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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 23. September 2019 

Vermächtnis


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Definition

Das Vermächtnis ist nach deutschem Recht eine letztwillige in einem Testament oder einem Erbvertrag getroffene von der Erbeinsetzung zu unterscheidende zugunsten eines Bedachten. Das Vermächtnis besteht in Zuwendung eines Vermögensvorteils aus dem Nachlass an den Vermächtnisnehmer. Dabei wird der nicht - wie der Erbe - Gesamtrechtsnachfolger Erblassers sondern erwirbt durch das Vermächtnis einen auf Verschaffung des Zugewendeten gegen den Erben. eines Vermächtnisses kann jede rechtserhebliche Handlung (Tun Unterlassen) sein die darauf gerichtet ist das des Bedachten zu mehren.

Verfügung und Inhalt

Zur Aussetzung eines Vermächtnisses ist die bestimmter Worte im Testament oder im Erbvertrag nicht erforderlich. Nach der in § BGB enthaltenen Auslegungsregel liegt in der Zuwendung bestimmten Gegenstandes in der Regel die Anordnung Vermächtnisses. Verfügt der Erblasser beispielsweise: Mein Jagdgewehr erhält mein Freund ... alles was ich besitze vermache ich meinem Sohn so ist der Sohn Erbe und Freund Vermächtnisnehmer. Das bedeutet dass der Sohn dem Tode in alle Vermögenspositionen des Erblassers der Freund dagegen einen Anspruch gegen den als Erben auf Verschaffung des Eigentums am und auf Herausgabe desselben hat.

Besondere Formen des Vermächtnisses

Verschaffungsvermächtnis

Beim Verschaffungsvermächtnis richtet sich die Verfügung Erblassers auf einen Gegenstand der nicht zum Nachlass gehört. Der mit dem Vermächtnis Beschwerte dann den Gegenstand mit Mitteln des Nachlasses und dem Vermächtnisnehmer verschaffen. Allerdings ist § BGB zu beachten wonach grundsätzlich ein Vermächtnis ist wenn es sich auf einen nicht Nachlass gehörenden Gegenstand bezieht. Ein Verschaffungsvermächtnis darf nur angenommen werden wenn feststeht dass der trotzdem den Gegenstand zuwenden wollte.

Vorausvermächtnis

Das Vorausvermächtnis wird dem Miterben zugewendet. erhält einen bestimmten Gegenstand aus dem Nachlass ohne Anrechnung auf seinen Erbteil. In Praxis bereitet immer wieder Schwierigkeiten das Vorausvermächtnis der Teilungsanordnung abzugrenzen. Im Fall der Verfügung: Mein Aktiendepot erhält mein Sohn A das Vermögen erhalten meine Söhne A und B gleichen Teilen bleibt unklar ob der Erblasser den begünstigen wollte (dann Vorausvermächtnis) oder einen Ausgleich das Aktiendepot anstrebte (dann Teilungsanordnung).

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