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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 20. Oktober 2019 

Vererbung (Biologie)


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Lebewesen vererben ihr Erbgut entweder durch ungeschlechtliche Vermehrung oder durch geschlechtliche Fortpflanzung .

Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung erhält jeder Nachkomme zwei komplette Sätze jeweils einen von Vater und Mutter. Somit jeder Nachkomme für jedes Merkmal z.B. Haarfarbe oder Blutgruppe zwei Informationen die durchaus unterschiedlich sein So kann z.B. bei der Haarfarbe die vom Vater "blond" und die von der "schwarz" heißen. Diese verschiedenen Ausprägungen heißen Allele .

Je nachdem um welches Merkmal es handelt bildet sich entweder eine Mischform der Allele oder eine der beiden Varianten setzt durch und unterdrückt die andere.

Intermediäre Vererbung:

Bei intermediärer Vererbung wird eine Mischform beiden Erbanlagen ausgebildet. Zum Beispiel wird bei japanischen Wunderblume die Blütenfarbe intermediär vererbt. Besitzt Exemplar eine Anlage für rote und eine weiße Blütenblätter so bildet es rosa Blütenblätter Die Erbinformation selbst wird jedoch nicht vermischt jeder Nachkomme enthält entweder die eine oder andere Erbinformation bei der Wunderblume also entweder oder weiß.

Intermediäre Vererbung ist die seltenere Variante Vererbung.

Dominant- rezessive Vererbung:

Bei dieser Form der Vererbung setzt das dominante Allel gegenüber dem rezessiv vererbten durch. Die Augenfarbe beim Menschen wird dominant-rezessiv wobei das Allel für braune Augen dominant das Allel für blaue Augen rezessiv ist. ein Kind von einem Elternteil die Erbinformation blaue Augen und vom anderen die für Augen so wird es braune Augen haben. Erbinformation für das rezessive Allel (hier "blaue bleibt jedoch erhalten und kann an die Generation weitergegeben werden.

Die Existenz eines dominant rezessiven Erbgangs nur bei diploiden Organismen gegeben. Diploide Organismen zu denen höheren Pflanzen und Tiere gehören haben von gesamten Genmaterial zwei Kopien. So teilen sich beim Menschen die 46 Chromosomen auf 2 x 22 Autosomen + Gonosomen (ein X- + ein Y- Chromosom) Die eine Kopie dieses Genmaterials (22 Autosomen) als "Sicherheitskopie" der anderen Hälfte (der weiteren Autosomen) betrachtet werden. Ein diploider Chromosomensatz ist Voraussetzung für eine geschlechtliche Vermehrung. Ein haploider Organismus der eine Genmutation und damit eine phänotypisch sichtbare Mutation erleidet gibt diese Mutation mit annähernd Wahrscheinlichkeit an die Filialgeneration (also an die weiter. Bei einem diploiden Organismus sind hingegen in den Mendelschen Regeln beschriebenen Aufspaltungen zu beobachten. Dabei erscheint Mutation generell als rezessives Merkmal!

Beispiel: Ein Gen enthält die Information den Zusammenbau eines Proteins (dies sind Enzyme u.a.). Ein Enzym ist für die bzw. Zusammensetzung eines Stoffes zuständig. Braune Haut braune Augen enthalten beispielsweise den Farbstoff Melanin . An der Produktion von Melanin sind Enzyme beteiligt. Ist eines der Gene welches eines dieser Enzyme codiert (den Bauplan enthält) (also mutiert) so wird ein falsches Enzymprotein gar kein Enzymprotein hergestellt. Folglich kann der keinen braunen Farbstoff Melanin produzieren. Dies nennt Albinismus . Albinismus beim Menschen zeichnet sich durch Augen weiße Haare und weiße Haut aus. wird rezessiv vererbt denn ein diploider Organismus immer auf eine Sicherheitskopie für die korrekte von Proteinen zurückgreifen. Erst wenn die Hauptkopie die Sicherheitskopie ein und desselben Enzymbauplans defekt fehlen dem Organismus die Informationen vollständig um in diesem Beispiel Melanin zu produzieren. Die erhaltene Version des Gens nennt sich "Wildtyp"-Allel. veränderte und zumeist unsinnige Version eines Gens man "Mutanten"-Allel.

Erbkrankheiten werden meistens rezessiv vererbt unter anderem Albinismus . Zu den wenigen dominant vererbten Krankheiten Nachtblindheit Kurzfingrigkeit und Spalthände.

Gefahren von Inzest / Inzucht :

Da die meisten Erbkrankheiten rezessiv vererbt trägt praktisch jeder Mensch die Anlagen für solche Krankheiten in sich ist aber völlig da er auch die gesunde Erbinformation besitzt dominant ist. Die Krankheit kann nur dann wenn beide Elternteile die Information für "krank" sich tragen und beide sie ans gleiche weitergeben.

In der Hälfte der Samenzellen bzw. Eizellen wird sich das kranke Allel wiederfinden. haben im Durchschnitt auch 50 Prozent der die Krankheit geerbt. Wenn nun Geschwister miteinander haben beträgt die Wahrscheinlichkeit bereits 25 Prozent beide Geschwister das kranke Gen in sich viel mehr als im Bevölkerungsdurchschnitt. Deswegen ist Wahrscheinlichkeit dass die Kinder von nahe verwandten Erbkrankheiten aufweisen wesentlich höher als bei Kindern nicht verwandten Menschen.

Das Verbot der Heirat von nahen und vermutlich auch das weit verbreitete Inzest-Tabu sich auf diese Erkenntnis. Früher war dies rein empirische Beobachtung da man von Genetik nur sehr geringe Kenntnisse besaß.

Siehe auch:



Bücher zum Thema Vererbung (Biologie)

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