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Völkermord an den Armeniern


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Dem Völkermord an den Armeniern Anfang des 20. Jahrhunderts fielen etwa 5 Millionen Armenier zum Opfer. Bis heute die Bewertung dieser Morde als Genozid von der türkischen Regierung geleugnet und jeder der den Völkermord Sprache bringt mit massivem Druck eingeschüchtert.

Der Völkermord an den Armeniern erstreckte vor allem über den Zeitraum von 1894 bis 1923 aber auch später kam es immer zu einzelnen Ausschreitungen gegen Armenier.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte des Genozids

Das im Zerfall begriffene osmanische Reich in der Tanzimat-Periode ( 1839 - 1879 ) eine Erneuerung der staatlichen Organisation unter durch eine Europäisierung zu erreichen und gleichzeitig Einflüsse abzuwehren. Durch diesen Widerspruch kommt es zunehmenden Spannungen zwischen der Staatsführung und Minderheiten Reich. Die jungtürkische Bewegung im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts radikalisiert diese Widersprüche mit ihren Forderungen einem 'ethnisch homogenen Nationalstaat '. Gleichzeitig bildet sich auch ein armenischer aus der durch die Ungleichbehandlung der christlichen der Armenier wie auch durch eine Unterstützung dem europäischen Ausland forciert wird.

Zwischen 1894 und 1896 lässt Sultan Abdülhamid II. 100.000 bis zu 200.000 Armenier ermorden. folgen für die Armenier Vertreibungen und Zwangskonversionen Islam . Bereits 1897 berichtet ein englischer Beobachter "Die Armenier mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ausgerottet werden soweit sie in andere Länder entkommen können."

Während der 1909 jungtürkischen Revolution betreiben die Anhänger des alten Regimes Ermordung von 20.000 bis 30.000 Armeniern in mit Zentrum in Adana die sie die der Revolution bezichtigen.

Der Genozid von 1915-16

Orte des Genozids an den Armeniern (auf Karte)

Den bis heute bekannten Genozid an Armeniern betrieben allerdings die Jungtürken selber. 1909 an die Macht gekommen waren sie bei der Reformierung des Reiches. Wie ihre setzen sie bei der Reorganisation des Militärs deutsche Unterstützung. Neben dem Oberbefehlshaber Fritz Bronsart Schellendorff haben drei der fünf türkischen Armeen Oberkommandierende.

Zu Beginn des 1. Weltkrieges schliesst der jungtürkische Kriegsminister Enver Pascha eine Allianz mit Deutschland und den Mittelmächten ein. Nach dem Scheitern der türkischen gegen Russland im Januar 1915 schiebt die Staatsführung die Schuld auf christlichen Armenier die angeblich das christliche Russland hätten. Darauf beschließt das jungtürkische "Komitee Einheit Fortschritt" die Ausrottung der Armenier und stellt eine Spezialeinheit "Cete" genannt auf. Die armenischen der türkischen Armeen werden zuerst entwaffnet und dann in Arbeitsbatallionen zusammengefasst und schließlich fast ermordet.

Am 24. / 25. April 1915 wird fast die gesamte Führungsschicht der in Konstantinopel insgesamt etwa 2.350 Männer ermordet. Bis des Jahres werden die Armenier an sieben konzentriert wo sie entweder gleich ermordet oder Todesmärsche durch die Wüste nach Aleppo geschickt werden. Dabei gab es den Befehl möglichst wenige lebendig dort ankommen zu – an der Ermordung der kurdische Truppenteile und Banden. Etwa 100.000 Armenier die Todesmärsche weil sie sich zwangsturkisieren lassen 500.000 gelingt die Flucht. Insgesamt sterben etwa bis 1.000.000 Armenier bei diesen Märschen.

Die Angaben über die Opfer an Genozid schwanken stark: Niedrige Schätzungen gehen von Toten aus hohe Schätzungen von bis zu

weiterer Verlauf bis Kriegsende

Bis Juni 1916 besetzen russische Truppen Armenien. Armenische Verbände mit der russischen Armee 1917 in die Türkei einrücken nehmen Rache den Völkermord und ermorden besonders Kurden wobei Angaben über die Zahl der Toten dieser stark schwanken: zwischen einigen zehntausend und 128.000.

1919 machen Militärgerichte der Sultansregierung den Führern jungtürkischen Bewegung den Prozess wegen des verlorenen &ndash die meisten von ihnen entziehen sich Bestrafung durch Flucht nach Europa.

Nach dem Vertrag von Sèvres von 1920 ist die Gründung eines unabhängigen armenischen vorgesehen. Diesem versucht die türkische Regierung zuvor kommen indem sie versucht den Völkermord an Armeniern zu vollenden um die Schaffung dieses in Ostanatolien zu verhindern. Deshalb ermordet sie einmal etwa 50.000 Armenier in Adana uns Armenier in Marasch.

Nach dem Zusammenbruch der Russischen Regierung Kaukasusgebiet marschieren türkische Truppen dort ein um Armenier auch dort auszurotten um die Schaffung armenischen Staates zu verhindern. Dabei werden noch etwa 175.000 Armenier ermordet. Dieser Massenmord wird Eingreifen der 11. Roten Armee gestoppt.

Nach schweren Rückschlägen im türkisch-griechischen Krieg 1922 beginnen wieder Massaker an Christen in Smyrna (heute: Izmir) bei der etwa 100.000 ermordet werden neben Griechen auch viele Armenier darunter die gesamte Gemeinde Smyrnas.

Einschätzung

Der Großwesir Damad Ferid Pascha gesteht 11. Juni 1919 die Verbrechen öffentlich ein. Spätere türkische betreiben dagegen eine Leugnung des Völkermords an Armeniern sondern stellen die Ermordungen als Folgen Kriegshandlungen dar. Während andere westeuropäische Staaten auf Verurteilung des Völkermordes drängen unterstützt die deutsche lange Zeit die Position der türkischen Führung.

Am 15. März 1921 tötet ein armenischer Student Talaat Pascha der Hauptverantwortlichen im berliner Exil – aufgrund der Darlegung der Geschehnisse Armenien wird der Täter später vom Gericht

Vermutlich vom Antisemiten Max Erwin von Richter der auf Seiten der türkischen Armee hat erfährt Adolf Hitler Details über den Am 22. August 1939 sagte Hitler vor hohen Militärs und der SS-Todesschwadronen: "Wer redet heute noch von Vernichtung der Armenier?" Damit versuchte er die zu legalisieren.

Nach dem Völkermord und der Vertreibung Armeniern geht in der Türkei die Zerstörung Kulturgüter weiter noch 1998 wurde die Kirche Surb Arakeltos in in eine Moschee umgewandelt.

In den 80er Jahren bringen eine Vielzahl von Terroranschlägen der "Asala"-Armee auf türkische Einrichtungen weltweit die Situation Armenier und auch die Geschichte des Völkermordes Erinnerung.

Bis heute versucht die türkische Regierung Bewertung der Vorgänge als Völkermord zu verhindern. gab es bis in die jüngste Zeit diplomatische Auseinandersetzungen so z.B. 2001 der Versuch eine entsprechende Resolution der Nationalversammlung zu verhindern. Gleichwohl haben inzwischen viele entsprechende Verlautbarungen abgegeben (u.a. Russland Belgien Italien Schweden und 2004 auch Kanada) sowie internationale Organisationen wie Europarat.

In der Kunst gibt es vereinzelte des Völkermordes u.a. in Franz Werfels Roman "Die 40 Tage des Musa ( 1933 ) oder Atom Egoyans Film Ararat ( 2002 ) oder der Song P.L.U.C.K. der Hardcore -Band System Of A Down .

siehe:



Bücher zum Thema Völkermord an den Armeniern

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