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Toxoplasma gondii


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Toxoplasma gondii

Tachyzoiten
Systematik
Klassifikation : Lebewesen
Domäne : Eukaryonten (Eucaryota)
Stamm : Alveolata (Alveolata)
Reich: Apicomplexa (Apicomplexa)
Klasse : Coccidea (Coccidea)
Ordnung : Eimeria (Eimeria)
Familie : Sarcocystidae (Sarcocystidae)
Familie: Toxoplasmen (Toxoplasmatinae)
Art Toxoplasma gondii

Toxoplasma gondii ist ein bogenförmiges (griechisch Toxon Bogen) Protozoon mit parasitischer Lebensweise. Sein Endwirt sind Katzen als Zwischenwirt dienen Wirbeltiere und Vögel . Dabei wurde es zuerst bei einem Nagetier namens 'Gondi' ( Ctenodactylus gundi ) gefunden.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Der Parasit ist weltweit verbreitet die weist hohe Durchseuchung auf da die Infektion ohne Symptome verläuft. Etwa 60% der Bevölkerung Deutschland besitzt Antikörper gegen Toxoplasma gondii . Die Durchseuchung steigt pro Lebensjahr um 1%. Nach Schätzungen erleiden 7 von 1.000 eine Infektion.

Merkmale

Sie sind bogenförmig und variieren in Größe beträchtlich. Die Oocysten messen bis zu 11 Mikrometer die Gewebscysten bis zu 300 Mikrometer . Es bilden sich 2 verschiedene Populationen Sporozoiten die Tachyzoiten bilden sich nach dem Eindringen in Zwischenwirt und vermehren sich dort rapide. Später Bradyzoiten auf deren Vermehrung stark verlangsamt ist.

Lebenszyklus

Die Oocysten werden vom Endwirt (Katzenartige) mit den Feces ausgeschieden und so in den Zwischenwirt . Sie enthalten zwei Sporozysten mit je Sporozoiten. Sie können sehr lange (bis 5 infektiös bleiben und überstehen Frost sind jedoch nicht sehr hitzeresistent. Im (Wirbeltiere und Vögel) schlüpfen die Sporocysten diese dringen nun aktiv in kernhaltige des Zwischenwirtes ein (vor allem Lymphknoten Retikuloendotheliales System). Nun setzt eine Vermehrung ungeschlechtliche Teilung ein bei der sich 2 von der Mutterzelle ablösen wobei die Mutterzelle auflöst (Endodyogenie). Dieser Vorgang läuft nun so ab bis die Wirtszelle komplett ausgefüllt ist aufplatzt so daß die Tachyzoiten (griech. Tachys = schnell) frei werden. Vorgang wiederholt sich jetzt alle 6 Stunden. breiten sich die Tachyzoiten im Blut aus gehen so auch über die Plazenta ins Blut über. Nachdem die Wirtsabwehr hat verlangsamt sich die Teilungsdauer und man nun von Bradyzoiten (griech. Bradys = langsam). Es bilden in den Zellen Gewebecysten die vorallem in der Muskulatur aber auch im Gehirn oder in der Netzhaut des Auges latent überdauern. In dieser werden sie dann wiederum von der Katze den Zwischenwirt frißt aufgenommen. Die Bradyzoiten werden im Darm frei und dringen in die Epithelzellen ein. Dort findet eine Schizogonie (geschlechtliche statt sodann werden fertige Oocysten in den Darm entlassen. Diese werden mit dem Kot ausgeschieden und reifen in Außenwelt in 2 - 4 Tagen zu sporolierten OOcysten heran . Sie sind bis zu 5 Jahre Falls die Oocysten nun von Katzen aufgenommen werden so sich Tachyzoiten Bradyzoiten und Gewebecysten . Diese verbleiben jedoch nur zu einem Teil im Gewebe und wandern in das der Katze ein wo sie erneut durch Oocysten ausbilden.

Schadwirkung

Beim Menschen ruft dieser Parasit Toxoplasmose Er kann T. gondii in beiden Formen sowohl als Zysten in halbrohem Fleisch oder Schmierinfektion mit Katzenkot. Er übernimmt dann die des Zwischenwirtes d.h. die Erreger durchdringen die Darmwand um so in Muskulatur aber auch in anderen Organen Zysten bilden die lebenslang überdauern. Die meisten Menschen irgendwann einmal diese Infektion durch sie bleibt ohne Symptome . Es kann einige Monate lang zu grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber Gelenk- und Muskelschmerzen und z.B. Lymphknotenschwellungen Das ungeborene Kind kann aber durch T. schwer geschädigt werden wenn die Erstinfektion während Schwangerschaft erfolgt. Dabei nimmt das Übertragungsrisiko mit Dauer der Schwangerschaft zu die Schwere der dagegen ab. Sonst kann die Toxoplasmose nur schwachem Immunsystem (z.B. AIDS ) gefährlich werden.

Vorbeugung

Schwangere sollten kein Fleisch essen das durchgebraten ist und möglichst nicht mit Katzen und nicht im Garten arbeiten. Notfalls schützen Handschuhe oder Händewaschen vor den Malzeiten. Es sinnvoll wenn eine andere Person das Katzenklo reinigt weil die Oozysten erst frühestens zwei nach Ausscheidung infektiös werden.

Diagnostik

T. gondii gehört zu den Infektionen die man bei Schwangeren routinemäßig testen sollte wie Röteln Syphilis Hepatitis B Clamydien HIV evtl. Zytomegalie und Herpes . Wenn schon früher einmal eine Infektion T. gondii nachgewiesen wurde geht davon keine mehr aus. Dabei zeigt die Schwangere meist Symptome und auch ein betroffenes Neugeborenes kann der Geburt zunächst völlig symptomfrei sein.

Eine Infektion läßt sich normalerweise am durch immunologische Testverfahren (ELISA (Test) IFT (Test)) also Nachweis von spezifischen Antikörpern . Dabei sprechen IgM - Antikörper für frische Infektion IgM- und IgG - Antikörper zusammen für eine Infektion innerhalb letzten eineinhalb Jahre .

Immunfluoreszenznachweis (IFA) von Tachyzoiten

Es stehen auch molekularbiologische Untersuchungen ( PCR ) zur Verfügung. Sie eignen sich zur von Fruchtwasser zum Nachweis einer bereits erfolgten Übertragung das ungeborene Kind. Eine Schädigung des Kindes man durch Ultraschall diagnostizieren. Auch bei immungeschwächten Patienten eignet sich am ehesten die PCR Sichtbarmachung bereits entstandener größerer Läsionen mittels bildgebender Verfahren ( CT MRT ).

Die Diagnose kann sehr schwierig werden sie im Nachhinein bei einem Neugeborenen gestellt muß das erst spät Krankheitszeichen zeigt (z.B. durch Chorioretinitis).

Therapie

Eine Erstinfektion mit T. gondii während Schwangerschaft muß mit Antibiotika behandelt werden. Ansonsten kann eine Behandlung sein wenn der Patient Symptome zeigt. Bewährt sich die Kombination Pyrimethamin zusammen mit einem Sulfonamid oder Clindamycin. In den ersten drei kann man nur die Übertragung auf das mittels Spiramycin verhindern. Allerdings ist man nicht wie wahrscheinlich eine Übertragung während der Frühschwangerschaft ist. Eventuell sollte das Kind nach der noch einige Zeit nachbehandelt werden. Alles in kann eine Schädigung des Kindes durch diesen häufigen Parasiten also meistens verhindert werden.

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Rechtliches

  • Deutschland: Infektionsschutzgesetz - § 7 Abs. (3) nur bei konnatalen Infektionen Biostoff Verordnung - 2 (§10 §11 §13 §15) Mutterschutzgesetz -
  • Österreich: Infektionsschutzgesetz Mutterschutzgesetz Mutter-Kind Paß
  • Schweiz: Infektionsschutzgesetz



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