Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 23. September 2019 

Tschetschenien


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Tschetschenien innerhalb Russlands

Tschetschenien ist eine autonome Republik in Russland .

  • Fläche: 19300 km²
  • Einwohner: ca. 1 282 Mio.
  • Hauptstadt: Grosny
  • Sprache: Tschetschenisch (kaukasische Sprache) Russisch
  • Staatschef: Sergej Abramow (provisorisch)
  • Regierungschef: Sergej Abramow
  • Religion: überwiegend Islam
  • Bevölkerung: 750.000 Tschetschenen 320.000 Russen 186.000 Inguschen 14.500 Armenier 12.000 Ukrainer

Inhaltsverzeichnis
1 Weblinks

Lage

Tschetschenien liegt im Nordkaukasus . Es grenzt im Süden an Georgien und Aserbaidschan im Osten an die autonome Republik Dagestan im Westen an die autonome Republik Inguschetien und im Norden an die russische Region Stawropol .

Wirtschaft

Tschetschenien ist ein Agrarland. Es besitzt ca. 30 Millionen Tonnen Erdölvorräte. Früher gab hier die unterirdische Schwermaschinenfabrik "Roter Hammer" wo Panzer gebaut wurden. In den Tschetschenien-Kriegen seit sind alle Betriebe Tschetscheniens zerstört worden.

Geschichte

Nachdem zwischen dem 10. und dem Jahrhundert unter georgischem Einfluss die Christianisierung erfolgt war verbreitete sich im 16. Jahrhundert der Islam so dass die Sunniten heute die Mehrheit bilden.

Die russische Einflussnahme in Tschetschenien begann im 16. Jahrhundert als unter Iwan dem Schrecklichen 1559 die Kosakenfestung Tarki gegründet und 1587 das erste Kosakenheer stationiert wurde. Bis ins späte 18. Jahrhundert war das Gebiet allerdings durch das liegende Krimkhanat vor einer Einnahme durch Russland sicher. Erst als dieses Khanat 1783 an Russland gefallen war begannen von Seite die Bestrebungen den Nordkaukasus zu kolonisieren.

Die Bergvölker leisteten Widerstand. 1785 führten sie unter Mansur Uschurma einen Krieg gegen die Russen. In den so Muriden-Kriegen von 1834 bis 1859 wurden sie von dem legendären Imam Schamil einem Dagestaner angeführt. Nach dessen Gefangennahme 1859 dauerte es noch bis 1864 bis die russischen Offiziere das Land ihre Verwaltung gebracht hatten. Allerdings erstreckte sich Macht nur auf die militärischen Stützpunkte entlang Heerstraßen. In den Bergen leistete ein Teil Bevölkerung immer noch Widerstand. Während des türkisch-russischen 1877 / 1878 erhoben sich die Kaukasier erneut gegen Auch dieser Aufstand wurde niedergeschlagen.

Die russische Besatzung löste eine Emigrationswelle die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts anhielt. Tausende von Kaukasiern ließen sich der Türkei und anderen Ländern des vorderen Orients In den eingenommenen Städten und Dörfern wurden Kosaken und Armenier angesiedelt.

1921 wurde Tschetschenien Teil der Gorskaja Autonome Sozialistische Sowjetrepublik und 1922 autonomes Gebiet das seinerseits Mitte der 30 Jahre zur Tschetscheno-Inguschischen ASSR zusammengelegt wurde.

Anfang der 40er Jahre erfolgte auch hier die Kollektivierung und mit Kriegsbeginn Deportationen in deren Folge 1944 die ASSR aufgelöst wurde was erst 1957 rückgängig gemacht wurde.

General Dschochar Dudajew wurde im Oktober 1991 zum Präsidenten gewählt und leistet den auf den Koran . Am 27. November erklärte er einseitig die Souveränität der Tschetscheno-Inguschischen ASSR und der Austritt der UdSSR . Daraufhin wurde der Ausnahmezustand über Tschetschenien verhängt. Truppen des Innenministeriums zurückgeschlagen. Es erfolgte eine Trennung der Inguschen Tschetschenien worauf seitens Russlands ein umfangreicher Boykott Tschetscheniens eingeleitet wurde.

1993 kam es in Tschetschenien zu Konflikten Parlament und Dudajew. 1994 scheiterte ein letzter inner-tschetschenischer Umsturzversuch.

Zum Ersten Tschetschenien-Krieg der bis zum August 1996 andauerte kam es am 11. Dezember 1994 mit der Invasion russischer Truppen.

Nachdem Dudajew im Frühling 1996 getötet worden war wurde Aslan Maschadow 1997 bei Neuwahlen Präsident.

Am 7. August 1999 marschierten tschetschenische Rebellen in der zu Staatsgebiet zugehörigen Nachbarrepublik Dagestan ein um es ihrer Aussage mit Tschetschenien zu vereinen. Es zu schweren Gefechten mit der russischen Armee. Ende September 1999 wurden die Tschetschenen aus vertrieben.

1999 kündigte Wladimir Putin eine gewaltsame Lösung des Tschetschenien-Konfliktes an es wieder unter die vollständige Kontrolle der Zentralregierung zu stellen. Als Verursacher der Bombenanschläge in Moskau machte man gegenseitig Tschetschenen wie die Seite selbst verantwortlich.

Am 1. Oktober 1999 marschierte die russische Armee in ein. 2001 begann Russland mit einer breit angelegten genannten 'Antiterror-Operation' den Zweiten Tschetschenien-Krieg mit dem Ziel der Zerschlagung des Widerstandes.

23. Oktober bis 26. Oktober 2002 Bei einer Geiselnahme in einem Moskauer Theater nahmen tschetschenische unter Führung von Mowsar Barajew etwa 700 und forderten die Beendigung des Krieges und sofortigen Abzug des russischen Militärs. Zur Beendigung Dramas setzten die rusischen Behörden ein Betäubungsmittelgas Dabei starben 41 Tschetschenen sowie 129 Geiseln; alle durch das Gas oder weil sie russischen Kräften erschossen wurden.

27. Dezember 2002. Ein Bombenanschlag auf das tschetschenische in Grosny forderte 72 Todesopfer. Am 5. Oktober 2003 fanden in Tschetschenien Präsidentenwahlen statt. Wladimir der diese Wahlen angeordnet hattte schaffte es Kandidaten Achmad Kadyrow den Chef der Verwaltungsbehörde durchzusetzen indem erwirkte dass alle Kandidaten die in Umfragen Kadyrow lagen nicht kandidierten. Aslambek Alsachanow bekam Gegenleistung für den Rückzug seiner Kandidatur einen als Putins Beauftragter in Tschetschenien-Fragen Malik Saidullajews wurde vom Obersten Gerichtshof für ungültig erklärt.

Die Wahl zu der die OSZE nach offiziellen Angaben aus Sicherheitsgründen keine entsandt hatte wurde sowohl von westlichen Politikern auch von Menschenrechtsorganisationen und vom bisherigen von nicht anerkannten Präsidenten Maschadow als Farce bezeichnet. tauchte in den Untergrund ab und rief weiteren Kampf gegen die russische Okkupation auf. kündigte an noch härter gegen seine Gegner

Im Februar 2003 erließen die USA gegen tschetschenische Rebellengruppen und setzen sie auf Liste terroristischer Organisationen unter anderem infolge der in Moskau. Ausserdem wurden Bankkonten eingefroren. Bei von Repressalien begleiteten Volksbefragung in Tschetschenien am 23. März 2003 stimmten laut offiziellem Ergebnis 95 5 % Bevölkerung für den Verbleib in der Russischen Beobachter bezweifelten die Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses an.

Am 9. Mai 2004 wurde der tschetschenische Präsident Achmed Kadyrow einen Bombenanschlag getötet. Putin ernannte daraufhin den Regierungschef Sergej Abramow zum provisorischen Präsidenten.

Weblinks



Bücher zum Thema Tschetschenien

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Tschetschenien.html">Tschetschenien </a>