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Verlobung


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Die Verlobung ist das Versprechen eine Person (seinen bzw. seine Verlobte) zu heiraten d.h. eine Übereinkunft zwischen einem Mann und einer Frau sie heiraten werden.

Inhaltsverzeichnis

Verlobung im deutschen Recht

Rechtsnatur

Die rechtlichen Verhältnisse der Verlobung sind Deutschland in §§ 1297 - 1302 BGB geregelt. Danach handelt es sich bei Verlöbnis um einen Vertrag mit dem sich zwei Personen verschiedenen versprechen künftig die Ehe miteinander einzugehen also um ein gegenseitiges Eheversprechen . Das einseitige Eheversprechen das nur einen bindet kennt das deutsche Recht nicht.

Eingehung

Das Rechtsgeschäft muss höchstpersönlich abgeschlossen werden. Stellvertretung ist möglich. Die Verlobung ist an keine bestimmte gebunden weshalb die gesellschaftlich üblichen äußerlichen Zeichen Ringwechsel Verlobungsfeier und Anzeige nicht erforderlich sind. Verlöbnis ist sittenwidrig und damit nichtig wenn ein Vertragsschließender noch verheiratet ist wenn die Scheidung bereits eingeleitet sein mag.

Wirkungen

Im Verhältnis der Verlobten zueinander

Aus dem Verlöbnis kann nicht auf der Ehe geklagt werden. Ein etwaiges (ausländisches) Eingehung der Ehe verpflichtendes Urteil ist in nicht vollstreckbar. Das Versprechen einer Vertragsstrafe für Fall der Nichterfüllung des Verlöbnisses ist unwirksam.

Tritt ein Verlobter ohne wichtigen Grund Verlöbnis zurück so hat er dem anderen dessen Eltern und dritten Personen die an der Eltern gehandelt haben den Schaden zu den diese dadurch erleiden dass sie in der Eingehung der Ehe Aufwendungen gemacht oder eingegangen sind. Beispielhaft kommen hier nutzlose Aufwendungen die Hochzeitsfeier und Einrichtung des Hausstands in Dem anderen Verlobten ist auch der Schaden ersetzen den er erleidet weil er in der Ehe sonstige sein Vermögen oder seine berührende Maßnahmen getroffen hat. Hier ist beispielhaft Kündigung der beruflichen Stellung im Hinblick auf vereinbarte Rollenteilung in der Ehe zu nennen.

Dieselben Verplichtungen zum Schadensersatz treffen den Verlobten der durch sein einen wichtigen Grund für den Rücktritt des Teils setzt.

Bei - auch einvernehmlichem - Unterbleiben Heirat kann jeder Verlobte von dem anderen Herausgabe aller Geschenke verlangen die zum Zeichen Verlöbnisses gegeben worden sind. Eine Rückforderung (durch Erben) ist im Zweifel ausgeschlossen wenn das durch den Tod aufgelöst wird.

Sonstige Wirkungen

Im Prozess haben gem. § 383 1 Nr. 1 ZPO und § 52 Abs. 1 Nr. StPO schon die Verlobten und nicht erst Eheleute ein Zeugnisverweigerungsrecht .

Verlobung als kulturelles Phänomen

In allen Kulturen stellt die Verlobung wichtige Phase im schrittweisen Herangehen an die Ehe dar. Während der Verlobungszeit wird nicht eine (emotionale) Beziehung zwischen zwei Personen hergestellt gefestigt sondern meist auch eine politisch-rechtliche Allianz zwischen den Verwandtschaftsgruppen der beiden beteiligten Die Verlobung dient also nicht nur dem Kennenlernen der zukünftigen Ehepartnern sondern auch der Überprüfung der zukünftigen Allianzgruppen.

Während der Verlobungszeit impliziert die Beziehung den Verlobten noch keine oder nur geringe und wirtschaftliche Rechte und Pflichten zwischen den Familien/Verwandtschaftsgruppen.

Verlobung in ausgewählten Kulturen

Nuer (Ostafrika)

Bei den Nuern wird die Heirat d.h. der Zyklus von Verlobung Hochzeit und Vollzug der Ehe mit einer Brautgabe in Form von Rindern begleitet. Dazu jeder Schritt der Heirat mit Zeremonien und gefeiert und besiegelt. Mit jeder Zahlung und Ritus werden die neuen sozialen Bande zwischen betreffenden Verwandtschaftsgruppen stärker. Die Zeremonien sind öffentlich die Nachbarn bezeugen die Schließung der neuen Verbindungen.

Trobriander

Bei den Einwohnern Boyowas und anderer des Trobriand-Archipels ist die Verlobungszeit eine "mehr oder weniger ausgedehnte Periode gemeinsamen Geschlechtslebens" (Malinowski). Ein dauerhaftes voreheliches Verhältnis gilt "öffentliche Ankündigung der Heiratsabsichten" geht jedoch mit keinerlei rechtlichen Verpflichtungen Das Verhältnis kann vom Mann oder der jederzeit gelöst werden.

Im Zentrum der vorehelichen Beziehungen stehen sexuellen Aktivitäten. Eine gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten jedoch strikt untersagt. Das gemeinsame Einnehmen einer würde das Schicklichkeitsempfinden der Trobiander stark verletzen. "Ein Mädchen zum Essen auszuführen ohne mit verheiratet zu sein - was in Europa ist - würde in den Augen des sehr schimpflich für sie sein." ( Malinowski )
Das Einnehmen einer gemeinsamen Mahlzeit impliziert den Trobriandern gewisse wirtschaftliche Verpflichtungen für die der Ehefrau die stark mit der Instutionalisierten verbunden sind.

Siehe auch

Kranzgeld Ehe auf Probe Friedelehe (Mittelalter) Munt (Mittelalter) Polterabend Stellvertreterhochzeit

Weblinks



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