrat im Rahmen des 4. Kreuzzugs . Hagios Demetrios und die Hagia Sophia vorübergehend zu katholischen Kirchen. Von 1224 bis residierten in Thessaloniki die Despoten von Epiros ließ sich hier Fürst Theodoros (ein Vetter Kaisers Alexios III.) zum Gegenkaiser krönen. 1246 wurde die Stadt wieder dem Byzantinischen eingegliedert. Für Thessaloniki der zweiten Stadt im begann eine glanzvolle Epoche von der auch noch zahlreiche Kirchenbauten zeugen z. B. die Apostoloi Hagia Ekaterini das Vlatadon-Kloster oder auch große Mole die den Hafen schützte und der sich ein Teil bis heute erhalten Venezianer und Genuesen bauten in dieser Zeit Einfluss aus Venedig erhielt sogar ein eigenes Thessaloniki fühlte sich als ein Zentrum der Thomas Magister (1270–1325) Demetrios Triklinios (1280–1340) hl. Gregorios Palamas (1296–1359) oder Demetrios Kydones (1324–1397) wirkten 1308 belagerte die Katalanische Kompanie Thessaloniki erfolglos. 1391 und ab 1394 beherrschten zwischenzeitlich Türken die Stadt. 1403 wurde Thessaloniki wieder byzantinisch und kam an Venedig .

Liste der byzantinische Kaiser (364–1453)

Türkische Zeit

1430 wurde Thessaloniki nach fast zweimonatiger Belagerung Sultan Murad II. Teil des Osmanischen Reichs . Aus Thessaloniki wurde "Selanik". 1515 erreicht Buchdruckerkunst Thessaloniki. Im 17. Jahrhundert ist Thessaloniki Handelszentrum des Balkans . 1821/1822 schlugen türkische Truppen den aufflammenden Befreiungskampf der im Süden Griechenlands zum Erfolg und dort zur Gründung des Königreichs Griechenland nieder. Zahlreiche griechische Einwohner Thessalonikis wurden

Ende des 19. Jahrhunderts nahm Thessaloniki enormen Aufschwung. Während 1865 die Stadt etwa Einwohner hatte waren es 1880 schon 90.000 1895 etwa 120.000. 1869 wurden die südlichen der byzantinischen Stadtmauer niedergerissen um Platz zu 1871 wurde die Eisenbahnlinie Thessaloniki– Skopje gebaut und 1888 über Belgrad an das europäische Eisenbahnnetz angeschlossen sowie nach Osten bis Alexandropolis fortgeführt. 1893 wurde erste Straßenbahn installiert die von russischen und Pferden gezogen wurde und zur weiteren Expansion Stadt beitrug.

Mustafa Kemal (Atatürk) der Begründer der modernen Türkei wurde 1881 in Thessaloniki geboren (sein ist heute das türkische Konsulat). 1908 nahm Jungtürkische Revolution mit Ismail Enver und Mustafa Kemal von Thessaloniki aus Anfang. 1909 verbannten die Jungtürken den abgesetzten Sultan Abdulhamid II. nach Thessaloniki und stellten ihn in Villa Alatini unter Hausarrest.

Liste der Sultane des Osmanischen Reichs (1288–1922)

Neugriechische Zeit

1878 wurde Thessaloniki im Frieden von Stefano zunächst Bulgarien zugesprochen gehörte dann aber ( Berliner Kongress ) zum Osmanischen Reich . Am 26. Oktober 1912 (dem Namenstag Stadtheiligen und Schutzpatrons von Thessaloniki Demetrios) 20 nach Kriegserklärung (Montenegro Serbien Bulgarien Griechenland) an Osmanische Reich ( 1. Balkankrieg ) erreichten griechische Truppen wenige Stunden vor der bulgarischen Truppen Thessaloniki und besetzten die Am 18. März 1913 fiel der griechische Georg I. in Thessaloniki einem Attentat zum Opfer. 8. Juli erklärte Serbien und Griechenland Bulgarien (nach einem bulgarischen Angriff auf Serbien) Krieg ( 2. Balkankrieg ) in dessen Verlauf die Bulgaren aus vertrieben wurden. Im Frieden von Bukarest am 10. August 1913 wurden Teile Makedoniens mit Thessaloniki Griechenland zugesprochen. Unter anderem durch die Balkankriege (das Pulverfass Europas) der erste Weltkrieg ausgelöst in dessen Verlauf Mitte Oktober mit Unterstützung des griechischen Ministerpräsidenten Venizelos gegen den Willen des griechischen Königs Truppen in Thessaloniki landeten um den griechischen Makedoniens und Thessaloniki gegen die von Norden Armeen der Achsenmächte (Österreich/Deutschland Bulgarien) zu verteidigen. 18. Oktober 1916 rief Venizelos in Thessaloniki Gegenregierung aus. Von 1916 bis 1918 befand in Thessaloniki das Hauptquartier der französischen Besatzungstruppen Am 15. August 1917 zerstörte ein Großbrand das gesamte südliche Stadtzentrum. Der nach dem Weltkrieg von Griechenland gegen die Türkei geführte in Kleinasien führte in die Niederlage und eine Flüchtlingskatastrophe. Nach 1922 fand ein großer Teil der griechischen in und um Thessaloniki eine neue Heimat. 1941 bis 1944 war Thessaloniki von deutschen besetzt. Bis zum zweiten Weltkrieg hatte die Stadt eine bedeutende jüdische Bevölkerung die hauptsächlich von den im Jahrhundert aus Spanien vertriebene Juden abstammte und von den deutschen Besatzern die Konzentrationslager geschickt wurde. Nach Ende des griechischen 1949 begann der Wiederaufbau und die wirtschaftliche der Stadt deren Entwicklung sie in Bedeutung Größe zur "zweiten Hauptstadt" Griechenlands werden ließ.

Liste der griechischen Könige und Präsidenten (ab 1832 für Thessaloniki ab 1912)

Griechenland

Wirtschaft

Verkehr

Thessaloniki besitzt einen Fährhafen von nationaler Bedeutung (Verbindungen in die Ägäis ) sowie einen für den gesamten Balkan wichtigen internationalen Handelshafen .
Der Flughafen (internationaler Flughafen-Code SKG) stellt viele Verbindungen wichtigen nationalen sowie europäischen und nichteuropäischen Flughäfen und ist ein wichtiges Verkehrskreuz der internationalen
Der Bahnhof von Thessaloniki ist der Griechenland wichtigste Eisenbahnknotenpunkt (siehe oben "Türkische Zeit") und stellt Verbindung des Landes nach Mittel- und Osteuropa Die Schnellzugverbindung nach Athen in modernen klimatisierten ist eine gute Reisealternative zur Flugverbindung Thessaloniki–Athen.
Von Thessaloniki aus gibt es zahlreiche Busverbindungen in die nähere und weitere Umgebung Stadt sowie einige Fernbusverbindungen durch Griechenland.
Ein modernes Schnellstraßensystem (Autobahn und Stadtautobahn) führen in alle Himmelsrichtungen. Augenblicklich wird an der "Egnatia" (Autobahn-Fernverbindung am Nordrand Thessalonikis gebaut.

Industrie

In Thessaloniki und Umgebung arbeitet eine Lebensmittelindustrie für den griechischen Markt und für Export (u. a. für Europa und den Orient) ebenfalls eine Tabakindustrie. Es gibt auch gute Möbelindustrie. Eine Erdöl-Raffinerie ist gleichfalls für Balkan von Bedeutung. Die jährlich stattfindende internationale ist die bedeutendste Industrie- und Handelsmesse Griechenlands.

Tourismus

Thessaloniki ist ein wichtiger Touristenknotenpunkt. Viele die auf der wunderschönen Halbinsel Chalkidike (zu auch die eigenständige Mönchsrepublik Athos gehört) einen erholsamen Urlaub erleben wollen hier auf der Durchreise und sollten die einer Besichtigung dieser sehr sehenswerten Metropole (siehe "Sehenswürdigkeiten") nicht auslassen. Wenn Sie gut essen wollen finden Sie in den Ladadika ein Viertel mit vielen traditionellen und auch preiswerten und Ouzerien.

Sehenswürdigkeiten

  • Archäologisches Museum
  • Museum für byzantinische Kultur
  • Museum für Kunst und Kultur Thessalonikis im Turm (Lefkos Pyrgos)
  • Jüdisches Museum
  • Städtische Pinakothek
  • Bauwerke der römischen Zeit (Reste des Kaiserpalasts einem Oktogon; Kamara [Galeriusbogen] mit Reliefdarstellungen von aus dem Kämpfen des Galerius gegen die 296/297; Rotonda [Galeriusmausoleum] danach orthodoxe Kirche [Hagios und später Moschee [Reste eines Minaretts] heute Forum [145 m × 90 m] mit Stoa unter der Südstoa und mit einem [Theater])
  • Zahlreiche bedeutende frühchristliche und byzantinische Kirchen (1988 die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen) mit teilweise hervorragenden Mosaiken und (z. B. Hosios David frühchristliches Mosaik mit Darstellung eines bartlosen Christus aus dem 5. Anfang des 6. Jahrhunderts)
    • Kirche des Heiligen Demetrios (Hagios Demetrios Stadtheiliger) Basilika Mosaiken aus dem 7. und 9.
    • Kirche der Heiligen Sophia (Hagia Sophia) fünfschiffige Mosaiken aus dem 8. und 9. Jahrhundert
    • Kirche der Panagia Acheiropoietos dreischiffige Basilika
    • Kirche Hosios David (Latomos-Kloster) Vorläufertypus der Kreuzkuppelkirche und Malereien vom Ende des 5. bis 14. Jahrhundert)
    • Kirche der Panagia Chalkeon (Kokkini Ekklisia) kreuzförmige (Vorbild für viele andere Kreuzkuppelkirchen) Darstellungen bis 14. Jahrhundert
    • Kirche des Heiligen Panteleimon Kreuzkuppelkirche Wandmalereien Ende und Anfang 14. Jahrhundert
    • Kirche der Heiligen Apostel (Hagia Apostoloi) kreuzförmige mit fünf Kuppeln
    • Kirche des Heiligen Nikolaus des Waisen
    • Kirche der Heiligen Katherina (Hagia Ekaterini)
    • Erlöserkirche
    • Vlatadon-Kloster (das einzige noch überlebende Kloster von etwa 20 Klöstern der Stadt)
    • Kirche des Propheten Elias
  • Umfangreiche und teilweise gut erhaltene Befestigungsanlagen mit Türmen (ursprünglich über 8 km heute noch 4 km) mit Akropolis und der byzantinisch/türkischer Zitadelle Heptapyrgion (griech.: sieben Türme); der Weiße stammt aus venezianisch/türkischer Zeit.
  • Verschiedene Bauwerke der türkischen Zeit (Besesteni [ein Markt mit 6 Kuppeln er beherbergte hauptsächlich und Goldschmiede]; türkische Bäder [Hamam] Giachounti-Hamam; Moscheen: Hamsa-Bey-Tsami Alatsa-Imaret-Tsami Yeni-Tsami [von 1902])

Weblinks



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