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Tierschutz


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Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet dem Ziel dienen Tieren ein artgerechtes Leben unnötige Leiden Schmerzen und Schäden zu ermöglichen. Gedanke des Tierschutzes findet sich bereits im Alten Testament er findet erstmals größere Verbreitung in Antike um dann in der christlich-abendländischen Kulturgeschichte Jahrhunderte praktisch bedeutungslos zu werden. Seit dem 19. Jahrhundert entstanden Tierschutzbewegungen und –organisationen und das spielt eine zunehmende Rolle in der gesellschaftlichen

Der Tierschutz steht dabei stets im zu den Interessen der Tiernutzung darin liegt Konfliktpotential der Thematik. Denn die Nutzung der – beispielsweise in der Landwirtschaft oder Forschung – ist praktisch regelmäßig mit einer der Tiere verbunden. Vom Artenschutz unterscheidet sich der Tierschutz durch die geht es beim Artenschutz darum den Bestand Tierarten bzw. der Artenvielfalt zu erhalten so der Tierschutz auf das einzelne Tier und Unversehrtheit.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gesetzlicher Tierschutz

Der gesetzliche Tierschutz umfasst gesetzgeberische Maßnahmen Gesetze Verordnungen und andere staatliche Regelungen die unmittelbar Tierschutz betreffen oder ihn indirekt berühren. Das Tierschutzgesetz wurde erst 1822 in England erlassen und schützte Pferde und Großvieh Misshandlungen.

In Deutschland wurde im Reichstrafgesetzbuch vom 15. Mai 1871 (§360 Nr. 13) mit Strafe bedroht „öffentlich oder in Ärgerniß erregender Weise Thiere quält oder roh misshandelt.“ Am 24. November 1933 wurde das Reichstierschutzgesetz erlassen. Dieses galt Anfang der 1970er Jahre. Am 24. Juli 1972 wurde in der Bundesrepublik Deutschland ein Tierschutzgesetz erlassen. Dieses wurde mehrfach überarbeitet; am 22. August 1988 wurde es in neues Form verkündet jetzt gültige Gesetz trat am 1. Juni 1998 in Kraft.

Im BGB §90 a wird seit 1990 ausdrücklich festgestellt dass Tiere nicht wie dahin als Sachen sondern als lebende Wesen sind.

Am 26. Juli 2002 wurde im Plenum des Bundestages das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz verankert. Der Artikel 20a [1] des Grundgesetzes lautet nun:

"Der Staat schützt auch in Verantwortung für künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die und nach Maßgabe von Gesetz und Recht die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

In der Schweiz wurde am 9. März 1978 das Tierschutzgesetz verabschiedet und am 27. Mai 1981 die Tierschutzverordnung.

In Österreich ist der Tierschutz Ländersache. Im Strafgesetzbuch 1. Januar 1975 sind die Strafbestimmungen für rohe Misshandlung Tieren bundeseinheitlich festgelegt: bis zu ein Jahr oder 360 Tagessätze Geldstrafe. Außerdem existiert seit 1. Juli 1974 ein Tierversuchsgesetz .

Tierschutzorganisationen

1837 gründete der Pfarrer Albert Knapp in Stuttgart den ersten deutschen Tierschutzverein dem überall Deutschland weitere folgten. Sie schlossen sich 1881 zum Deutschen Tierschutzbund zusammen. Dieser vereinigte 1992 etwa 650 Tierschutzvereine mit über 600.000 Die Tierschutzorganisationen der Europäischen Gemeinschaft arbeiten in Eurogroup for Animal Welfare zusammen. Am 1. Januar 1981 wurde die World Society for the of Animals (WSPA) gegründet.

Tierschutz in anderen Kulturen

Einen Tierschutz wie er im christlich-abendländischen verstanden wird gibt es in anderen Kulturen

Allerdings findet sich in vielen anderen auch nicht die strikte Unterscheidung zwischen Menschen den Tieren. In den frühen Kulturen der (z.B. im alten Ägypten - und bei sogenannten Naturvölkern bis - findet man eine mehr oder weniger Tierverehrung . Auch in vielen asiatischen Religionen ( Hinduismus Jainismus Buddhismus) haben Tiere eine besondere Stellung. Reich des Kaisers Ashoka ( 272 - 232 v. Chr. ) war die Stellung der Tiere sogar geregelt.

Tierschutzethik

Die Frage nach der ethischen Bewertung Tierschutzes wird unterschiedlich beantwortet je nachdem wie Position von Mensch und Tier gesehen wird.

In vorgeschichtlicher Zeit galt dem Menschen ganze Natur als gleichberechtigtes beseeltes Gegenüber. Dies galt und besonders für die Tiere. Dennoch war Nutzung der Tiere zunächst durch die Jagd überlebenswichtig. Jagd- und Tierdarstellungen aus dieser zeugen noch heute vom Bemühen zu einer mit den getöteten Tieren zu kommen.

Kirche und Tierschutz

In den Schriften des Alten Testaments sich die Vorstellung dass Tiere als gleichwertige Partner des Menschen geschaffen wurden. So werden im Schöpfungsbericht der Genesis (Genesis 1 20ff) die Tiere von Gott ebenso gesegnet (Genesis 1 22) wie Mensch (Genesis 1 28). Dass der Mensch zum Herrscher über die Erde eingesetzt wird dazu nur scheinbar im Widerspruch: In dieser ist er gemeinsam mit der Natur dem Gottes unterstellt und für diese verantwortlich. Der Frieden im Garten Eden in dem es keinen Tod gibt umfasst ausdrücklich auch die Tiere.

Erst durch den Sündenfall wird der Schöpfungsfriede gestört der Tod das Getötet-Werden kommt in die Welt und Mensch kleidet sich mit den Fellen der Tiere (Genesis 3 19 ff).

In Exodus 20 10 werden die Nutztiere der zugerechnet und ausdrücklich in die Shabbatruhe einbezogen. Auch bei Jesaja wird in der Prophezeiung eines künftigen das der Prophet als ein Reich der Gerechtigkeit beschreibt die Tierwelt ausdrücklich einbezogen (Jes.11 ff).

In der Geschichte der Kirche spielt Tierschutz kaum eine Rolle. Der Mensch als ähnliche Schöpfung steht über den Tieren und berechtigt sich ihrer zu seinem Nutzen zu Dass den Tieren dabei keine unnötigen Leiden Schäden zugefügt werden dürfen versteht sich schon dem Gebot der Barmherzigkeit.

Dem steht eine Tradition gegenüber die Tier das gleichwertige Mitgeschöpf Gottes sieht. Diese schon früh von Franz von Assisi ( 1182 - 1228 ) vertreten der das Gebot der Nächstenliebe die gesamte Schöpfung bezog. Es schloß daher ihn die Tiere ausdrücklich als "uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers unsere Brüder" mit ein.

Auch Albert Schweitzer ( 1875 - 1965 ) war mit seinem Konzept der Ehrfurcht vor dem Leben zu seiner Zeit ein Außenseiter. Als seiner Auffassung wurde diese Aussage berühmt: "Ich bin Leben das leben will inmitten Leben das leben will."

Daraus folgte für Schweitzer dass die der Ethik nicht an der Artengrenze zwischen und Tieren enden sondern der Mensch zu Verhalten gegenüber der gesamten Schöpfung verpflichtet ist. ihn bedeutete das unter anderem auch dass Töten von Tieren für die Ernährung der nicht zulässig sei.

Kein geringerer als Karl Barth ( 1886 - 1968 ) der Schweitzers Theologie eher ablehnte warnte Schweitzers Auffassungen als "sentimental" abzutun. "Wie rechtfertigt man sich eigentlich wenn man anders hält als es Schweitzer (...) von haben will?"

Eine ähnliche Argumentation gibt es bei Blankes ( 1900 - 1967 )Ethik der Mitgeschöpflichkeit und ein neuer Zeit Eugen Drewermann (* 1940 ).

Tierschutz in der Philosophie

In der Antike wird der Gedanke Tierschutzes erstmals mit der Forderung nach einer vegetarischen Lebensweise verbunden beispielsweise bei Pythagoras (6. Jh. v. Chr.) und Plutarch ( 45 - 125 ).

Im Römischen Recht galten Tiere hingegen als Sachen eine die bis in die Gegenwart hineinreicht.

Naturalismus

Der Naturalismus argumentiert dass der Mensch als das Lebewesen das in der Natur herrschende Recht Stärkeren hat sich der Tiere zu seinen zu bedienen.

René Descartes ( 1596 - 1650 ) sieht in Tieren mechanisch erklärbare Wesen Behandlung ohne ethische Bedeutung ist. Das Schreien Tieren setzt er mit dem Quietschen einer geölten Maschine gleich.

Bei Immanuel Kant ( 1724 - 1804 ) findet sich der Schutz der Tiere grausamer Behandlung in sein Pflichtenkonzept eingebettet da gegen Tiere das Mitleid des Menschen abstumpfe dadurch eine seiner Moralität dienliche Anlage austilge.

Die moderne Tierschutzdiskussion knüpft vielfach an Positionen an wobei dann umstritten ist wo Grenze zwischen zulässiger Tiernutzung und moralisch zu Grausamkeit verläuft.

Tierrechte

Bei Arthur Schopenhauer ( 1788 - 1860 ) findet sich erstmals in der Geschichte Philosophie der Gedanke der Tierrechte: "Die Welt ist kein Machwerk und die sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig."

Auch in Jeremy Benthams ( 1748 - 1832 ) Konzept des Utilitarismus waren Tiere ausdrücklich einbezogen. Von ihm der viel zitierte Satz: "Die Frage ist nicht: können sie (die denken? Oder: können sie sprechen? sondern: können leiden."

Die Konzeption der Tierrechte stellt die konsequenteste Ausprägung des Tierschutzgedankens Aus der Auffassung es gebe keinen prinzipellen zwischen Mensch und Tier (Antispeziesismus) wird der gezogen dass die grundlegenden Menschenrechte auch den Tieren zuzugestehen seien. Daraus dass sich jede Tiernutzung von vornherein verbietet. der Tierrechtsbewegung werden nicht nur Jagd Tierversuche offensichtliche Tierquälerei abgelehnt sondern auch die Tierhaltung Zoos und Zirkussen und die Nutzung von in der Landwirtschaft.

Die Konsequenz ist die Forderung einer veganen Lebensweise . Extreme Gruppierungen (z.B. Tierbefreier) gehen auch Gewalt gegen Sachen oder Personen gegen die ihnen wahrgenommenen Missstände vor.

Der herausragendste philosophische Vertreter des Tierrechtskonzepts der Australier Peter Singer (* 1947 ) der für bestimmte hochentwickelte Tiere (z.B. Menschaffen) die Zuerkennung der Menschenrechte fordert und in einem höchstumstrittenen Umkehrschluss beispielweise geistig schwerstbehinderten abspricht.

Themen – Konflikte

Heimtiere

Bei der Heimtierhaltung kann es zu Tierschutzproblemen kommen. Außer den offensichtlichen Fällen – Tierquälerei Aussetzen von Tieren grober Vernachlässigung – hier die nicht artgerechte Haltung die Hauptrolle. domestizierte Tiere sich an das Leben mit gut angepasst haben haben sie doch Mindestansprüche ihre Haltungsbedingungen: neben artgerechter Ernährung vor allem Bewegungsmöglichkeiten und Beschäftigungsangebote und ausreichender Sozialkontakt sowohl Artgenossen als auch zu Menschen.

Für die Haltung von Hunden gibt Tierschutz-Hundeverordnung vom 2. Mai 2001 Mindestanforderungen vor. Für andere Haustiere liegen gesetzlichen Regelungen vor.

Besonders problematisch ist die private Haltung nicht domestizierten Wildtieren. Diese stellen Haltungsansprüche die ausreichende Sachkenntnisse und ausreichende materielle Mittel kaum sind.

Viele Probleme der Heimtierhaltung fangen die Tierschutzvereine mit ihren Tierheimen in ehrenamtlicher Arbeit auf: sie gehen Hinweisen auf Tierquälerei nicht artgerechte Haltung nach nehmen unbedacht angeschaffte auf übernehmen die kommunale Aufgabe der Abwehr von Gefahren durch streunende Tiere (vor allem Hunde) betreuen verwilderte Haustiere.

Unter den verwilderten Haustieren sind besonders und Stadttauben zu nennen in vielen Ländern dazu noch Hunde. Diese Tiere sind als domestizierter Haustiere nicht oder nur bedingt fähig sich selbst zu sorgen. Wichtig ist hier Fortpflanzung einzudämmen und durch artgerechte Fütterung für stabile gesunde Population zu sorgen.

Landwirtschaft

Besonders in der industriell betriebenen Landwirtschaft der sich die Bedingungen von Zucht Haltung Transport und Schlachtung unter Berufung auf wirtschaftliche am Maßstab maximaler Produktivität orientieren sind Defizite den Forderungen einer tierschutzgerechten Haltung vorgegeben.

Zucht

Bei der Tierzucht in der Landwirtschaft sich die Orientierung auf höchstmögliche Produktivität als Die Zucht auf maximale Leistung artet oft Qualzucht aus: Legehennen die nach einem Jahr bei höchster Legeleistung „verbraucht“ sind und geschlachtet Puten mit so schnellem Fleischzuwachs dass das die Muskelmassen nicht tragen kann Milchrinder die Kosten ihrer Gesundheit mehrere tausend Liter Milch Jahr geben sind einige Beispiele.

Tierhaltung

In der Tierhaltung entstehen Probleme durch Ausrichtung auf industrielle Produktionsmethoden:

Als erstes fällt die Reduzierung des und Bewegungsraumes auf ein Minimum auf: Legehennen Käfigbatterien haben etwa die Fläche eines A-4-Blattes Verfügung Muttersauen stehen in Boxen von 200x65 in denen sie sich nicht drehen können werden angebunden gehalten.

Hinzu kommt die Ausrichtung der Haltung minimalen Arbeitsaufwand: Käfighennen stehen auf Drahtgittern durch der Kot fällt Schweine und Rinder werden Vollspaltenböden gehalten durch die sie ihre Fäkalien müssen sie stehen in den Ausdünstungen (u.a. und Schweflwasserstoff) über der Fäkaliengrube hinzu kommt Beleuchtung.

Folge dieser Bedingungen sind gesundheitliche Schäden: der Füße Verformungen des Skeletts und verkümmerte Erkrankungen innerer Organe und nicht zuletzt Infektionen man durch Zugabe von Antibiotika und prophylaktischen beizukommen sucht.

Zudem können die Tiere ihre natürlichen nicht ausleben: eine Käfighenne zum Beispiel kann sandbaden noch sich zum Legen auf ein zurückziehen sie kann nicht laufen nicht mit Flügeln schlagen und auch nicht nach Futter

Auch das angeborene Sozialverhalten der Tiere nicht berücksichtigt: eine Muttersau muss im Jahr Ferkel zur Welt bringen (bis sie nach 5 Jahren diese Leistung nicht mehr erbringen und geschlachtet wird). Die Ferkel werden viel früh von der Mutter abgesetzt und mit Kraftfutter und Einsatz von Antibiotika in 160 zur Schlachtreife gebracht.

Folge dieser Haltungsbedingungen sind häufig Verhaltensstörungen: Tiere verletzen sich selbst oder ihre Artgenossen. selche Schäden zu vermeiden werden ohne Betäubung die Schwänze abgeschnitten und die Eckzähne abgeschliffen die Hörner entfernt oder Hühnern die Schnäbel

Tiertransporte und Schlachtung

Für Tiertransporte innerhalb Deutschlands ist eine Zeit von acht Stunden gestattet für Tiertransporte Ausland gibt es bei Einhaltung regelmäßiger Zwischenstationen zeitliche Beschränkung. Die Subventionierung von Lebendtier-Exporten fördert immer Transporte quer durch Europa.

Tiertransporte stellen für die Tiere einen Stress dar. Daher sollten sie auf ein beschränkt bleiben das heißt die Schlachtung sollte nächstgelegenen Schlachthof oder direkt vor Ort erfolgen.

Die Schlachtung von Tieren muss unter Betäubung und ohne unnötige Schmerzen und Leiden Dies ist bei der Schlachtung im Akkord nicht zu gewährleisten. Zu besonderen Diskussionen hat betäubungslose Schächten geführt das in Deutschland einer Ausnahmegenehmigung

Pelztiere

Die Pelztierhaltung dient im Gegensatz zur landwirtschaftlichen Tiernutzung ausschließlich der Befriedigung des menschlichen nach Luxusartikeln . Sämtliche als Pelztiere gehaltenen Tierarten (überwiegend Nerze Füchse Chinchillas und Nutrias) sind Wildtiere und für in Pelztierfarmen praktizierte Käfighaltung ungeeignet. Sie leiden diesen Bedingungen an Verhaltensstörungen und körperlichen Schäden.

Um die Pelze bei der sogenannten nicht zu beschädigen werden die Tiere unter Leiden überwiegend durch Stromstöße Giftinjektionen oder Gas Nach der deutschen Schlachtverordnung ist nur die durch Kohlenmonoxid zulässig bei der die Tiere qualvoll

Aus Asien (vor allem Thailand Korea China) kommen auch Pelze von Hunden und auf den deutschen Markt. Häufig findet man unter Fantasienamen wie Gaewolf Asian Wolf oder Waschbär (Hund) bzw Genotte Goyangi oder Housecat

Aus der Sicht des Tierschutzes ist Pelztierhaltung abzulehnen.

Zielvorstellungen

Eine tierschutzgerechte Nutztierhaltung orientiert sich an biologischen Merkmalen und Bedürfnissen der jeweiligen Tierart. Tiere werden in entsprechenden Gruppen gehalten. Die ist strukturiert und biete artgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten. Das ist artgerecht und ohne Zusätze von prophylaktischen und Antibiotika. Es wird auf traditionelle gesunde zurückgegriffen. Schlachtungen erfolgen regional lange Tiertransporte werden Die Schlachtung erfolgt unter Betäubung und nicht Akkord.

Besonders in der bäuerlich betriebenen Landwirtschaft im ökologischen Landbau orientiert man sich an Forderungen.

Jagd

Kritisch wird aus der Sicht des die Jagd beurteilt. Zum einen betrifft dies den zwischen der Hege die zu hohen Beständen an jagdbarem Wild führt die wiederum zu erheblichen Schäden der Forst- und Landwirtschaft führen - während die Beutekonkurrenten als "Raubzeug" rücksichtslos bekämpft werden und der daraus abgeleiteten Notwendigkeit zum Abschuss Wildes. Weiterhin kann das Aussetzen faunenfremder Arten Fasane ) zu einer Bedrohung der heimischen Tierarten Der Jagd fallen stets auch bedrohte Tierarten Opfer insbesondere bei der Jagd mit Fallen auch durch Fehlabschüsse. Kritisiert wird ebenfalls der Abschuss von angeblich wildernden Haustieren (schätzungsweise 500.000 und 50.000 Hunde pro Jahr). Schließlich ist der Jagd auch das angst- und schmerzfreie der Tiere nicht gesichert.

Sofern Tierschützer die Jagd nicht generell fordern sie - im Einvernehmen mit dem Ökologischen Jagdverband - eine Erneuerung des Bundesjagdgesetzes das auf dem Reichsjagdgesetz aus dem 1934 beruht damit den Forderungen des Arten- Tierschutzes Rechnung getragen wird.

Zoo- und Zirkustiere

An die artgerechte Haltung von Wildtieren besonders hohe Anforderungen zu stellen da diese durch Domestikation an das Leben in menschlicher angepasst sind. Daher ist die Haltung von grundsätzlich bedenklich.

Die Haltung von Wildtieren in Zirkussen und die Dressur zu teilweise artfremden wird deshalb aus der Sicht des Tierschutzes

Auch in vielen Zoos werden Tiere nicht artgerecht gehalten. Häufig von Tierschützern die Zurschau-Stellung der Tiere abgelehnt. wird auch die Zucht von Jungtieren deren Verbleib nicht gesichert ist und die teilweise werden. Andererseits vermitteln Zoos den Besuchern Erlebnisse Tieren und Kenntnisse die sie für den des Tierschutzes gewinnen können. Einige Wildtierarten überleben nur bis heute dank der Zuchtprogramme in

Tier in der Unterhaltung

Filme mit Tieren als Helden sind Publikum beliebt. Aus der Sicht des Tierschutzes zu bemerken dass in solchen Filmen Tiere vermenschlicht werden so dass die Zuschauer dann Erwartungen an ihre eigenen Tiere haben.

Besonders bedenklich ist der Einsatz von in Filmen. Zum einen ist wieder die Haltung problematisch zum anderen sind solche Filmtiere nicht mehr mit Artgenossen sozialisierbar.

Krasse Tierquälerei mit kulturellen Traditionen begründen wollen wie es beispielsweise beim Stierkampf geschieht kann nur abgelehnt werden.

Tierversuche

Tierversuche werden damit gerechtfertigt dass sie dem des Menschen dienen. In Tierversuchen wird die oder medizinische Wirksamkeit von Stoffen erprobt werden in ihren Ursachen und ihrem Verlauf erforscht getestet und grundsätzliche Erkennntnisse über die Funktionen Körpers gewonnen.

Dabei werden den Tieren teilweise erhebliche Schmerzen und Schäden zugemutet. Daher ist aus des Tierschutzes anzustreben dass die Zahl der Tiere und das Maß ihrer Schädigung auf Minimum gesenkt wird. (Demgegenüber ist die Zahl "verbrauchten" Versuchstiere in Deutschland von 2.100.000 im 2001 auf 2.200.000 im Jahr 2002 angestiegen.) es möglich ist müssen Tierversuche durch alternative ersetzt werden. Ergebnisse sind auszutauschen um Mehrfachuntersuchungen vermeiden.

Auch der Wert der durch Tierversuche Erkenntnisse ist umstritten. So wurde beispielsweise Contergan im Tierversuch als unbedenklich eingestuft während Acetylsalizylsäure ( Aspirin ) für viele Tiere giftig ist.

Besonders in der Kritik stehen die bei der Zucht der Versuchstiere und in Labors viele Versuchsmethoden (z.B. der LD 50 -Test) und auch Versuche deren Sinn für Wohl des Menschen sich nicht erschließt.

Seit der Aufnahme des Tierschutzes in Grundgesetz können Tierversuche von der zuständigen Behörde abgelehnt werden.

Siehe auch Welttierschutztag

Organisationen

  • WSPA (World Society for the Protection of
  • PETA (People for Ethical Treatment of Animals)
  • Eurogroup for Animal Welfare
  • Deutscher Tierschutzbund

Literatur

  • Gotthard M. Teutsch "Mensch und Tier - der Tierschutzethik" Vandenhoek&Ruprecht 1987 ISBN 3-525-50171-4

Links

Tierschutzlinks im ODP



Bücher zum Thema Tierschutz

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