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Todesmarsch


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Ein Todesmarsch ist ein Marsch zu dem eine von Menschen – meist Häftlinge oder Kriegsgefangene gezwungen werden und auf dem ein großer der Marschierer aufgrund der Bedingungen umkommt.

Inhaltsverzeichnis

Umstände

Die hohe Todesrate bei solchen Märschen auf Gleichgültigkeit bei den Bewachern und ihren zurückzuführen sein – die Tode werden zwar aktiv angestrebt aber auch nicht als Problem Daher sind die Marschbedingungen so dass viele Marschierer aufgrund von Unterernährung Überbeanspruchung oder Krankheit ohne dass Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Todesmärsche können aber auch bewußt so werden daß viele oder alle der Marschierer sollen. Dann kommen oft zu den oben Bedingungen noch Gewalttaten durch Aufseher oder auch eine feindliche Bevölkerung.

Beispiele

Trail of Tears

Armenier 1905

Todesmärsche im Dritten Reich

Viele Verlegungen aus KZs 1944 und 1945 waren Todesmärsche. Beim Herannahen der jeweiligen ( US-Armee Rote Armee ) wurden die Häftlinge der KZs auf geschickt die in entgegengesetzter Richtung zu anderen oder zu Schiffen führten.

Die Todesmärsche gingen von den KZ-Lagern auch in Richtung Ostsee da die SS dort Schiffe bereitgestellt hatte wie die Cap Arcona Thielbek Athen Wilhelm Gustloff und andere Schiffe die offensichtlich von Marine aufgegeben wurden. Am 3. Mai 1945 die Cap Arcona die Thielbek die Athen die Deutschland schutzlos in der Lübecker Bucht Neustadt (Holstein) und Scharbeutz . Sie wurden von alliierten Fliegern versenkt. 7000 bis 8000 KZ-Insassen des KZ Neuengamme ertranken. Überlebende wurde am Ufer von SS erschossen.

An vielen Orten besonders in den Bundesländern sind Stellen an denen Menschen auf starben auf den Straßen mit Gedenksteinen markiert. geben diese Mahnmale keinen Hinweis um welchen es sich jeweils handelte.

Die Anzahl der auf diesen Todesmärschen Tode gekommenen Menschen ist nicht bekannt.

Einzelne Märsche :

  • Vom Neuengamme zu Schiffen an der Ostsee: siehe Cap Arcona
  • Von Flossenbürg nach Dachau : Der spätere DDR Wirtschaftsminister Fritz Selbmann beschreibt in seinem Buch Die lange Nacht den Todesmarsch aus Flossenbürg auf dem fliehen konnte. Veranlaßt hatte den Marsch der Max Koegel . Nach Kriegsende wurden über 5.000 Tote der Routen entdeckt.
  • Von Dachau: Von Dachau aus fanden mehrere statt. Eine Übersichtskarte findet sich hier: [1]
  • Von Buchenwald über Flossenbürg nach Dachau:
Dieser Marsch nahm nach den vorliegenden Zeugenaussagen 04.04.1945 seinen Ausgang im Konzentrationslager Buchenwald. Er zu Beginn etwa 1.500 Häftlinge umfasst haben über Flossenbürg nach Oberbayern gelangt sein wo am 29.04. bzw. 01.05.1945 in zwei Kolonnen Kraiburg ankam.
Es ließ sich feststellen dass eine Marschkolonne am 29. oder 30. April und eine wahrscheinlich am 01. Mai 1945 durch Kraiburg die erste Kolonne marschierte von Kraiburg über Oberneukirchen mit dem Ziel über Laufen nach zu gelangen während die zweite von Kraiburg in Richtung Wasserburg zog. Auf ihrem Weg laufend marschunfähige Häftlinge von der SS-Bewachungsmannschaft erschossen. Leichen wurden jeweils neben der Straße liegen oder nur ganz oberflächlich mit Erde überdeckt.
(Angaben aus den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten beim Landgericht I 119 b u. JS 3/71)
  • Von Auschwitz nach Mauthausen : Peter van Pels einer der mit Anne Frank Versteckten wurde am 16. Januar 1945 auf einen Todesmarsch von Auschwitz nach geschickt wo er drei Tage vor der am 5. Mai 1945 starb.

Literatur

  • Erich Selbmann Die lange Nacht . Mitteldeutscher Verlag Halle 1961

Weblinks



Bücher zum Thema Todesmarsch

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