Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 16. Dezember 2018 

Ulrike Meinhof


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Ulrike Marie Meinhof (* 7. Oktober 1934 in Oldenburg 9. Mai 1976 in Stuttgart ) war Journalistin und Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion .

Sie wird in Oldenburg als Tochter Kunsthistorikers Dr. Werner Meinhof geboren. 1939 stirbt ihr Vater 1948 ihre Mutter. Die Historikerin Renate Riemeck die Vormundschaft.

Nach dem Studium der Philosophie Pädagogik Soziologie und Germanistik in Marburg 1955 / 56 engagiert sie sich im SDS und wird 1957 Sprecherin des "Anti-Atomtod-Ausschusses". Ulrike Meinhof arbeitet 1959 bis 1969 für die linke Zeitschrift konkret 1962 - 1964 als Chefredakteurin. 1970 produziert Meinhof den Fernsehfilm Bambule für den Sie auch das Drehbuch

1961 heiratet sie Klaus Rainer Röhl und mit ihm zwei Kinder (Zwillinge Regine und Bettina ). Ende 1967 trennt sie sich von ihm und sich 1968 von ihm scheiden. Beim "Frankfurter Kaufhaus-Brandstifterprozess" sie die dort angeklagten Thorwald Proll Horst sowie die späteren RAF -Gründer Andreas Baader und Gudrun Ensslin kennen.

Ulrike Meinhof wird zunehmends radikaler und Am 14. Mai 1970 nimmt sie an der Befreiung Andreas Baaders teil und ist von da an Banküberfällen und Bombenanschlägen beteiligt bis sie am 15. Juni 1972 in Langenhagen festgenommen wird. Am 29. November 1974 wird sie zu acht Jahren Freiheitsstrafe Ulrike Meinhof wird am 9. Mai 1976 im Gefängnis in Stuttgart-Stammheim tot aufgefunden. Nach offiziellen Angaben hat sich erhängt. Ihr Tod sorgt allerdings für Spekulationen. Ihr Grab befindet sich auf dem in Berlin-Mariendorf (Planquadrat A).

Nach dem Attentat auf Rudi Dutschke veröffentlichte Ulrike Meinhof am 11. April in der Zeitschrift " konkret " den folgenden Kommentar:

Zitat in Auszügen :

" Protest ist wenn ich sage das und paßt mir nicht Widerstand ist wenn ich sorge daß das was mir nicht paßt länger geschieht. (...) So ähnlich (...) konnte es von einem Schwarzen der Black-Power-Bewegung auf Vietnamkonferenz im Februar in Berlin hören. (...) Die Grenze zwischen verbalem Protest und physischem ist bei den Protesten gegen den Anschlag Rudi Dutschke (...) erstmalig massenhaft (...) tatsächlich nur symbolisch - überschritten worden (...) Nun nachdem gezeigt worden ist daß andere als nur Demonstrationen Springer-Hearings Protestveranstaltungen zur Verfügung andere als die die versagt haben weil den Anschlag auf Rudi Dutschke nicht verhindern nun da die Fesseln von Sitte & gesprengt worden sind kann und muß neu Gewalt und Gegengewalt diskutiert werden. Gegengewalt wie in den Ostertagen praktiziert worden ist ist geeignet Sympathien zu wecken nicht erschrockene Liberale die Seite der Außerparlamentarischen Opposition zu ziehen. läuft Gefahr zur Gewalt zu werden wo Brutalität der Polizei das Gesetz des Handelns (...) Der Spaß hat aufgehört ."

Siehe auch: Deutscher Herbst

Literatur

  • Mario Krebs: Ulrike Meinhof . Rowohlt Taschenbuch Verlag. 1990. ISBN 3499156423
  • Alois Prinz: Lieber wütend als traurig . ISBN 3407809050
  • Ulrike Marie Meinhof: Die Würde des Menschen ist antastbar. Aufsätze Polemiken . ISBN 3803120624
  • Ulrike Marie Meinhof: Bambule - Fürsorge - Sorge für wen? 1971 Wagenbach ISBN 380312428X
  • Der Tod Ulrike Meinhofs. Bericht der Internationalen . ISBN 3928300393

Weblinks



Bücher zum Thema Ulrike Meinhof

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Ulrike_Meinhof.html">Ulrike Meinhof </a>