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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 23. August 2019 

Vergiftung


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Die Vergiftung ( Intoxikation ) ist ein pathophysiologischer Zustand der als Folge der Einbringung Toxinen ("Gift") in den Körper auftritt.

Das Krankheitsbild wird Toxikose genannt. Vergiftungen mit mehreren Stoffen bezeichnet als Misch- oder Polyintoxikationen genannt. Toxine sind bakterieller Herkunft (z.B. Lebensmittelvergiftung).

In der International Classification of Diseases ICD -10) werden die Vergiftung und toxische Wirkungen den Schlüsselzahlen 960 - 989 angegeben.

Mehrere Formen von Vergiftung werden unterschieden:

Inhaltsverzeichnis

Akute Vergiftung

Ursache akuter Vergiftungen ist meist die versehentliche ("akzidentelle") oder ( Suizidversuch ) Einnahme. Bei der Behandlung ist in Linie auf den Selbstschutz zu achten. Die des Patienten müssen aufrecht erhalten werden. Eine einfache Maßnahme ist das Erbrechenlassen durch Brechmittel (Ipecacuanha andere) das jedoch bei bestimmten Toxinen kontraindiziert ist (etwa bei Benzin oder schaumbildenden Weitergehende unspezifische Maßnahmen sind die Magenspülung die und die Peritoneallavage. Manche Vergiftungen können mit Gegengiften ( Antidota ) behandelt werden.

Chronische Vergiftung

Von einer chronischen Vergiftung spricht man bei langdauernder Einwirkung ( Exposition ) eines Giftes. Dies ist ein wichtiges der Arbeitsmedizin . Auch langfristige Einnahme von Medikamenten kann zu chronischen Vergiftungserscheinungen führen.

Rechtsmedizinische Gesichtspunkte

Eine wichtige ärztliche Aufgabe in Vergiftungsfällen die Beweissicherung und Dokumentation. Es sollten Giftproben Urin - Blut - oder Gewebeproben sichergestellt werden.

Bei manchen Vergiftungen erlauben bereits äußerliche Zeichen eine Diagnose des Toxins. Beispielsweise werden handelsübliche Präparate Pflanzenschutzmittels E 605 intensiv hellblau gefärbt. Vergiftungen damit sind an der blauen Farbe am Mund des Patienten zu erkennen.

Differenzialdiagnose

Die Möglichkeit einer Vergiftung sollte in gezogen werden bei
  • unerwarteten Todesfällen bei jungen bis dahin Menschen
  • bei plötzlichen Erkrankungen von Kindern ohne Vorerkrankungen
  • bei gleichzeitiger Erkrankung mehrerer Personen
  • bei Rauschgiftabhängigen
  • bei Personen mit erleichtertem Zugang zu

Epidemiologie

1995 wurden 2.944 Todesfälle durch Intoxikationen Häufigster Stoff bei Intoxikationen sind das Kohlenstoffmonoxid (CO) die Opioide ( Heroin Morphin etc.) gefolgt von den Schlaf- und Beruhigungsmitteln (Hypnotika). Danach folgenden die Alkoholvergiftungen ( Ethanol Methanol und Ethylenglykol).

Rechtswissenschaften

Im Strafgesetzbuch war die Vergiftung bis 1998 als Tatbestand eines Verbrechens in § 229 StGB aF geregelt. der 6. Strafrechtsreform wurde er in den 224 (gefährliche Körperverletzung ) überführt. Dadurch wurde der Tatbestand zu Vergehen herabgestuft dessen Qualifikationen sich nunmehr nach den Regeln der richten. Dabei umfasst die rechtliche Regelung auch äußerliche Vergiften durch Kontaktgifte .

Im Zusammenhang mit der Rechtssprechung ist Vergiftung auch eine Hinrichtungsart bei der Vollstreckung von Todesstrafen . Durchgeführt wird sie durch Verabreichung von Nervengiften durch Applikation mittels Kanüle (Todesspritze) oder durch Vergasung ( Gaskammer ).




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