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Vaterunser


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Das Vaterunser oder Unser Vater oder Gebet des Herrn (lateinisch Pater noster Oratio Dominica) ist Gebet das Jesus Christus seine Jüngern gelehrt hat. Laut dem lehrt Jesus wie der Täufer seine Jünger in der Tat basiert das Vaterunser auf Tradition.

Es ist das am weitesten verbreitete Gebet im Christentum das in praktisch allen Konfessionen im und von vielen Christen auch privat gebetet

Die heutige ökumenische deutsche Fassung die Martin Luthers Übersetzung beruht lautet:

Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld wie auch vergeben unseren Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die und die Herrlichkeit in Ewigkeit .
Amen.

In der Schweiz wird oft Unser Vater statt Vater unser gebetet sonst ist der Text gleich.

Biblischer Text

Nach dem ursprünglichen Text von Lukas 11 2-4 zerfällt es in fünf Evangelium des Matthäus 6 9-13 in sieben Bitten (um geistiger [1-3] und leiblicher [4] Güter sowie von Übeln [5-7]). Der unter dem Namen d.h. "Lobendes Wort" bekannte Schluss ("Denn Dein das Reich...") ist in den ältesten Handschriften überliefert und wird in der orthodoxen Kirche der Liturgie vom Priester allein gesprochen im Gebrauch ganz weggelassen. Die römisch-katholische Kirche hat heute der ökumenischen Form angeschlossen.

Geschichte

Das Vaterunser galt schon in der Kirche als das heiligste Gebet; Katechumenen durften noch nicht beten. Dagegen nahm es bald feste Stelle im Kultus namentlich im Höhepunkt der Abendmahlsliturgie ein. Nach alten Texten (z.b. der Didache ) sollten Christen es auch privat dreimal Tag beten ein Brauch der vielleicht zum für das fünfmal tägliche Gebet im Islam wurde.

Außerdem bildete es mit dem Credo zusammen die Stücke die jeder getaufte lernen und wissen sollte. Die Kapitularien Karls des Großen ordneten an dass jeder Christ es hersagen könnte; wer dies nicht vermochte sollte Taufzeuge nicht zugelassen werden.

Die katholische Kirche hat das Vaterunser mit dem Rosenkranz verbunden.

Im lutherischen Katechismus bildet es das dritte Hauptstück.

Lautliche Geschichte anhand einzelner Schriftstücke


Auf Griechisch wie es im originalen Matthäusevangelium überliefert

Pater hêmôn ho en tös ouranös;
hagiasthêtô to onoma sou;
elthetô hê basileia sou;
genêthêtô to thelêma sou
hôs en ouranô kä epi tês gês.
ton arton hêmôn ton epiousion dos hêmin
kä aphes hêmin ta opheilêmata hêmôn
hôs kä hêmeis aphiemen tös opheiletäs hêmôn;
kä mê eisenenkês hêmas eis peirasmon
alla rhysä hêmas apo tou ponerou.
(hoti sou estin hê basileia kä hê kä hê doxa eis tous äônas;)
amên.

Auf Aramäisch zur Zeit Christi <i>

Abwoon d'bwashmaya
Nethqadash shmakh
Teytey malkuthakh.
Nehwey tzevyanach aykanna d'bwashmaya aph b'arha.
Hawvlan lachma d'sunqanan yaomana.
Washboqlan khaubayn (wakhtahayn)
aykana daph khnan shbwoqan l'khayyabayn.
Wela tahlan l'nesyuna.
Ela patzan min bisha.
Metol dilakhie malkutha wahayla wateshbukhta l'ahlam almin.
Amen.

Auf Gotisch übersetzt von Bischof Wulfila aus dem Griechischen um 350

Atta unsar thu in himinam
weihnai namo thein
quimai thiudinassus theins
wairthai wilja theins
swe in himina jah ana airthai.
hlaif unsarana thana sinteinan gib uns himma
jah aflet uns thatei skulans sijaima
swaswe jah weis afletam thaim skulam unsaraim
jah ni briggais uns in fraistubnjai
ak lausei uns af thamma ubilin;
unte theina ist thiudangardi
jah mahts jah wulthus in aiwins.
Amen.

Entwicklung im Deutschen

8. Jahrhundert

Fater unsar thû pist in himile uuihi dînan.
qhueme rîhhi dîn.
uuerde uuillo diin sô in himile sôsa erdu.
prooth unsar emezîch kip uns hiutû.
oblâz uns sculdî unsarô so uuir oblâzem sculdîkêm.
enti ni unsih firleiti in khorunka.
ûzzer lôsi unsih fona ubile.
Amen.

9. Jahrhundert

Fader unser du in himile bist.
din name vuerde geheiliget.
Din riche chome din wille gesckche in also in himile.
Unser tagoliche brot kib uns hiuto.
Unde unsere Schulde belass uns also auch belazend unsern schuldigen.
Und in chorunga mit leitest du unsich belose unsich fom uble.
Amen.

10. Jahrhundert

Fáter unser du in himele bist.
Dîn nâmo uuérde gehéiligôt.
Dîn rîche chome.
Dîn uuillo gescéhe in erdo álsô in
Unser tágelicha brôt kíb uns híuto.
Unde únsere scúlde belâz uns álsô óuh belâzen unserên scúldîgên.
Unde in chórunga ne léitêst dû únsih.
Núbe lôse unsih fóne úbele.
Amen.

14. Jahrhundert

Vater unsir. du in himile bist.
din namo werde giheiliget.
din riche chome.
din wille giskehe in erda von mennisgen. in himile fon den engilen.
Unsir tagelich prot gib uns hiuto.
unde unsere sculde belazh uns.
also ouh uuir firlazhen unseren sculdenaren.
unde in dia chorunga neleitist du unsih.
suntir irlose unsih fona demo ubile.
Amen.

1522

Unser Vater inn dem himel.
Deine name sey heylig.
Dein reich kome.
Deine wille geschehe auff erden wie im
Unser teglich brod gib uns heut.
und vergib uns unsere schulde
wie wir unser schuldigern vergebe
und fure uns nicht in versuchung
sondern erlose uns vo dem ubel.
Denn dein ist das reich und die und die herligkeit in ewigkeit.
Amen.

1869

Unser Vater der du bist im Himmel.
Geheiliget werde dein Name.
Zu uns komme dein Reich.
Dein Wille geschehe auf Erden wie im
Unser täglich Brod gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schulden
wie wir unser Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung.
Sondern erlöse uns von dem Übel.
Denn dein ist das Reich und die und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

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